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Alt 03.09.2011, 15:43   #1 (permalink)
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Standard Eicheln fressen?

Hallo,

im neuen Stall gibt es schöne alte Bäume, darunter auch einige Eicheln. Auch auf der Koppel stehen Eicheln. Im Sommer bin ich ganz froh, weil die Bäume viel Schatten spenden. Heute beim Grasen an der Hand hat mein Pferdchen neben Gras auch einige Eicheln verspeist. Es waren sicher zu wenige, als dass es ihm schaden würde. Aber ich weiß ja nicht, was er den ganzen Tag auf der Koppel so treibt.
Ich habe noch nicht mitbekommen, dass andere Pferde im Stall mit den Eicheln Probleme hätten, es ist aber auch der erste Herbst, den ich in diesem Stall mitbekomme.

- Wie haltet Ihr das mit Eicheln?
- Fressen Eure Pferde das?
- Sammelt Ihr ab? Oder wird der Bereich abgesperrt, auf den die Eicheln fallen?

Gruß
Elaine
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Alt 03.09.2011, 17:09   #2 (permalink)
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Benutzerbild von Pintopower
 
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Standard

Also ich kann Dir nur soviel sagen:
-Sie sind ungiftig
-man kann sie auch essen, gibt sogar Kochrezepte
-früher hat man sie den Schweinen gefüttert
-sie enthalten Gerbsäure

Inwieweit das alles für Pferde verträglich ist, weiß ich leider nicht
__________________
Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "

Pintopower ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2011, 17:39   #3 (permalink)
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Doch, Eicheln sind giftig für Pferde. Die Eichenrinde ab etwa 300g kann tödlich sein, aber auch Eicheln und Laub sind nicht gesund. Genau der Gehalt an Gerbstoffen, der bei Durchfall in kleiner Dosierung für Rinder und Pferde sogar verordnet wird (Eichenrindenpulver) schädigt in Überdosierung die Leber. Bei uns hatte auf einer Eichenkoppel schon mal ein Pferd plötzlich eine Nesselfieber-Allergie udn ein anderes einen Leberschaden. Seitdem sind die Bäume ausgezäunt. Selbst wenn über Jahre hinweg alles gutgeht, weil die Pferde unter der toxischen Dosis bleiben - mir wär die Gefahr eines chronischen Leberschadens aber echt zu hoch!
Hier und hier kannst Du zum Beispiel noch mal gucken:
Eiche
Giftpflanzen für Pferde: Eiche
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2011, 17:59   #4 (permalink)
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Die Bäume sind alt und schon sehr hoch.
Direkt an die Bäume kommen die Pferde nicht ran, da sie durch den Zaun abgetrennt sind. Rinde ist also kein Problem. Dass Ricky das Laub fressen würde, habe ich nie beobachtet. Und das Laub ist ja noch weitgehend an den Ästen.
Es bleiben also die Eicheln im Herbst.
Bei dem Wind, den wir heute hatten, fliegen die Eicheln auch noch ein gutes Stück. Wenn ich den Bereich absperren wollte, wo sie runterfallen, müsste ich wohl die halbe Koppel sperren.

Aber Leberschaden ist natürlich auch keine Alternative.
Bin im Moment etwas ratlos!

Werde morgen auf der Koppel mal auf die Suche gehen, wieviele Eicheln so rumliegen.

Elaine
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Alt 03.09.2011, 18:02   #5 (permalink)
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...ich weiß nur das sie in übermäßigen Mengen schädlich sich auswirken können...haben Eicheln nicht auch einen hohen anteil an Eiweiß oder war das Stärke????...

wenn eine Herde von 10 bis 20 Pferden sich die dinger reinpfeift ist das glaub ich weniger gefährlich wenn sich nur 2 die reinpfeifen...aber ich kann nichts darüber sagen...ich hab Buchen auf der Wiese stehen und die pferde futtern auch die Bucheckern...nur nicht in unmengen...
__________________
Solange Menschen denken,daß Pferde nicht fühlen,
müssn Pferde fühlen,das Menschen nicht denken....
Ares ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2011, 19:06   #6 (permalink)
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Oh Hilfe, hab gerade den Link angeschaut....
Da wir eigentlich mitten im Wald wohnen, sind so ziemlich alle koppeln am Rand mit Buchen und Eichen... Bzw läuft die Koppel auch in den Wald rein.
Aber ob die Pferde das fressen? Wenn genug Gras auf der Koppel ist, fressen die bestimmt das lieber. Da hab ich mir echt noch keinen Kopf gemacht, hoffe immer meine Gäule sind schlau genug...
__________________
hafipower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2011, 19:28   #7 (permalink)
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Bei uns steht auch eine Eiche drauf.
Da die Herde dort schon seit Juli steht, bis kurz vo Silvester
und die Herde relativ groß ist, hab ich wegen der
Eicheln keine bedenken.
LittleAngel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2011, 13:01   #8 (permalink)
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Also dass die Dinger giftig sein sollen, das hat mich jetzt auch schockiert.
Wir haben damit GsD keine Probleme, aber ich hab das gestern Abend auf einem Reiterfest mal so in die Runde geworfen und da haben viele gesagt, sie hätten Eichen auf der Koppel und die Pferde würden sich da seit Jahren schon den Bauch mit Eicheln voll schlagen.

Aber mal kurz ne andere OT-Frage.
Wir haben ne Koppel mit recht vielen Herbstzeitlosen drauf.
Hat da jemand ne Idee zu, wie ich die dauerhaft und wirkungsvoll bekämpfe?

Die Pferde fressen die zwar im Gras nicht mit, aber die Koppel wird vor der Beweidung gemäht und im Heu mag ich den Dreck ja nun nicht haben.
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Pintopower ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2011, 14:23   #9 (permalink)
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Hab dir mal das kopiert :

Zitat:
.Bekämpfungsmöglichkeiten

Die Herbstzeitlose ist mehrjährig, und damit nicht auf jährliches Aussamen angewiesen. Das sicherste Mittel zur sofortigen Bekämpfung ist alten Literaturangaben zufolge das Ausstechen oder Ausziehen der Einzelpflanzen Anfang Mai. Dann nämlich hat die alte Knolle am stärksten ihre Reserven verausgabt. Der junge Trieb reißt infolge des noch weichen Bodens beim Ausziehen nicht an der Erdoberfläche, sondern oberhalb der jungen Knolle ab. Die alte Knolle ist dann nicht mehr regenerationsfähig und auch die junge geht in der Regel zugrunde. Wird dieses Ausjäten 2-3 Jahre nacheinander wiederholt, so ist man die Herbstzeitlose für lange Zeit los, falls nicht durch Hochwasser oder durchziehende Weidetiere neue Samen zugeführt werden. Im übrigen sitzt die Knolle 15-20 cm tief (und auch tiefer), weswegen eine Bekämpfung durch Umbruch meist nicht gelingt. Wegen des besonders hohen Giftgehaltes dürfen die ausgerissenen Blätter selbstverständlich nicht auf der Weide liegenbleiben. Die Bekämpfung mit Wuchsstoffmitteln hat sich als ungenügend erwiesen; bessere Wirkungen zeigten sich nach vorheriger Verletzung der Pflanzen durch Befahren mit einer Stachelwalze (Rauschert, 1961).

Auf weidefähigem Grünland empfiehlt sich als erfolgversprechende Maßnahme zur Bekämpfung der trittempfindlichen Pflanze eine Umtriebsweide ab Anfang Mai mit hoher Besatzdichte. Man wird dabei nur alte, weideerfahrene Rinder oder Pferde auftreiben. Nicht zertretenen Triebe müssen aber unbedingt noch vor der Samenreife (also vor Mitte Juni) nachgemäht werden! Im Anschluß an die Beweidung (bzw. den Frühschnitt oder das Ausstechen) hat sich seit alters her reichliche Stickstoffdüngung (am wirksamsten Jauche oder Gülle) erwiesen, wodurch das Absterben der Knollen beschleunigt wird. Bei Massenvorkommen ist ein 2-3-jähriger Frühschnitt wirtschaftlicher. Ein solcher schädigt die Herbstzeitlose, da ihr dann die Blätter zur Assimilation genommen werden. In den Futterwiesen wurde sie daher früher durch vorgezogene Mahd (Abmähen der Blätter mit den Fruchtkapseln im Vorsommer und der Blüten im Frühherbst), Entwässern, Düngung oder durch Umbruch erfolgreich bekämpft (Rrauschert 1961; Hegi 1912/1982).

Stählin (1969) empfiehlt folgende Maßnahmen:
*
1.***** Einsatz schwerer Walzen (im Mai) zur Quetschung der Blätter und Samenkapseln. 14 Tage später ein Schnitt; danach Ausbringen von flüssigem Wirtschaftsdünger zum Ausfaulen der Knollen.
2.***** Ausziehen und Abtransport der Pflanzen bei voller Blattentwicklung und bei fühlbarem Er scheinen der Kapseln. Dies zwei Jahre lang zum Aushungern der Knollen, danach jedes mal Ausbringen von Gülle oder Jauche zwecks Ausfaulens der Knollen.
3.***** Auf Wiesen kräftige Volldüngung und Übergang zu Dreischnitt-Nutzung oder wenig stens Vorverlegung des ersten Schnittes zur Vermeidung von Samenreife und ‑aus fall.
4.***** Auf Weiden Übergang zu intensiver Nutzung mit Früh weide, mit dichtem Besatz zwecks starker Trittwirkung (Zerquetschen der Blätter gegen Reservestoff-Sammlung) und mit Nachmahd gegen Aussamen im Vorsommer. Vorweide auf nicht zu sehr verseuchten Flächen zur Verdichtung der Grasnarbe.
5.*** Schnitt der Blüten im Herbst gegen Samenbildung.
*
*
*
Chemische Bekämpfung
*
Die früher verwendeten Mittel 2,4,5-T (+MCPA oder + 2,4-D), 2,4-DB oder MCPB sind zur Anwendung verboten (2,4,5-T), nicht mehr zugelassen bzw. dürfen nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Da in der aktuellen Liste „Chemischer Pflanzenschutz im Grünland“ (Tab. 35) der baden-württ. Offizialberatung „Pflanzenproduktion 2006“ die Herbstzeitlose nicht aufgeführt ist, besteht derzeit keine Möglichkeit, diese Giftpflanze chemisch zu bekämpfen.


*

Kommt von Herbstzeitlose und ihre Bekämpfung


Wir haben die Teile auch, aber wir heuen ja nicht selber. Pferde fressen sie zum Glück nicht.
Werden aber auch nicht mehr.
__________________
hafipower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2011, 14:34   #10 (permalink)
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Eins der Pferde, mit denen Ricky auf die Koppel ging, hatte unklare Beschwerden, antriebslos würde ganz gut passen. Der ist mittlerweile in Rente, weil er auch große Sehnenprobleme hatte.

Also ich werde das auf jeden Fall weiter beobachten. Noch ist der Kleine putzmunter. Wenn ich ihn auf der Koppel sehe, ist er meist auf der anderen Seite am grasen, also weg von den Eicheln. Aber so wie er sich gestern an der Hand auf die Eicheln gestürzt hat, war es nicht das erste Mal für ihn.

Im Link stand ja was "mehr als 500g sind giftig für Pferde": ist damit gemeint 500g auf einmal - soviele sind es wohl nicht, oder im Laufe des Herbst - soviele sind es bestimmt ?

Demnächst ist meine Tierärztin wegen der Zähne da, die werde ich auch mal fragen. Evtl. kann man am Blutbild feststellen, ob sich da was anbahnt. So in Richtung Leberschaden.
Hat jemand damit Erfahrung?

Elaine
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