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Alt 01.07.2016, 10:14   #1 (permalink)
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Registriert seit: 30.10.2008
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Standard Wurmkur

Immer wieder nervt es mich, meinen Pferden Chemie zu verpassen, die vielleicht gar nicht nötig wäre... die Wurmkur.
Ich geb das seit Jahren ziemlich kritiklos, verlaß mich drauf, was der Doc sagt und welche Sorte wir nehmen. Und jedes Mal denke ich, " hey, schnelle Mark gemacht, Doktor" .

Jetzt überlege ich, Kotproben untersuchen zu lassen. Aber wo?
Mein Hauslabor, für das ich arbeite, bietet das nicht an, das Landeslabor Schleswig-Holstein auch nicht.
Frau Google sagt mir, frag doch mal in Leipzig an der Uni. Und siehe da, da machen die sowas.
Ich muss von jedem Pferd an 3 Tagen 50 g Kot nehmen und wegschicken. Kostet 8 Euro pro Pferd. Ist ja preislich auszuhalten...
Mein Doc sagt natürlich :"Ja und wenn du dann doch entwurmen musst, dann wird die Wurmkur entsprechend teurer". Stimmt, ist aber ein blödes Argument, finde ich, denn wenn sie nix haben, gibt`s auch nix. Geht ja auch nun nicht immer nur um`s Geld, sondern mir geht es um die Belastung der Pferde durch Arzneimittel.

Unser Hannoveraner hat`s mit der Leber. Seine Blutwerte sind zwar soweit okay, aber er schwächelt lebermäßig und wir müssen sehr vorsichtig sein. Da er auch noch Influenza und Herpes geimpft wird, erst recht. Herpes haben wir uns im Frühjahr verkniffen, weil es nur Impfstoff aus Tschechien gab, der vom LL schnell durchgewinkt wurde.

Langer Rede kurzer Sinn : was macht ihr, hat jemand Erfahrung mit der Kot -Untersuchung?? Wenn ja, wo lasst Ihr das machen? Leipzig hörte sich übrigens vernünftig an.
clynghoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2016, 11:15   #2 (permalink)
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Für den Hannoveraner wäre dann mal eine regelmäßige Leberkur nicht schlecht. Ich habe grade wieder ein Mariendiestel-Präparat bestellt dafür, mach ich einmal im Jahr mit allen Pferden. Nösenberger hat ein sehr gutes rein pflanzliches Mittel im Angebot, besteht aus Mariendistel und Artischocken, einfach mal googeln. Bei Masterhorse gibt es auch ein gutes Mariendistelsamen-Mittel, das sind Pellets und das ist relativ preiswert. So, jetzt hab ich auch mal Werbung gemacht, aber wenigstens zur Sache, ätsch!

Kotproben haben wir noch nicht verschickt. Seitdem man mir in der Uniklinik Leipzig die bunten Fotos der Gastroskopie von Escape gezeigt hat mit den Dassellarven drauf, und mir dabei erklärt hat, da können Sie Kotproben nehmen wie Sie wollen, die Dinger und verschiedene andere Wurmstadien wird man nie im Kot feststellen, sie sind aber trotzdem da - seitdem denke ich nicht mal mehr drüber nach. Sondern es gibt weiterhin in regelmäßigen Abständen Wurmkuren bei mir, echte, aber wenigstens wirksame Chemie. Egal ob eine allergisch ist oder die andere zu Koliken neigt. Jedes Pferd hat Würmer und der Schaden, der durch die blöden Viecher entsteht, ist viel größer, als eine eventuelle Nebenwirkung einer Wurmkur.
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2016, 11:39   #3 (permalink)
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Ach, guck mal an. Das mit den Dasselfliegen-Larven stimmt wohl, die kann man natürlich nicht sehen....Dagegen hab ich immer nach dem ersten Frost was gegeben (also Wurmkur), weil sie dann draußen erstmal nicht mehr sind.

Unser Hannoveraner bekommt seit ein paar Monaten Kräuter für die Leber und Schüssler-Salze. Er ist im Moment richtig speckig für seine Verhältnisse. Ich will deinen Vorschlag aber gerne mal googeln.. Bevor er uns wieder zum Hungerhaken wird....

Ich denke, ich lass den Kot meiner Pferde mal untersuchen (wohl wahrscheinlich in Leipzig, das scheint mir seriös zu sein an der Uni..). Dann hab ich eine Vorstellung, wie verwurmt sie sind . Ist auch eine große Portion Neugier bei mir dabei....
Dann könnte ich im Winter gezielt die Magendasseln bekämpfen.. Ich denk nochmal bisschen drüber nach, vielleicht gibt`s hier ja noch paar mehr Erfahrungen .
clynghoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2016, 13:58   #4 (permalink)
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Hallo Clynghoj,

Entwurmung ist eins meiner Lieblingsthemen.
Ich mache seit Anfang des Jahres mit meine Pferden bei der zeitgemäßen selektiven Entwurmung mit.
Google mal danach, oder auch nach Dr. Alexander Menzel, der hat seine Doktorarbeit darüber geschrieben. (Ich könnte hier jetzt einen Link einstellen, weiß aber nicht ob das gewünscht ist)

Wenn du Kotproben untersuchen lässt, solltest du darauf achten das dies nach dem Mc Master- Verfahren passiert, dann hast du eine Zahlenwert über die Verwurmung deiner Pferde, alle anderen Verfahren basieren auf einer subjektiven Einschätzung des Laboranten.

Über das Mc Master - Verfahren deckst du große und kleine Strongolyden ab und Spulwürmer.

Es ist richtig das Magendasseln nicht über eine Kotprobe nachweisbar sind, hier gilt, bei Sichtung von Eiablagen muss entwurmt werden, wir haben hier keine Magendasseln, deswegen entwurme ich dagegen auch nicht mehr.

Auch Bandwurm ist nicht so einfach zu finden, je mehr Pferde du beprobst um so wahrscheinlicher ist es das ein Ei gefunden wird. Da zur Verbreitung des Bandwurms die Moosmilbe vorhanden sein muss gilt hier, bei Nachweis des Bandwurms bei einem Pferd muss der ganze Bestand einmal jährlich gegen Bandwurm entwurmt werden.

LG
Welshponyfan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2016, 19:53   #5 (permalink)
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Wir machen das mit den Kotproben schon seit Jahren ( in Leipzig) und entwurmen dann selektiv. Meine Dicke hat schon 2x keine Wurmkur benötigt, außer die gegen die Dasseln. Die bekommen alle.
Wir kommen damit sehr gut zurecht und haben sehr wenig Wurmbefall im Bestand.
Im Prinzip wird das selektive Entwurmen ja favorisiert, weil sich herausgestellt hat, dass das ständige, undifferenzierte Entwurmen zu Resistenzen bei den Würmern geführt hat, so dass Wurmkuren nicht mehr anschlagen, Desweiteren wirken Wurmkuren nicht pauschal gegen alle Wurmarten.

Viele bei uns geben auch irgendwelche" Wurmkräuter" und haben damit sehr gute Ergebnisse. Ich mach das nicht, da ich bei leichteren Erkrankungen gerne mal zur Homöopathie greife und dem stehen Kräuter dann oft entgegen.
Sari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2016, 20:24   #6 (permalink)
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Was mir halt auch zu denken gibt, meine Stute hatte die Magendasseln Ende November bei der Gastroskopie. Da war die letzte WK gerade mal 8 Wochen her! Die Viecher waren zwar nicht sehr zahlreich, aber scheinen sich trotzdem wohlgefühlt zu haben im Magen meines Pferdes...
Aber mach doch mal, Clynghoj. Ich bin gespannt auf Deinen Bericht.
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2016, 22:25   #7 (permalink)
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Ich hab Kotproben immer bei meinem TA abgegeben. Meine TÄ hat schon immer darauf hingewiesen, nicht einfach was ins Pferd zu hauen, bevor keine Kotprobe genommen wurde.
Dasselfliegen haben wir hier keine, also verlass ich mich auf die Aussage bzw das Ergebnis der Probe bei meinen TÄ.
Muss ich mir jetzt Gedanken machen, dass das nicht aussagekräftig genug ist?

@clynghoj@ zur Lebergeschichte Deines WB schau Dich mal in dem Link um, den ich Dir geschickt habe.

@Sari@ Kräuter und Homöopathie beißen sich?
__________________
Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "

Pintopower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2016, 23:33   #8 (permalink)
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Jedes homöopathische Mittel hat mindestens ein Antidot, das die Wirksamkeit aufheben kann. Homöopathische Mittel sind zum großen Teil potenzierte Kräuterauszüge. Hast du dann ein Kraut in der Mischung, das zum Antidot gehört, kann es die Wirkung des entsprechenden Homöopathika aufheben.
Das können übrigens auch ätherische Öle, weil es auch Pflanzenauszüge sind.
Sari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2016, 08:37   #9 (permalink)
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Mit ätherischen Ölen arbeite ich nicht, aber generell mit Kräutern und zeitweise mit Homöopathie (meist in Form von Arnika, Ginko biloba oder Nux Vomika).
Da muss ich dann also drauf achten!
__________________
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Pintopower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2016, 17:31   #10 (permalink)
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Ja das solltest du besser.
Sari ist offline   Mit Zitat antworten
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