|
|
#32 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
|
Schön, daß euch die Bilder gefallen.
Aber zu vernünftiger Haltung -besonders für Jungpferde- gehört meiner Meinung nach auch, daß man sich den richtigen Platz dafür sucht und nicht einfach den Schrebergarten hinterm Haus wählt. Und es gehört auch dazu, daß man sich ein passendes Konzept sucht, denn man kann nicht alles gut machen. So gut es euch bei uns auch gefällt- ihr könntet nicht bei uns unterstellen. Ihr könntet höchstens eurer Stute einen schönen "Sommerurlaub" zum decken gönnen. Das ist z.B. der Punkt an dem wir uns beschränken mussten -einer optimalen Zuchthaltung zuliebe... Wir würden nie riskieren, daß Krankheiten bzw. Parasiten reingeschleppt werden, daß Unruhe in die Gruppen kommt und wir haben lieber größere Ausläufe gebaut als mehr als einen 20 x40 m Reitplatz. Gaststuten die zum decken kommen werden separat gestellt. Für Einstaller gäbe es auch kein Vereinsleben, kein Reiterstübchen und die Koppeln sind zu Fuß 15 min vom Reitplatz entfernt. Durch die Offenstallhaltung sind die Pferde oft dreckig und man muss sie auch erst mal holen wenn man was von ihnen möchte... Da muss auch das Sattelzeug schon mal ein Stück geschleppt werden. Im Winter ist es für die Menschen oft kalt, nass und ungemütlich. Wenn man kein Sportreiter ist stellt das kein Problem dar- die Pferde haben ja auch Auslauf wenn man nicht reitet- aber Pensionsreiter würden dann vielleicht meckern. Reitunterricht geben wir nicht weil wir unseren Pferden das nicht antun möchten und Aufwand und Nutzen in keinem guten Verhältnis zueinander stehen würden. Außerdem leben bei uns schwererziehbare Jungen die sich toll um die Pferde kümmern - da wollen wir keine Probleme herausfordern. Viele Betriebe möchten gerne alles machen aber ich finde -lieber eines richtig machen und auch mal nein sagen.... Aber zum Trost: wer mag kann uns gerne mal besuchen kommen. Kaffee gibts immer.
__________________
www.gestuet-centauro.de Geändert von Cremellofan (08.08.2009 um 10:25 Uhr) |
|
|
|
|
|
#33 (permalink) |
|
Gesperrt
Registriert seit: 16.05.2009
Beiträge: 474
|
Wäre für mich eh uninteressant da 400 km entfernt +/-... Gerade dieses Konzept finde ich aber toll. Da steht wirklich das Pferd im Vordergrund und nicht der eigene Nutzen.
Wir frieren auch oft im Winter, wenn wir bei den Pferden sind, aber wir haben dafür glückliche Pferde, vom Fohlem bis zum Rentner. |
|
|
|
|
|
#34 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
|
Ich denke, daß viele Leute einfach betriebsblind sind und was ja schon 20 Jahre funktioniert wird wohl auch weiter gut sein...
Dann ist das Geld knapp und wenn so ein Jungtier ja doch verkauft wird -dann geht der halt erst bevor er verkauft wird mal zum Schmied und impfen kann dann ja wohl der neue Besitzer... Und Fohlengesellschaft -warum das denn der hat doch die anderen Pferde...? Führübungen oder Verladetraining? Der fährt halt einmal zum Brennen und dann muss auch mal gut sein... Auslauf -ach, in der Box ist er doch sicherer und hats schön warm... Das schlimme ist-kurzfristig wird der Käufer wahrscheinlich garnichtmal einen Unterschied sehen... Aber mittel- bis langfristig??? Psychische /soziale Störungen, Koliken, Knochenprobleme, Infekthäufigkeit, mangelnde Leistungsfähigkeit- bzw. Bereitschaft, Muskel- und Rückenprobleme, gehäufte Atemwegsprobleme, Zahnprobleme, Fruchtbarkeitsprobleme, schwierigere Ausbildung /Lernprobleme... Wir kaufen jedenfalls auch nur Fohlen dazu bei denen wir den Eindruck haben, daß die bisherige Aufzucht ok war. Ich kann nur dazu raten schlecht versorgte /ungeimpfte/verwurmte/ schlecht gehaltene/unerzogene Jungtiere zu boykottieren und sich genau nach dem bisherigen Leben seines zukünftigen Kumpels zu erkundigen. Schaut euch die Hufe,Impfpässe, Ställe, Einzäunungen und Koppeln an! Wie sehen die anderen Pferde aus? Würde man sein eigenes Pferd dort lassen wollen? Darf man vielleicht mal den Haustierarzt anrufen und sich erkundigen? Und einen anständigen Preis zu bieten wenn man begeistert ist sollte selbstverständlich sein -keine Geiz ist geil Mentalität...Sonst unterstützt man "Billigaufzüchter" noch... Und wenn man ein selbstgezüchtetes Fohlen hat -wo man sich ewig lange vorher drauf gefreut hat und es etwas besonderes darstellt: hat das nicht den absolut bestmöglichen Platz verdient und die komplette Versorgung? Wer da spart bereut nachher bitter... Man kann mit kleinen Dingen und etwas Aufmerksamkeit viel in der Pferdehaltung verbessern und neue Ställe müssen nicht unbedingt teuer sein und können auch pferdegerecht geplant werden- finden wir.
__________________
www.gestuet-centauro.de Geändert von Cremellofan (10.08.2009 um 10:36 Uhr) |
|
|
|
|
|
#35 (permalink) |
|
Gesperrt
Registriert seit: 16.05.2009
Beiträge: 474
|
Bei uns hapert es leider an den Einzäunungen. Ich arbeite seit langer Zeit beharrlich an meinem Vermieter und habe schon Fortschritte erreicht, aber so ganz will es noch nicht klappen. Genauso wenig klappt es in unserer Gegend mit einem neuen Stall. Es beschämt mich immer etwas, wenn dann Interessenten kommen. Manchmal ist es echt zum Mäuse melken.
Diese Billigaufzüchter, die eigene Fohlen für einen Appel und nen Ei anbieten kenne ich zur Genüge. Was habe ich Anfragen wo Leute immer kommen "aber da krieg ich ein Pony und auch noch ne Stute für 200€"... Dann ist meine Antwort immer "dann geh doch da hin und kauf". Ich investiere in meine Pferde und die Fohlen, in deren Gesundheit, Erziehung und Ausbildung, und dafür habe ich wie jeder andere Züchter auch Anerkennung verdient. Die Mentalität, die Fohlen einfach bis zum Alter von 2 Jahren in ne Herde zu stellen und wild leben zu lassen, wie es manche Zuchten tun, widerstrebt mir total. Es dauert zwar etwas länger, bis ich den richtigen Besitzer gefunden habe, aber es sind dann wenigstens alle glücklich, der neue Besitzer und auch das Pferd. |
|
|
|
|
|
#36 (permalink) |
|
Gesperrt
Registriert seit: 11.08.2009
Beiträge: 83
|
Bei uns stehen die Ponys mit Nachwuchs ganzjährig draußen.
Nach 2-3 Tagen bekommen die Fohlen Ihre Halfter und dürfen bis zum Hofbrenntermin unbehelligt toben und spielen. Das setzt sich dann bis zum Alter von 2 1/2 Jahren so fort , mit den üblichen Training wie Halfterführen , Hufe geben usw... ![]() Die Fohlen sollen ohne Streß aufwachsen können und nicht zum Vorzeigeobjekt werden ! Mir ist da ein Fall bekannt von einer Profilierungssüchtigen , Psychisch Kranken Ponyhalterin, die Ihre vermehrten Fohlen fast aller 14-21 Tage auf irgendwelche Schauen , Viehmärkte und dergleiche zerrt um dann mit 1g,f oder h Preisen sich zu Profilieren... ![]() ![]() Wie Bitteschön soll da ein Fohlen vernünftig aufwachsen... |
|
|
|
|
|
#37 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
|
Hallo...wir haben noch ein Hengstfohlen jetzt dazu gekauft damit mein Hengstfohlen mit einem fast gleichaltrigen aufwachsen kann.Er ist etwas älter aber noch kein Jahr alt und hat sich in der Gruppe gut gemausert hat sich eine Ersatzmutter genommen unsere Anderlusier Mix Stute ist auch dunkel und sie beknuddelt ihn. Sie wachsen im Offenstall auf bleiben den Winter draußen. Werden Verwöhnt geknuddelt und sie sind Halterführig ,geben zum teil schon Hufe der zugekaufte noch nicht so gut wird aber Tag für Tag besser.
Lg Manuela
__________________
Wenn Du ein Tier streichelst, dann nimmst Du seinen Geist auf und teilst ihm den Deinen mit. Die Liebe erlaubt diesen geheimnissvollen Kontakt der Seelen!
|
|
|
|
|
|
#39 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.02.2009
Ort: Hannover
Beiträge: 266
|
Ich habe mir meinen Hengst gekauft, als er 1/2 Jahr alt war. Er ist in einer gemischten Stutenherde und hat sich da super entwickelt. Ich würde das nie anders machen wollen. Er ist super anhänglich und hat wenig Hengstmanieren, allerdings bin ich auch jeden Tag ob Winter, ob Sommer bei ihm. Mittlerweile ist er 1,5 Jahre alt. Jetzt ist er in einem Alter, wo er Fohlen zeugen könnte. Den restlichen Einstellern macht das zum Glück nix aus. Trotzdem hat er ab Herbst eine eigene Wiese mit Unterstand und Paddockbox. Da steht er dann mit mindestens einer Stute zusammen. Die Herde bleibt aber in der Nähe. Ich bin ganz dankbar, dass ich einen so verständnisvollen SB gefunden habe, der mir alle Wünsche erfüllt und meinem Hengst ein super Leben ermöglicht.
__________________
Vielleicht wurde den Pferden ein kürzeres Leben beschert, weil sie den Himmel eher verdienen |
|
|
|
|
|
#40 (permalink) | |
|
Gesperrt
Registriert seit: 11.08.2009
Beiträge: 83
|
Zitat:
Keine Angst vor Doofen Gerede über Vermehren , wenn dein Hengst deckt ?? Diese Saublöden Sprüche gibts ja genug ! Ich für meinen Teil respektiere deine Einstellung , teile Sie aber nicht ! Bei uns wird jedes Hengstfohlen mit 6-7 Monaten von der Mutter getrennt und wächst dann sein weiteres Leben in der Hengstherde auf , solange Ich es entscheiden kann... |
|
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Fütterung Jungpferde | dine3110 | Fütterung | 5 | 02.09.2009 13:19 |
| Jungpferde - wann anreiten? | miax358 | Training & Ausbildung | 35 | 13.04.2009 12:00 |