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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2009
Ort: Niederbayern
Beiträge: 711
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Hallo zusammen,
manche hier machen selbst heulage (soweit ich das mitbekommen hab habt ihr eine anleitung für mich, worauf man achten muss und ab wann man das heu(?) einwickeln kann? und alles, was dazu wichtig ist LG Mini |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 26.02.2010
Beiträge: 2.820
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Artikel - Rheinlands Reiter+Pferde
Schau mal da. Das ist recht informativ. Außerdem haben wir festgestellt, dass nicht alle Wiesen geeignet sind, gute Heulage zu gewinnen. Im großen und ganzen war ich von Heulage super begeistert weil unsere COB-ler schlagartig keine Probleme mehr hatten. Allerdings werden wir zur nächsten Ernte wieder auf Heu umsteigen, weil mir die Sache mit der Mäuseplage zu gefährlich wird. Wir hatten GsD noch nie Probleme, aber zu denken gibt es mir schon.
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Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.10.2008
Ort: Rhein-Neckar-Kreis
Beiträge: 241
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Heulage wird im Gegensatz zu Silage, die aus jungem Gras erzeugt wird, ebenso spät wie Heu geschnitten. Nach dem Schnitt wird Heulage auf 50 bis 60 % Trockenmasse (Silage ca 35 %) heruntergetrocknet und anschließend gepresst und luftdicht verpackt. Als Siliermittel können dabei Melasse oder Bakterien zugegeben werden.
Aufgrund der hohen Trockenmasse und des – bedingt durch die späte Mahd – relativ hohen Rohfasergehalts (siehe auch Strukturkohlenhydrate und Silage), kann der Silierprozess unvollständig sein: Einerseits ist der Trockenmassegehalt oberhalb des für Milchsäurebakterien optimalen Bereichs und andererseits ist das Material durch den hohen Stengelanteil nicht gut verdichtbar. In der Summe kann dies zu einem unvollständigen Silierprozess führen, bei dem die Gefahr der Nacherwärmung (siehe Milchsäuregärung) besteht und der pH-Wert nicht so tief wie bei Silage sinkt wodurch einige Krankheitserreger nicht abgetötet werden. Daher birgt Heulage die Gefahr, daß in dem Futter Listerien enthalten sind. Dem kann durch erhöhten Pressdruck (hohe Verdichtung), doppelte Wickelfolienschichten (minimiert Sauerstoffdiffusion nach dem Wickeln) und/oder Zugabe von hetero- bzw. homofermentativen Bakterien (bewirken eine rasche Milchsäure- bzw. Essigsäureproduktion und somit ausreichende Absenkung des pH-Wertes unter 4,5) entgegengewirkt werden. Insgesamt ist die Produktion von hochwertiger Heulage sicherlich etwas für Spezialisten mit Erfahrung und entsprechender technischer Ausstattung. Heulage wird aber besonders in der Pferdefütterung häufig eingesetzt, da es bedingt durch die späte Mahd einen niedrigeren Rohproteingehalt als Silage hat. Durch die Staubfreiheit ist Heulage ideal bei heustauballergischen Pferden. Auszug aus Wikipedia Besser und deutlicher ist es nicht zu beschreiben. Rolf |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2009
Ort: Niederbayern
Beiträge: 711
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Ist denn die Herstellung von pferdegerechter Silage einfacher, bzw. sind die Chancen, dass man eine gute Qualität erziehlt größer als bei Heulage?
Wir haben jetzt schon überlegt, ob wir Silage machen und ein paar Testballen Heulage. Sollen kleine Ballen werden, da ich nur zwei pferde zu füttern hab (und das Handling ist auch einfacher). |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 26.02.2010
Beiträge: 2.820
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[QUOTE=Mini*Mausal*;276360]Ist denn die Herstellung von pferdegerechter Silage einfacher, bzw. sind die Chancen, dass man eine gute Qualität erziehlt größer als bei Heulage?
QUOTE] Was verstehst Du unter "pferdegerechter Silage" und Heulage? Herkömmliche Grassilage ist für Pferde nicht geeignet. Das verwirrende ist, dass ja alles als Silo bezeichnet wird, also auch Heulage (die es ja eigentlich nicht gibt). Heulage ist ja nur ein vereinfachter Begriff, zur besseren Definition. Wobei ich sagen würde, dass "Heulage" schwerer zu machen ist. Das Ausgangsmaterial ist trockener, kann somit schlechter komprimiert werden (dh, die Ballen enthalten mehr Luft) und silieren somit auch nicht optimal. Um eine bessere Komprimierung zu erreichen, müßte das Siliergut in diesem Fall geschnitten werden. Moderne Rundballenpressen haben solch ein Schneidwerk. Aber hier ereifern sich die Pferdebesitzer dann wieder über das kurze, 2.Schnitt-ähnliche Futter.
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2009
Ort: Niederbayern
Beiträge: 711
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ich hab heut onkel google gefragt.
mal heißt es, silage mit 35-50% Trockenmasse ist für pferde noch ok. alles darüber ist "heulage" bzw gärheu. alles darunter nciht für pferde geeignet. z.t. auch mir quellenangaben von doktoren und universitäten. jetzt bin ich total verplant... schneiden, schwadern usw. würde mein freund, bzw sein vater (ehem. landwirt, sein heu ist super), pressen udn wickeln würde ein lohnunternehmen. gelagert wirds in der scheune. aber können wir heulage/silage eigentlich herstellen, wenn wir das so noch nicht gemacht haben?! |
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#8 (permalink) |
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Moderator
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Artikel - Rheinlands Reiter+Pferde
Also ich würde aus meiner Erfahrung heraus sagen, daß die Heulage von Personen mit Erfahrung gemacht werden sollte. Denn ich habe das jetzt selbst gesehen - bei uns am Hof wird Silage zur Fütterung genommen, ich bin aber komplett gegen Silage als Pferdefutter, weil es einfach ein Rinderfutter ist und Rinder haben ein anderes Verdauungssystem. Das Futter hat einen für mich eigenartigen Geruch und häufiger finden sich Zweige oder Äpfel in dem Futter, die vermutlich auch die Qualität und den Geruch beeinträchtigen. Denn Hohlräume in den Ballen führen zu mangelnder Silierung und damit zu schlechter Qualität. Man muß auf jeden Fall auf die Schnitthöhe achten, die sollte nicht zu niedrig sein und es sollten auch keine Fremdkörper in die Ballen geraten. Daher würde ich grundsätzlich die Heulage von Personen wickeln lassen, die da entsprechende Erfahrung haben.
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Ein Fjordpferd ist nicht stur - es gibt einem nur mehr Zeit zum Nachdenken ... |
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#9 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 26.02.2010
Beiträge: 2.820
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@Sam@ hat recht.
Stell´s Dir nicht so einfach vor. Das kann sehr schnell in die Hose gehen und dann ist ein Großteil Deines Futters futsch. Ich für meinen Teil freu mich, dieses Jahr wieder Heu zu machen. Ich kenne jetzt beides und ich bin der Meinung, dass Heu immer die bessere Wahl ist. Wenns bei Dir um nen Allergiker geht such Dir besser andere Alternativen, das muß ich auch tun, wenn unser altes Mädel wieder anfängt zu Husten. Wobei ich nach 3 Jahren Heulage un EM Fütterung der guten Hoffnung bin, daß sie das Heu wieder fressen kann. Ich würde es mir wünschen.
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