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Alt 23.09.2009, 09:23   #1 (permalink)
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Standard Eotrh

Hallo zusammen,
Ich habe einen mittlerweile 14-jährigen Islandwallach, dem bereits mit 12 (also keineswegs im hohen Alter) die ersten Zähne wegen o.g. Diagnose gezogen wurden. Hinweise auf diese Krankheit wurden bereits früher festgestellt, wie rote Punkte im Zahnfleisch, Zahnstein (außerdem war er beim Reiten extrem empfindlich im Maul). Dies wurde durch regelmäßiges Kürzen der Schneidezähne behandelt, mit 12 Jahren bildeten sich Fistelkanäle und Dentistin und Tierarzt waren der Meinung, dass Zähne gezogen werden müssten, was mich ziemlich geschockt hatte. Dies waren zunächst die mittleren Zähne im Oberkiefer und das Pferd war fast zweieinhalb Jahre Beschwerdefrei (regelmäßig wurden die Schneidezähne aus der Reibung genommen). Er konnte sogar wieder ganze Äpfel zerbeißen. Jetzt haben sich leider wieder Fistelgänge im Unterkiefer gebildet und wahrscheinlich werden nun im Unterkiefer Zähne gezogen werden müssen.
Der Wallach wird, seitdem die Diagnose gestellt wurde, nur noch gebisslos geritten.
Da die Krankheit ziemlich selten ist, möchte ich auf diesem Weg versuchen Erfahrungen anderer betroffener Pferdebesitzer einzuholen.
Drottning ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2009, 17:38   #2 (permalink)
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Registriert seit: 23.09.2009
Beiträge: 8
Standard Eotrh

Meinem Wallach wurden mittlerweile alle Schneidezähne im Oberkiefer und die beiden äußeren Schneidezähne im Unterkiefer gezogen, da die letzte Röntgendiágnose niederschmetternd war. Mittlerweile waren alle Zähne deutlich von der Krankheit angegriffen, so dass alle Schneidezähne entfernt werden müssen.
Um den Kieferknochen zu schonen und nicht zu instabil werden zu lassen wurden die mittleren vier Zähne im Unterkiefer zunächst stehen gelassen, müssen aber in absehbarer Zeit auch gezogen werden. Zur Zeit erholt sich mein Wallach von der Operation, die vor anderthalb Wochen stattgefunden hat. Er geht schon wieder mit auf die Weide und so rund, wie er immer davon zurück kommt, scheint er auch keine Probleme mit dem Fressen zu haben.

Weiterhin würde ich gerne Kontakt zu anderen betroffenen Pferdebesitzern aufnehmen. Vielleicht wird es ja doch noch was.

Am 12.03.2010 wurden Skor die verbliebenen 4 Zähne im Unterkiefer gezogen. Es geht ihm gut, er hat alles prima überstanden. Obwohl ich auch dieses Mal wieder Bedenken hatte, ob die Entscheidung zur OP wirklich richtig war (schließlich schien es dem Pferd nicht schlecht zu gehen und wenn die Zähne erst mal raus sind, gibt es kein zurück mehr. Das Zahnfleisch sah nicht so schlecht aus, wie letzten Herbst, es waren zwar Fistelkanäle vorhanden aber es sah halt nicht so schlimm entzündet aus.), muss ich im Nachhinein sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war. Wer die Zähne sieht, die jetzt gezogen wurden, kann sich vorstellen, dass das Pferd auf jeden Fall Schmerzen hatte. Wieder waren die Zahnwurzeln stark aufgetrieben - auf ca. doppelte Dicke- und teilweise auch schon stark zersetzt. Das kann man von außen nicht sehen! Ich bin jedenfalls froh, dass jetzt alle Schneidezähne raus sind und somit keinen Ärger mehr machen können.
Ich kann nur jedem, der die gleiche Diagnose für sein Pferd erhält, raten, sich mal gezogene, von der Krankheit befallene Zähne zeigen zu lassen. Erst dann bekommt man eine Vorstellung davon, was sich im Pferdemaul tut. Besonders im Anfangsstadium sieht von außen alles noch nicht so schlimm aus, was nichts daran ändert, dass es im Kiefer schon richtig "gärt".

Geändert von Drottning (18.03.2010 um 11:50 Uhr)
Drottning ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2009, 12:42   #3 (permalink)
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Registriert seit: 11.10.2009
Beiträge: 3
Standard auch EOTRH

Hallo Drottning,
wir haben auch diese Diagnose. Seit 4 Wochen fehlen 7 Schneidezähne. Mein Isi ist 19. Seit der OP geht es ihm deutlich besser als vorher. Die Eiterherde an den Zähnen haben ihn seit Jahren belastet. Ich hätte früher ziehen lassen sollen, aber mein Tierarzt riet immer dazu, möglichst wenig einzugreifen (außer kürzen um Druck zu nehmen.)
Als Pferdi heftig aus dem Maul stank, wollte ich irgendwie handeln und bin in ein Pferdezahnzentrum bei Frankfurt gefahren. Die behandeln nach eigener Aussage täglich diese Diagnose. Wo ist Drottning in Behandlung/ wo kommt ihr her?
Schreib mir gerne auch eine Mail an trippelflitzer@aol.com
Ich habe mich eben erst wegen deinem Beitrag angemeldet und kenn mich hier nicht aus.
trippelflitzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2009, 13:36   #4 (permalink)
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Benutzerbild von fenja1984
 
Registriert seit: 18.11.2008
Ort: denzlingen (freiburg im breisgau)
Beiträge: 992
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tritt diese krankheit denn bei isländern öfters auf? da jetzt bei euch beiden isis betroffen sind.

liebe grüße
fenja1984 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2009, 15:54   #5 (permalink)
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Ja, häufig Isis, aber auch andere Rassen können betroffen sein. In der (ich glaube) vorletzten Cavallo war ein Artikel darüber. Das dort abgebildete Pferd war aber nur einen Bruchteil so stark betroffen wie meines.
trippelflitzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2009, 10:00   #6 (permalink)
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Beiträge: 8
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Auch meine Dentistin erzählte, dass sehr häufig Isis betroffen sind. Seltener andere Rassen. Interessant wäre daher eben auch mal zu erfahren, ob die Pferde irgendwie verwandt sind.
Drottning ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2009, 10:15   #7 (permalink)
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Mein Isi stammt von Mergur vom Wendalinushof ab. Viele Isis sind betroffen, eine Verwandschaft wäre schon riesiger Zufall.
Macht ihr eine Immun-Therapie um den Knochenabbau zu stoppen? Das hat mir die Klinik für unsere Zukunft empfohlen. Genaueres dazu kann ich aber erst nach einem Kontrolltermin am 2.11. sagen
trippelflitzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2009, 10:55   #8 (permalink)
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Meiner stammt von Einar von Rötgen (VV Hervar fra Saudarkroki), mütterlicherseits über MV Kolfaxi fra Hafsteinsstadir und Gilfi vom Ponsheimer Hof. Skor bekommt z. Zt. eine homöopathische Behandlung mit hepar sulfuris und hekla lava. Die letztgenannte Komponente soll den Knochenaufbau positiv beeinflussen.
Wenn alles gut abgeheilt ist, werden erstmal die verbliebenen vier Zähne im Unterkiefer noch gezogen. Wie es danach weiter geht, weiß ich noch nicht. Allerdings wurde nach der ersten OP vor 2 Jahren keine medikamentöse Behandlung durchgeführt, außer direkt nach der OP Schmerzmittel und Antibiotika.
Ich habe letztens eine Reiterin kennen gelernt, deren Pferd auch unter dieser Krankheit leidet. Der Stute (Isländer) wurden vor ca. 2 Jahren mit ich glaube 18 Jahren alle Schneidezähne auf einmal gezogen, da es nicht mehr anders ging. Dem Pferd geht es gut. Es frisst alles und wird gebisslos geritten. Leider hängt jetzt häufig die Zunge raus, was natürlich nicht so schön aussieht, aber hauptsache das Tier ist schmerzfrei. In der Beziehung mache ich mir allerdings so meine Gedanken. Da meine Tochter und ich auch gerne mal auf einem Turnier starten, frage ich mich, wie so etwas womöglich bei Publikum und Richtern ankommt. Wir werden das auf uns zukommen lassen. Außerdem erzählte mir die Frau, dass ihre Stute unter Phantomschmerzen leide. Wie sich das immer äußert, weiß ich aber nicht.
Mein Wallach macht jetzt erstmal wieder einen guten Eindruck.
Drottning ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2009, 08:34   #9 (permalink)
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Ich habe die Abstammung der Pferde mal verglichen und festgestellt, dass Sie über Hrappur fra Vestri-Gardsauka (meiner stammt über die Mutterlinie von Gilfi vom Ponsheimer Hof und Gunnar vom Grenzland ab, die beide Hrappur als Vater haben) verwandt sind. Die Verwandtschaft geht zwar ein paar Generationen zurück, aber vielleicht gibt es doch Blutlinien, in denen diese Krankheit verstärkt auftritt?
Ich darf jetzt übrigens knapp 4 Wochen nach der OP wieder reiten. Den guten Heilungsverlauf führt die Dentistin auf das Hekla Lava zurück, mit dessen Gabe sie sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Ich glaube, dass ich nach der ersten OP vor 2 1/2 Jahren, bei der nur 2 Zähne gezogen wurden, 6 Wochen nict reiten durfte.
Drottning ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2009, 20:09   #10 (permalink)
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Beiträge: 2
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Hi!

Mein ca. 17jähriger Norwegerwallach hatte heute auch einen intensiven Zahnarzttermin. Ergebnis - EOTRH, 2 Backenzähne weniger und den dringenden Rat zum Folgetermin in der Klinik um alle (!) Schneidezähne ziehen zu lassen.
Leider hatte ich sowas in der Art schon erwartet, da er sich seit einem Spielunfall mit einem Weidenkumpel 2 Schneidezähne abgebrochen hatte. Innerhalb des letzten halben Jahres hat sich der Zustand der Zähne derart verschlechtert und er hat Mundgeruch entwickelt. Aber mein Dickerchen ist irgendwie echt hart im Nehmen... Um ungefähr 15:45 war er heute fertig mit der Behandlung und konnte sich aklimatisieren und um 18 Uhr stand er schon wieder mit einem großen Maul voll Heu in seiner Box und war zufrieden am mampfen
Ich bin jetzt wirklich ein wenig geschockt, dass es tatsächlich derart schlecht um seine Zähne steht und hoffe, dass ich das Geld für die Behandlung schnellstmöglich zusammengekratzt bekomme...
War das für Eure Pferde eigentlich eine große Umstellung auf gebisslose Zäumung? Ich hab da ehrlich gesagt bedenken, ob mein sturer-dickköpfiger Ponymann sich "gefahrlos" damit durchs Gelände lenken lässt...
Soweit sogut erstmal,
einen schönen Abend wünscht die

Mellusch
mellusch ist offline   Mit Zitat antworten
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