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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 29.09.2008
Beiträge: 9
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Hallo, am Wochenende hatte ich Gelegenheit bei einem Reiterseminar zuzuschauen. Alle Reiter waren sehr gut, eigentlich eine Freude zuzuschauen, aber was mir persönlich sehr aufstieß war, dass mehrere Reiter ihre Sporen nicht unter Kontrolle hatten. Da werden die Stiefelspitzen nach außen gedreht und die Fersen dem Pferd mit Wucht in den Bauch gerammt, mitsamt den Sporen. Das ist doch nicht normal. Bloß weil die Pferde in dieser "Stresssituation" nicht so gingen wie sie gerne hätten. Als ich es wagte, meinen Unmut darüber zu äußern, wurde ich gleich von allen Seiten berichtigt.
Daher nun meine Frage im Forum: Ich dachte immer , man reitet hauptsächlich mit Schenkeleinwirkung und nutzt die Sporen nur für gezielte Anstoßer. Und da Anfänger nunmal mit den Fersen und schrecklich unruhigem Bein reiten, dürfen/sollten sie keine Sporen tragen. Also, sich die Sporen verdienen, heißt das Bein ruhig zu kriegen, damit man das Pferd nicht ständig mit den Sporen traktiert. Warum tun das aber die super guten Reiter? Bin ich da so falsch mit meiner Meinung? Ach und wer kann man erklären, ob nun Rädchensporen oder feste Sporen besser sind? Freue mich, wenn mir da jemand das Thema noch näher bringt! Liebe Grüße! |
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#2 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 24.09.2008
Beiträge: 69
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Also ich bin auch der meinung, dass man sich Sporen verdienen muss und dass die reiter bei diesem Seminar gut waren, bezweifle ich auch. Wer absichtlich seinem pferd die Sporen in den Körper rammt, sollte mal über seine Art zu reiten nachdenken.
Ich würde mal behaupten, dass Rädchensporen eine stärkere Wirkung haben da diese Rädchen sehr spitz sind. Habe mich noch nie wirklich mit Sporen beschäftigt, aber ich glaube man kriegt faule Pferde auch durch Abwechslung munter und braucht dazu höchstens mal einen kurzen Piekser. Je weniger Hilfsmittel ein Reiter zum "schönen" Reiten braucht, desto mehr Eindruck macht er auf mich. |
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#3 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 29.09.2008
Beiträge: 9
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Hallo, danke für deine Antwort. So sehe ich das jedenfalls auch. Aber es verunsichert mich immer wieder, wenn ich (als noch miserabler Wiedereinsteiger) von lauter erfahrenen Reitersleut gesagt bekomme, das Pferd braucht es so, sonst geht es nicht! Bin ich denn blöd oder zu sentimental? Sollten die es nicht auch merken? Haben Reiter eine sadistische Ader, lieben gar das Machtgefühl über ein anderes Wesen? Wie kann man das Reiten genießen, wenn das Pferd unter einem leidet? Und wir reden hier ja noch nicht einmal von Turnieren oder sonstigen Leistungsprüfungen, sondern einfach diesem alltäglichen Kreise ziehen in der Halle.
Achja, da fällt mir noch ein, Rädchensporen sollen durch das Abrollen weniger schlimm sein als normale Sporen. Was hälst du davon? Liebe Grüße |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 27.09.2008
Ort: bei Magdeburg
Beiträge: 127
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ob es nun sporen sind oder tausend hilfszügel oder abenteuerliche gebisse. ich finds manchmal grauslig. was sich da manche so ans pferd hängen...
zu den sporen: ich reite seit 16 jahren und traue mich nicht damit zu reiten. meine trainerin hat mir früher ein paar mal welche dran gemacht, aber damit saß ich so verkrampft, dass sie nie ans pferd kamen. die hab ich dann immer dran gemacht, wenn meine zehenspitzen zu weit nach außen gingen ich finds auch grauslig, dass manche leute von vornherein mit sporen aufs pferd steigen. ein vollkommen fremdes pferd, aber hauptsache sporen dran. auf mein pferd würde mir niemand mit sporen drauf kommen. dann eher gar nicht zu den rädchensporen: die zacken sind überhaupt nicht scharf. das sieht nur immer abendeuerlich aus. ich gehe mal davon aus, dass ihr von den westernsporen redet. da ist einiges nur show, das sieht also nur so aus. wichtig ist bei rädchensporen, dass sie immer sauber sind und nicht durch dreck feststehen. probiert das mal an euch aus. die dornsporen pieksen schon eher, die rädchensporen rollen ab und sticheln nicht an ein und derselben stelle. also ich persönlich finde da rädchensporen nicht so schlimm. |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.10.2008
Ort: bei Wiesbaden
Beiträge: 278
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Hey!
Ich schließe mich da nur meiner Vorgängerin an-Rädchensporen (auch die Kleinen, die die Dressurreiter manchmal anhaben..) sind weniger schlimm, wie die Festen. Auch der Selbstversuchs-Ratschlag von Lis ist ein guter Weg, sich ein eigenes Bild von den Dingern zu machen. Im Grund sind Sporen aber alle nicht schlimm, wenn sie so eingesetzt werden, dass sie dem Pferd keinen Schaden (Schmerzen) bringen... Ein absolutes "Nein" ist daher eigentlich quatsch. Die unschönen Bilder, die man in Zeitschriften, auf Turnieren, Abreiteplätzen oder in den eigenen Ställen sieht, rücken dann halt auch Reiter, die mit Sporen umgehen können (leider mehr als selten), und sie zweckmäßig einsetzen (nämlich zur Verfeinerung der Sckenkelhilfen und eindeutigeren Hilfengebung in schwierigen Lektionen..) in ein schlechtes Licht. Grundsätzlich sollte aber kein Reiter Sporen benutzen, der sich der (Aus-)Wirkung durch unsachgemäßen Gebraucht nicht bewusst ist und diesen dadurch vermeidet. Leute, die sagen "Der braucht das" haben eindeutig KEINE Ahnung, wozu Sporen da sind.. dagegen sollte man sich als Verfechter der gewaltlosen Reiterei IMMER stellen. Und wenn mans einfach nur durchzieht und keine anzieht!Dann lieber EINEN EINZELNEN kräftigen Klaps mit der Gerte! Allerdings könnte man hier die selbe Diskussion anstellen... ist genau das Gleich. Gibt auch genug Leute, die selbst damit überfordert sind.. Pferde unter sich gehen auch nicht immer sanft miteinander um und eine Ohrfeige hat sicherlich auch noch keinem geschadet, aber mit Schmerz und Gewalt wurde noch keiner-egal ob Mensch oder Pferd-jemals auf längere Sicht zu höheren Leistungen motiviert, die er ohne nicht ebenso geschaftt hätte und vielleicht noch mehr, wenn er es selbst wollte! |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 27.09.2008
Ort: bei Magdeburg
Beiträge: 127
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ja, ich möchte vielleicht meinen post von oben erweitern
sporen an sich sind nichts schlimmes. es kommt drauf an, wie sie eingesetzt werden. das "problem": wenn ein könner feinfühlig und sanft reitet, mit sporen um präzisere hilfen zu geben, dann ist das nicht spektakulär, da schaut keiner hin. aufm turnier hört man oft "boah, guck mal wie grob der am pferd rumreißt" hat aber jemand schonmal einen anderen sagen hören "schau mal wie locker und leicht die da reitet" ich denke eher selten ich selbst trau mich momentan nicht mit sporen zu reiten. das liegt einfach auch daran, dass meine stute vor jahren in rente ging, ich nach 1,5 jahren reitpause mir ein sehr sensibles vollblut kaufte und ich selbst eher ein durchschnittlicher (und ängstlicher) reiter bin. meint mein trainer jedoch im unterricht, ich solle sporen dran machen, dann würde ich das. er ist der profi. dennoch würde ich mich allein nicht trauen. NOCH Nicht zur gerte insgesamt: damit sehe ich ja eher so "kleine reitmädels" die ihre leider oft zu stumpfen (reitschul-)pferde anders nichtmal in den trab kriegen. so werden aber auch keine pferde sensibel und reiten lernt man damit auch nicht. zumindest hat sich bei mir im kopf so ein bild festgesetzt, dass mit der gerte einfach mal rasch das tempo beschleunigt wird, dass dabei gleich noch nen ordentlicher ruck im maul ankommt und somit die gesamte "hilfengebung" eher kontraproduktiv ist, ist noch ne andere sache. ich selbst bin daher einer gerte gegenüber eher... skeptisch... vielleicht aber auch, weil es mich früher immer genervt hat soviel "gebamsel" in der hand zu haben (und ums tempo an sich gings bei uns nie, meine stute war ein absoluter brenner). grundsätzlich: JEDER, egal ob freizeitreiter oder grand prix anwärter, sollte sich genau gedanken machen, was er wie warum einsetzt und wie es beim pferd ankommt! |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.10.2008
Ort: bei Wiesbaden
Beiträge: 278
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"grundsätzlich: JEDER, egal ob freizeitreiter oder grand prix anwärter, sollte sich genau gedanken machen, was er wie warum einsetzt und wie es beim pferd ankommt!"
Genau-so meinte ich das!
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Wer nie im Morgentau auf leichtbehuftem Pferde die Welt durchstreift, weiß nichts um des Lebens höchstes Glück!
http://hobby-reiten.npage.de |
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#8 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 27.10.2008
Ort: brandenburg berliner nähe
Beiträge: 4
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ich persönlich reite nicht mit sporen weil ich selber der meinung bin das meine beine dafür zu unruhig sind & ich das für mein pferd eh nicht ''brauch''
eine sehr gute freundin von mir reitet ihr pferd manchmal im unterricht mit plastiksporen das finde ich ok weil die reitlehrerin sie dabei ja ''überwacht'' wenn sie so trainiert hat sie nie sporen dran weil sie sich nicht unkontrolliert mit sporen drauf setzen möchte allerdings ihre reitlehrein benutzt immer so rädchen sporen & ihr pferd hat an der stelle wo die sporen sitzen schon keine haare mehr .. mal finde ich sporen ok wenn sie vo wirklcih guten reitern genutzt werden die wissen wie sie sie einsetzen & nicht sinnlos in ihr pferd einstochern .. mfg flip94 |
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#9 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 25.10.2008
Ort: Nusplingen
Beiträge: 19
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Hallo
auch ich reite ab und zu mit Westernsporen,ich finde sie auch besser,da sie ab rollen.Man sollte bei benutzung von Sporen ein ruhiges Bein haben,ein gefühl und gespür fürs Pferd und das haben Anfänger noch nicht. |
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#10 (permalink) |
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Mitglied
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hallo,
ich denke, dass wenn man gut reiten kann und das pferd gut ausgebildet bzw geritten ist keine sporen braucht, denn dann reagiert das pferd auf feinste schenkel und gewichtshilfen und dann braucht man auch keinen "verstärker" an den füßen. das ist zumindestens meine meinung! wenn jemand natürlich super reiten kann und auch ein gefühl für die sporen hat, warum sollte der jenige dann nicht mit sporen reiten? aber wie gesagt, gut gerittene pferde und gute reiter brauchen sowas nicht! liebe grüße |
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