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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Mein erstes eigenes Pferd sollte der Fuchswallach Geronimo werden. Ein Riese, in den ich mich total verliebt hatte. Damals haben wir eine AKU machen lassen, zum Glück! Die AKU war katastrophal! Dennoch wollte ich das Pferd unbedingt und fing an zu verhandeln. Der Verkäufer war Händler und natürlich hatte er für jede Macke des Pferdes eine Ausrede. Da ich das Pferd nicht alleine finanzieren konnte konnte ich auch über den Kauf nicht alleine entscheiden.
Die Entscheidung lautete daher damals leider, "unter den Umständen nicht". Also wurden Verkaufsanzeigen studiert und eine Stute gefunden. Ich rief an, vereinbarte einen Termin und war glücklich. Der Tag kam und wir wollten los, aber mein damaliges Pflegepferd wartete am gleichen Tag auf den Schmied, der einfach nicht kommen wollte. Die Besitzerin war arbeiten, und es schien als wäre der Termin geplatzt. Dann endlich stand meine Freundin auf dem Hof und schickte mich los, Pferd kaufen Mira entpuppte sich als brav, aber nicht sonderlich gut geritten und ausgebildet. Mir war das egal, ich wollte jetzt unbedingt endlich ein Pferd, nachdem der Traum Geronimo geplatzt war. Also sagte ich zu, obwohl es nicht Liebe auf den ersten Blick war. Eine Woche später holten wir Mira ab. Sie war brav im Umgang, aber kannte vieles unter dem Sattel einfach noch nicht. Wir mußten uns anfangs ziemlich zusammenraufen, aber wurden schnell ein absolutes Dreamteam. Sie war knapp 9 Jahre bei mir und mußte 2007 nach einem Koppelunfall leider über die Regenbogenbrücke gehen. Mira hat mich vieles gelehrt. Heute würde ich mich allerdings nie wieder für ein Pferd entscheiden, nur weil ich es haben will. Die Chemie muß stimmen. |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 2.190
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ach je, das werd ich wohl nie vergessen
alles fing damals damit an, dass ich eine kleine erbschaft machte. und endlich mal etwas geld zur freien verfügung und nur für mich hatte für mich stand fest, ich will ein pony, kein grosspferd. und es sollte jung sein, am besten gerade eingeritten. rasse war mir erstmal egal, obwohl ich ein auge auf die highland-ponys geworfen hatte. stall war auch schon vorhanden, ein 3sterne lag-laufstall hielt mir einen platz frei. und die suche ging los zuerst besuchte ich den auch der cavallo bekannten züchter von highland- und mongolenponys auf der schwäbischen alb. die mongolischen wildfänge, frisch aus der mongolei eingeflogen, beeindruckten mich doch sehr. allerdings waren sie absolut menschenscheu, liessen sich nicht einfangen oder anfassen. was ein problem im laufstall gewesen wäre. der züchter hatte noch ein highlandfohlen, das mir sehr sehr gut gefiel. aber ein jährling in einer erwachsenenherde? und dann 300 euro stallmiete für einen stall mit allen trainingsmöglichkeiten, die ich dann ja doch nicht nutzen könnte? nein, das kleine stütchen fiel also auch durch. und dann fand ich in der pferdebörse MEINE anzeige. das war genau, was ich wollte. 5 jährige stute, gerade ein bisschen eingeritten, falbe, mixpony, stockmass ca. 140 cm. stand sogar in der nähe. den ersten besuch machte ich alleine. der besitzer war ein privatmann, der das pony eigentlich für seine tochter angeschafft hatte. angeblich hätte sunny (damals noch yellow gerufen) die tochter gleich beim ersten versuch übelst abgebuckelt und das mädchen wollte nicht wieder aufsteigen. (erscheint mir auch heute noch eher geschwindelt, sunny machte noch nie den versuch, zu buckeln) tja, wir gingen also in den ziemlich düsteren stall. alle pferde (fünf stück) befanden sich auf dem paddock. der besitzer klapperte mit dem futtereimer und verteilte kraftfutter im trog, um die bande in den stall zu locken. alle kamen angerast, rein in den stall, nase ins futter. nur eine nicht. sunny ist direkt auf mich zu, hat mir die nase ins gesicht gesteckt und wollte gestreichelt werden. noch heute, beim schreiben,könnt ich heulen, so schön war das. dann hab ich meine gedanken laut ausgesprochen, was bestimmt noch ein extra auf den kaufpreis ausgemacht hat der proberitt war eigentlich ganz grauenvoll. die frau des besitzers ging mit ihrem pferd mit und wir ritten in den schwarzwald. sunny war wirklich nur gerade so eingeritten, sie konnte nur geradeaus und das verdammt schnell. ich bin nie wieder sooo schnell geritten. dazu kam noch, dass sie einen alten armeesattel trug, dessen sitzfläche äusserst unangenehm weit oben gelagert war. man schwebte eher über dem pferd, als dass man tief einsitzen konnte. der ritt ging im wahrsten sinn des wortes über stock und stein. manchmal machte ich einfach die augen zu zurück am stall versuchte ich mich krampfhaft zu bremsen. ich erklärte, dass ich nochmal mit einer freundin wiederkommen wolle, um mir ganz sicher sein zu könnnen. vielleicht hätte ich nicht ganz aufgeregt den besitzer bitten sollen, sie in dieser zeit auf keinen fall weiter zu verkaufen ich bin also ne woche später mit meiner freundin wieder hin, und auch sie war hin und weg von der kleinen. also hab ich da schon per handschlag den kauf bestätigt. zwar haben wir eine aku machen lassen, aber vom ta des verkäufers, was man auch auf keinen fall tun sollte. aber ich wusste einfach, dieses pferd ist das passende. und ich hätte sie auch gekauft, wenn sie nicht reitbar gewesen wäre. sie hat eine deutliche fehlstellung der hinterhand, wenn sie läuft sieht es aus, als habe sie die hosen voll zwei wochen später kam sie dann auf den hof gefahren. stieg aus, wieherte ihrer schwester nochmal zu, und war sofort richtig angekommen. wir haben in den letzten jahren viel mitmachen müssen und vieles davon wäre mir erspart geblieben, hätte ich damals ein anderes pferd gekauft. aber niemals würde ich die kleine wieder hergeben, sie ist zu meinem festen halt im leben geworden. sie ist ehrlich, auf mich fixiert, ein echter menschenfreund und im umgang der absolute traum. und wer sie mal getrabt und galoppiert ist, will nicht wieder runter das ist mein erstes eigenes pferdchen und ich hoffe inständig, dass uns noch wahnsinnig viel zeit vergönnt sein möge. inzwischen habe ich drei pferde, aber die beziehung zu sunny wird immer etwas eigenes bleiben |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 12.10.2009
Beiträge: 1.570
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als ich meine Stute gekauft habe, war es Liebe auf den ersten Blick. Per Anzeige hatte ich eine Haflinger Stute gesucht, mit Araberanteil (vor nunmehr 20 Jahren war hier meist der alte schlag verbreitet.) geträumt habe ich von einer Nasir-Tochter. möglichst zwischen 3 und 4 Jahren und etwas lebhaft (spinnig) : tatsächlich bekam ich einige Anrufe aus der Gegend, als dann einer dabei war, der sagte, es sei eine Nasir-Tochter, war ich aus dem Häuschen. natürlich sind wir da als allererstes Hingefahren. Ich sah beim Ankommen am Stall das Pferd nur von hinten auf etwa 30 Meter und es hat Bing gemacht. warum kann ich echt nicht sagen. Mir war es ab diesem Zeitpunkt egal, ob das Pferd reitbar ist oder nicht, oder nur drei Beine hat. "Meine" Stute hatte dann auch prompt noch Pferdehusten - "kauf NIE never never ein Pferd mit Husten - das war so meine innerliche Einstellung". aber egal. Pferdchen ausprobiert, alles super. wir wollten am nächsten Tag wiederkommen mit pferdekundigen Bekannte. Es war unser erstes Pferd, und zumindest so vernünftig waren wir in der Theorie
die kamen dann mit, Pferd sei ok, Husten halt na ja. Ich hab dann noch eine andere Stute angeschaut, weil ich mir echt blöd vorkam, bei meinen genauesten Vorstellungen, wie mein Traumpferd zu sein hätte, dass es doch nicht schon das erste sein kann. das war mir echt unheimlich. Ich war auf eine monatelange Suche quer durch Deutschland eingestellt. Die zweite Stute fiel ratzfatz durch. der Besitzer brauchte sie nicht mal aus der Box zu holen. Mein Mann grinste sich einen, und meinte dann, es sei sinnlos weitere Pferde anzuschauen, da ich mich ja schon entschieden hätte. ich musste dann noch fast zwei Wochen warten, bis mein Pferd bei mir ankam. es waren zwei sehr sehr lange Wochen. Den Kauf habe ich noch nie bereut (die Vorbesitzerin kam mit diesem Pferd überhaupt nicht zurecht), diesem Pferd vertraue ich voll und ganz. die kann mit mir hüpfen oder bocken, das ist mir alles egall. Aber nur bei ihr....bei meinen anderen mag ich solche Spinnereien überhaupt nicht.
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.03.2010
Beiträge: 396
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Zum ersten eigenen Pferd kam ich, wie die Jungfrau zum Kind. Ich kannte ihn schon und fand den nie besonders toll oder schick. Irgendwann zog mein RB-Pferd um und er brauchte hängeringend einen Reiter. So fing es an. Er war gut ausgebildet. Was wünscht man sich als RB mehr?
Tja und plötzlich mußte die Besi ihn abgeben und fragte mich. Ich wollte aber nicht. Zu viel Verantwortung. Dann nahm ihn ersmtal die andere RB. Das ging ein halbes Jahr gut, bis sie ihn nicht mehr halten konnte. Und nun stand ich vor der Entscheidung, daß er vielleicht in fremde Hände kommt. Tja und dann hab ich halt kurz überlegt, in der Nachbarschaft nach einer Box gefragt und ja gesagt. Ich stand erstmal unter Schock, daß ich das wirklich getan habe und war mir plötzlich schrecklich unsicher, ob ich einen Fehler begangen hatte. Wollte ich das wirklich??? Dann rückte der Tag des Umzugs nahe und ich war auf einmal so aufgeregt und hatte plötzlich Angst, daß die nen Rückzieher macht und ich ihn nicht bekomme. Da wußte ich, ich will den unbedingt. Das war vor fünf Jahren und ich liebe ihn über alles. Er ist bis heute ein gesundes Reitpferd und wird bald 19 Jahre alt. |
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#10 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 20.12.2010
Beiträge: 2
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Das erste eigene Pferd, war für meinen Freund und mich ein absoluter Glücksgriff. Wir sind Späteinsteiger, haben 2005 mit dem Reiten begonnen und uns 2008 nach Grundkursen bezüglich Umgang des Pferdes entschlossen, den Schritt in Richtung eigenes Pferd zu wagen. Vorstellungen vom Pferd waren anfänger tauglich, geländetauglich, liebenswürdiger Charakter, kein Fuchs und jetzt kommts groß. Dabei rausgekommen war Sambesi, damals 12 Jahre alt, Stockmaß 1,76 m, Abstammung Silvio I, Oldenburger, Winterrappe und absolut anfängertauglich und alles das, was man sich als Pferdebesitzer wünscht.
Irgendwann kam dann der Gedanke auf, ein Pferd reicht nicht, ein 2. Pferd soll her und nach mehreren Anläufen kam dann Virginia, Kaltblutfriesenmix, 11 Jahre alt, Stockmaß 1,60 m zu uns. Durch Virginia haben mein Freund und besonders ich sehr viel gelernt. Sie war ein ausgebildetes Therapiepferd, liebte ihre Freiheit über alles (Box war nicht so ihr Ding). Leider hatten wir nur kurz einen gemeinsamen Weg zu viert. Wir haben die beiden letztes Jahr im April an einem Wochenende verloren. Liebe Grüße Melanie |
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