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Alt 15.09.2011, 20:46   #1 (permalink)
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Hallo Ihr Lieben,

da ich weiß, daß ich bei euch mit meiner Frage richtig aufgehoben bin, bitte ich hier um reichlich Ratschläge und Erfahrungen zum Thema Mash.

Als wir vor einigen Jahren eins unserer Pferde gekauft haben, hatte es ein Rezept für ein selbst angerührtes Mash im Gepäck, das seit dem alle unsere Pferde den Winter über bekommen. Sie haben dadurch ein herrlich glänzendes Fell, bei keinem von allen ist jemals eine Kolik aufgetreten, sie sind topfit und gesund, haben auch weniger Probleme mit dem Fellwechsel als vorher. Wir rühren das aus folgenden Bestandteilen zusammen: Rübenschnitzel, Quetschhafer, Weizenkleie, Bierhefe und Leinsamen. Salzlecksteine haben sie alle und Reformin bekommen sie gelegentlich nach höheren Belastungen.

Wenn wir aufstallen, kommen alle zusammen rein und sollen dann auch wieder Mash bekommen. Allerdings hat unser neues Pferd, das wir seit Juli haben, offensichtlich einen etwas anderen Stoffwechsel als die anderen (WB, Araber, Andalusier). Er ist ein Criollo, Import aus Argentinien, hat etwas Sommerekzem und vor 3 Jahren auch mal eine (allerdings nur eine und auch nur auf einem Bein) Rehe gehabt. Das haben die anderen alle noch nie gehabt.

Wißt ihr genaueres darüber, ob man einem rehe- und ekzemanfälligen Pferd Mash in dieser Zusammensetzung füttern sollte oder ist das kontraproduktiv? Oder sind einzelne Komponenten kontraproduktiv? (Etwas wegzulassen wäre ja kein Problem).

Wir wollen den Pferden natürlich was gutes tun mit dem Zeug und es wäre blöd, wenn wir damit dem Criollo eine Stoffwechselentgleisung hin füttern.

Vielen Dank vorab für alle Ratschläge!
Mephisto
Mephisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2011, 18:57   #2 (permalink)
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Hi,

zu Mash kann ich dir nichts sagen, ich füttere keinerlei Krippenfutter. Aber ich kann was zu einer Rehe sagen. Und bei einem reheanfälligen Pferd würde ich Dinge wie Rübenschnitzel (wenn sie nicht unmelassiert sind) und Hafer auf jeden Fall meiden. Und ein Pferd hat übrigens nicht eine Rehe, sondern vielleicht, wenn es Glück hat nur einen Schub, aber ein Rehepferd bleibt es sein Leben lang. Und da muss man die Ernährung anpassen.
Mein Rehepferd bekommt nach wie vor eine Diät, obwohl sie auch "nur" einen Schub hatte und seither beschwerdefrei ist.
Eigentlich sind für ein Rehepferd die gesamten Zutaten nicht wirklich nützlich, im Gegenteil. Wie das bei einem Ekzemer ist, weiss ich nicht, ich meine mich aber zu erinnern, dass man da auch auf eine eiweissarme Ernährung achten sollte.
__________________
Das 11. Gebot:

Du sollst den Atomkern nicht spalten
sunny2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2011, 22:03   #3 (permalink)
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ich bin generell kein freund dieser inflationären mashfütterei am stück. früher haben wir das zeug auch selbst gekocht - leinsamen, quetschhafer, kleie - rübenschnitzel und bierhefe spielten dabei keine rolle, aber da haben es wirklich nur die pferde bekommen, bei denen es angebracht war, kranke, rekonvaleszenten etc. und auch die niemals über wochen am stück. es ist und bleibt ein diätfutter mit leicht abführender wirkung und hat bei dauerhafter fütterung auswirkungen auf die natürliche darmflora.
was das rehepferd angeht, unterschreibe ich bei sunny: vorsicht mit eiweißhaltigen futtermitteln wie hafer und rübenschnitzeln.
slider ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2011, 00:14   #4 (permalink)
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Zu Mash kann ich Dir leider auch nix sagen.
Aber zu Rehe und Sommerekzem.

Ich muß mich jetzt zwar wieder ducken, weil es sicher Angriffe hagelt, aber es entspricht absolut der Wahrheit.

Seit ich meiner Rehestute Immunsystem und Stoffwechsel mit EMa und Bokashi (Effektive Mikroorganismen) aufgepäppelt hab bekommt sie über Winter ihre Ration Rübenschnitzel, das ganze Jahr über ihren Hafer (übrigens als einzige im Stall) und geht im Sommer stundenweise mit auf die Weide.
Sie ist topfit, hatte einen einzigen Reheschub und der liegt jetzt 5 Jahre zurück.

Ähnlich verhält es sich mit dem Ekzemer einer Bekannten, er ist nahezu beschwerdefrei.

Ich persönlich halte nichts von diesen Mischungen. Bei uns gibts Hafer, Gerste, Mais und im Winter eben Rübenschnitzel dazu. Und immer in Maßen, nicht in Massen.

Wenn es bei Deinen Anderen all die Jahre so funktioniert, dann behalte es doch einfach bei.
Zu Deinem Criollo ist schwer ein Rat abzugeben, denn jegliche Meinung dazu kann falsch sein.
__________________
Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "

Pintopower ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2011, 00:18   #5 (permalink)
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Ich denke, wegen hafer muss man sich jetzt nicht ducken, es gibt viele Ställe, die Rehepferde behandeln und eben gerade Hafer füttern! Dazu gibt es Studien, Hafer schadet eben nicht! Und Eiweiß isses eben auch nicht, was so böse ist!

Ich würde sagen, euer Mash ist gut, würde ich auch so geben! Statt der normalen Rübenschnitzel kann man natürlich auch unmelassierte nehmen, allerdings sind die im Mash eh "verdünnt"! Und die Dosis kann man auch noch anpassen...

Schlimmer finde ich die fertigen Mashs, die voll mit Abfallprodukten sind, aber eben einfacher zum anrühren!

Eine Rehe an nur einem Bein ist auch so eine komische Sache! Mein Pony hatte die Rehe nur an den Hinterbeinen, was die TA und der HO völlig weltfremd fanden!
Und seither nie wieder!
Sie bekommt zwar keinen Hafer, aber eingeweichte Gerste, wenn sie viel machen
muss!

Frag die Besi!
LG Siggi
Fiffie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2011, 15:15   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Fiffie Beitrag anzeigen
Ich denke, wegen hafer muss man sich jetzt nicht ducken, es gibt viele Ställe, die Rehepferde behandeln und eben gerade Hafer füttern! Dazu gibt es Studien, Hafer schadet eben nicht! Und Eiweiß isses eben auch nicht, was so böse ist!
@Fiffi@
ich duck mich auch nicht, weil ich Hafer füttere.
Meine kriegen ein minimalstes Minimum an Kraftfutter und zwar alles Natur: Hafer, Gerste, Mais vom hießigen Bauern.
Und das kriegen sie eben nur, damit ich mein EMa darin verstecken kann.

Ich duck mich deswegen, weil ich mein "Rehe" Pferd wieder ganz normal leben lasse, ohne Diät oder dergleichen.
Anfällig hin oder her, ich bin der Meinung, es muß nicht definitiv heißen einmal Rehe-immer Rehe.
Mein Mädel bringt Leistung und dafür darf sie fressen.
Wir sind eben vom fahren zurückgekommen und wenn sie sich ihren Hafer heute nicht verdient hat, dann nie.
Und ..... das soll jetzt niemand angreifen..... wenn die Fütterung einfach nur dem Arbeitspensum angepasst ist, dann ist schon mal der erste Wind aus dem Segel genommen.

Ich habe noch nie Mash gefüttert, aber wenn es die anderen Pferde seit Jahren bekommen, dann hat es ihnen nicht geschadet.
Und der Criollo braucht den Trog ja nicht bis zum Rand voll.

Wichtig ist, wie Du sagst, dass eben kein Industriefutter in der Krippe landet. Gegen dieses Zeug bin ich allergisch.
__________________
Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "


Geändert von Pintopower (18.09.2011 um 17:34 Uhr)
Pintopower ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2011, 21:16   #7 (permalink)
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äh - so war das jetzt nicht gemeint, ich füttere auch hafer und den sogar in ziemlichen mengen. allerdings hatte ich auch noch nie probleme mit rehe o.ä.
mephisto hatte nach meinungen zum thema mash gefragt und da bin ich eben der meinung, dass man das nicht dauerhaft, sondern bei bedarf kurweise und ansonsten in maßen füttern sollte. es steht jedem frei, das anders zu sehen.
konkret zu dem criollo habe ich mich gar nicht geäußert, dazu weiß ich viel zu wenig über dieses pferd: was hat er bisher zu fressen bekommen, wie oft und wie stark wird er gearbeitet etc.
generell bin ich auch für haferfütterung - menge eben individuell nach bedarf - und gegen industriell hergestellte futtermittel wie müslis oder fertigmash.

@fiffie
du hast natürlich recht, eiweiß ist nicht der auslöser für rehe, sondern kohlehydrate. sorry, mein fehler,
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Alt 19.09.2011, 22:45   #8 (permalink)
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Vielen Dank an alle!

Das ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, daß viele verschiedene Erfahrungen wirklich weiterhelfen können. Ich weiß jetzt nämlich was ich mache.

Ich werde meinen Pferden, auch dem Criollo, in der Übergangszeit, also zum Fellwechsel und zum Aufstallen, das Mash zu füttern. Der Criollo bekommt dann weniger als die anderen (größtenteils Großpferde, die auch nur eine Futterschaufel von dem gequollenen Mash bekommen) und ich werde weniger Rübenschnitzel verwenden. Dann werde ich das auch zeitnah wieder absetzen und diesmal nicht den ganzen Winter über füttern.

Ich denke das wird dem Criollo nicht schaden. Ein bißchen Restrisiko gehe ich sicherlich ein. Er hat es aber nicht verdient, daß er zuschauen muß, und ich möchte nicht, daß dieses extrem gut erzogene und gutmütige Pferd futterneidisch wird.

Außerdem ist es tatsächlich so, daß zumindestens meine "Weicheier", also meine Warmblüter unheimlich mit dem Fellwechsel zu kämpfen haben, vor allem im Herbst. Die haben dann wirklich zu nichts mehr Lust. Mit dem Mash kommen die da viel schneller drüber weg als ohne.

Übrigens sind wir mit Kraftfutter auch eher zurückhaltend. Wir dosieren das nach Bedarf. Wenn wir merken, daß die Pferde ausgepowert sind, bekommen sie Hafer oder Gerste in übersichtlichen Mengen. Oder wenn wir sie auftrainieren für einen Wanderritt o.ä. Das schadet denen allen nicht. Nur der Criollo bekommt paar Möhren zur Ablenkung, wenn die anderen Kraftfutter fressen.

Von dem Fertig-Müsli halte ich auch nichts. Da sind jede Menge Dinge drin, von denen ich mir nicht vorstellen kann, wie sie das Pferd verstoffwechselt. Und bisher hat sich keiner von den Pferden beschwert, daß das Zeug auf dem Speiseplan fehlt. Das ist wie mit den Alete-Gläschen, da mußte ich fast k... als ich die aufgemacht hab und hab meinen Kindern ab sofort alles selber gekocht. Ich glaub ich darf hier keine Marken verunglimpfen, aber ich hab ja nur k... geschrieben

Also nochmal lieben Dank an alle für die guten Ideen und Ratschläge.
Mephisto
Mephisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2011, 08:49   #9 (permalink)
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@Mephisto@
Siehst Du, Du kennst Deine Pferde doch am Besten.

Wobei ich der Meinung bin, dass es garade über Winter auch nicht schaden würde, wenn Du es weiter fütterst. Wie schon gesagt, es muß ja nicht in riesigen Mengen sein.

Meine bekommen für den Stoffwechsel jeden Tag eine handvoll Bokashi und das wirkt Wunder. Nicht die Menge machts, sondern die Regelmäßigkeit.

Du findest sicher Deinen eigenen Weg.
Und ein Pferd mit gutem Stoffwechsel ist auch weniger Rehe- und Ekzemgefährdet.

In meinem Bokashi zB ist auch Melasse drin, aber die ist fermentiert und somit verträglich.
__________________
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Pintopower ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2011, 14:34   #10 (permalink)
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Benutzerbild von Diana Maier
 
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Beiträge: 875
Bilder: 3
Standard Anregungen zum Thema Mash und CO

Gibt es hier:

Aufgedeckt: Sechs Mythen ber Winterfutter bei cavallo.de - Warm statt kalt - Tee und Mash

Zufüttern gerade Mash beim Fellwechsel ist nicht verboten, aber eben mit Sinn und Verstand.
__________________
Diana Maier
Redaktion CAVALLO
www.cavallo.de
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