Ja, es gibt immer wieder solche und solche.
Ich frage mich, warum man einen Beruf ergreift, von dem man vorher schon weiß, dass es a) scheiß Arbeitszeiten und b) wenig Geld gibt.
Das ist ja nicht nur beim Pferdepfleger/-wirt so. Ich glaube , eine Friseurin kriegt auch nicht wirklich viel. Verkäuferin in einem Laden, der 24 Std. auf hat, möchte ich weiß Gott auch nicht sein...
Sich nicht trauen, was zu sagen, war schon immer so. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, jemals so frei gewesen zu sein, wie ich es jetzt bin, nachdem ich viele Jahre angestellt war.
Mit 20 hatte ich meine erste Ausbildung fertig und bekam schon vorm Examen zu hören, dass es ja nahezu unmöglich wäre, einen Job zu bekommen. Das war 1975 und man nannte es "Anstellung"

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Ich bekam eine , im öffentlichen Dienst. Fortan wurde mir erzählt wie froh ich sein könnte, im öffentl. Dienst zu sein. DAS hätte wohl lange nicht jeder.
Ich verdiente 900 DM im Monat (netto) und konnte mir entweder ein Auto oder eine Wohnung leisten. Beides zusammen war unmöglich . Von Pferd oder Hund will ich mal gar nicht reden. Also auf den Prinzen warten, der mich heiratet, damit ich versorgt bin? Meine Mutter fand, dass ja. Ich rebellierte.
Über 4 Jahre hab ich mich in dem blöden M..-Pl....-Institut gequält bis ich endlich den Mut hatte, was anderes zu machen.
Pharmazie, Aussendienst. Freiheit ohne Ende, Geld reichlich. Zunächst mal.
Das hab ich 15 Jahre durchgehalten, dann ging ich am Stock. Das Geld stimmte immer, die Arbeitszeiten machte man sich selber, aber der Druck und die fehlende Moral von Seiten der Firmen konnte ich nicht aushalten.
Hatte ich eine Wahl? Lange Zeit nicht, denn ich hatte finanzielle Verpflichtungen und hab die Familie ernährt. Also hielt ich durch bis mein Mann seine Ausbildung beendet hatte und wählte dann. Den Ausstieg .
Heute hab ich meinen kleinen 400 Euro Job. Ich möchte nicht mehr angestellt sein, weil ich jederzeit die Freiheit haben möchte, zu gehen. Zwischendurch hab ich Jobs auf Honorarbasis gemacht, fand ich auch gut. Unverbindliche Sache.
Gut, ich muss mich nicht selber durchbringen, das Hauptgeld verdient mein Mann, zusammen verdienen wir mit unserem Nebenerwerb und mein Job ist für mich.
Das meiste war jetzt OT, aber ich denke, dass man immer eine Möglichkeit hat, seine Lage zu verbessern. Man muss allerdings den Hintern hoch kriegen und selber was machen. Rumjaulen muss man mal dürfen, aber dann los!