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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 26.02.2010
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HIT-AKTIV-KONZEPT soll Offenställe salonfähig machen???
Viel Bewegung sollte jedes Pferd haben das ist korrekt. Aber reicht es nicht, dass wir Menschen in einer computergesteuerten, von Funkwellen durchströmten, vollautomatisierten Welt leben? Müssen unsere Pferde jetzt auch noch ferngesteuert funktionieren? Diese Einzelfresständer sehen für mich gefährlich aus. Liegeraum mit Matten, kaum Einstreu, das dient noch nicht einmal der Hygiene, sondern einfach nur der Faulheit des Stallbetreibers. Heudosierer??? Das hört sich noch grauslicher an, als Futterportionierung. Heu darf immer und ausreichend zur Verfügung stehen. Also, wenn der Konstrukteur hier für etwas gelobt werden möchte, dann von mir aus lediglich für die frostsichere Tränke. Bin gespannt, wie weit die Meinungen auseinandergehen.
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Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2010
Beiträge: 268
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Ich finde das Konzept schon ganz gut. Die Einzel-KF-Stände habe ich mir auf der Messe zeigen lassen und finde sie richtig gut. Die Pferde können schnell damit umgehen. Besonders gut: Das Futter landet in einer Edelstahlrinne am Boden. Gute Futterposition. Es ist auch platzsparend bei vielen Pferden.
Die Heufutterbeschränkung - na manche brauchen es. Auch Weidewege gibt es, die für dünne und dicke Pferde getrennt werden können per Funk, auch nicht schlecht. Liegehallen mit Gummi - warum nicht. Soweit ich es gehört habe, achtet man zu Anfang darauf, dass die Pferde dort nicht hinpinkeln. Ein anderer Stall hat ein Strohbett zum Pinkeln, das sogar einen Abfluss darunter hat, der entsprechend entsorgt wird. Nehmen die Pferde gern an. Es ist eine Möglichkeit, (Turnier)Pferden ein angenehmeres Leben zu gestalten als in der Box und das noch zu einem bezahlbaren Preis. Es kommt aber immer auf die Betreibermannschaft an. Die wirklich gut organisierten und engagierten sind noch dünn gesät. Zumindest das Konzept mit mehren auseinander gezogenen Fressstellen ist gut, weil sich die Herde ggf. etwas "verläuft". Ich frage mich aber auch immer, was ist mal bei Stromausfall - im Winter? Dann kann man die Anlage nicht mehr mit 2 Pers. betreiben, wenn da 30 Pferde stehen. |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 2.190
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das ist doch einfach das konzept der arbeitsgemeinschaft laufstall nochmal neu aufgelegt und verschärft. ich finde computergesteuerte fütterung nur dann sinnvoll, wenn es sichum eine grosse herde handelt. schlafmatratzen sind meines erachtens übertrieben. ansonsten, naja, was wirklich neues isses halt nich, ne?
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 12.10.2009
Beiträge: 1.573
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finde ich auch.Wie funktioniert denn das mit der koppelsteuerung? Ich habe das Bild doch etwas staunend betrachtet - wäre mir nicht sicher, ob sich meine kleine Stute von dieser mickrigen Stange abhalten ließe........ Außer da ist mordsmässig Strom drauf, aber die Stange sah nun auch nicht sehr lang aus. Ansonsten ist das für mich echt das LAG--System, halt mit den Computern aufgepeppt. Großen Nachteil finde ich auch, dass je mehr automatische Steuerungen da reinkommen, desto weniger Kontakt zu den Pferden ist da. Deshalb finde ich einerseits zwar koppelzugang direkt vom Stall aus gut, und arbeitssparend, anderseits ist es immer Zeit, die man mit den Pferden verbringt, wenn man führen, bzw holen muss. Ist gleichzeitig die Kontrolle, ob alles in Ordnung ist. Dies gilt jetzt für alle Ställe, die direkten koppelzugang haben. Gut finde ich automatische Kraftfutterautomaten bei größeren Gruppen, da bekommt jeder was er braucht, und als SB muss man nicht so aufpassen, wenn unterschiedliche Mengen gefüttert werden,( bis die alle fertig gefressen haben)
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2010
Beiträge: 268
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Die Koppelsteuerun funzt genauso wie die Heu/KF -Fütterung per Chip im Halsband. Für den einen öffnet sich das fette Weidetor, für den anderen nur das magere.
Auf diesen Stäbchen ist Strom!! Die Pferde wissen recht schnell,ab wann sie wieder KF kriegen und stehen dann pünktlich an. Eine Betreiberin sagte mir, sie bräuchte keine Uhr mehr im Haus, sie muss nur gucken, wer gerade frisst! Aber ein anderes Pferd dieser Herde bekommt kaum KF und macht sich daher auch nur selten die Mühe, den Stand aufzusuchen. Ich denke, ein verantwortungsvoller Betreiber muss täglich ca. 0,5 h je nach Herdengröße einplanen, in der die Pferde "angeguckt" werden. Aber wie o. beschrieben kann man ja auch den Blick auf den Hauptplatz haben und schon viel beim Frühstück oder aus dem Büro beobachten. Das gilt aber sicher nur für neu erbaute Anlagen. Bei alten wird es nicht immer möglich sein. Reglementierte Heufütterung finde ich aber auch befremdlich. Da schreibt doch dann schon wieder jemand dem Pferd die Fress- und Döspausen vor! Aus einem LAG Stall lässt sich auch sehr schön ein Bewegungsstall machen und pferdefreundlich gestalten, sehe ich auch so. (Bin selber stromlos, daher machtlos gegen Hit-Aktiv - hier sollte das grüne Smily hin und wollte aber nach oben) |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 2.190
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die LAG-ställe, die ich kenne, sind alle als bewegungsstall konzipiert. sunny stand zwei jahre in einem 5*-LAG-stall, das war schon ziemlich gut. an der computergesteuerten fütterung würde mich das halsband am meisten stören. ich bin, gerade in herden mit wallachen, kein freund von irgendwelchen riemen am kopf. schon garnicht am hals.
ich hab jetzt nur ein bild von nem fressständer gesehen, aber wenn die seiten nur aus stangen bestehen, finde ich das zuwenig. wir hatten damals feste wände an den seiten, nach vorne begrenzten zwei stangen. das war ganz praktisch, es konnte nicht vor futterneid zur seite geschlagen werden, aber die pferde hatten zueinander sichtkontakt. aber mal davon ganz ab kann man eine verstärkte diskussion in sachen offenstall und möglichkeiten auch und gerade für turnierpferde nur begrüssen. |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 26.02.2010
Beiträge: 2.826
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Zum Freßständer: Also ich weiß, dass da kein Pferd ungestört fressen würde, wenn mein 3-jähriger Rabauke dabei in der Herde stünde.
Der würde das wahrscheinlich sogar als Wallach noch zum Deckstand umfunktionieren. Ich frage mich nur, bei der ganzen Technik, ob das noch Pferdehaltung oder nur ein Computerspiel ist.
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#8 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2010
Beiträge: 268
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Ich glaube, dein 3jähriger würde gar nicht rankommen, und nach einiger Zeit würde es ihm sicher auch zu anstrengend sein, statt Fressen und woanders gucken , ob es nicht noch was Leckereres gäbe. Er würde viel verpassen.
Die Wege zu dem Futterstand sind ja auch lang gelegt. Jedes Pferd könnte mühelos über die Baumstämme hopsen, aber sie gehen ja viel lieber den langen Weg in Ruhe. Computerspiel? Wenn ich da an beheizte Tränken denke, die den Wasserspiegel auffüllen, also diese Säulen - herrlich! Auch eine Webcam, nicht schlecht, wenn man weit weg ist oder zur Abfohlüberwachung. Am liebsten reite ich übrigens ohne Handy, ohne Garmin etc. obwohl das alles, genauso wie die Pulsuhr Spaß machen ab und zu. |
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#9 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 1.537
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Bei uns in der Nähe ist ein HIT-Aktiv-Stall. Erst war das ein ganz konventioneller Pensionsbetrieb und dann wurde ein (teilweise) Aktiv-Stall daraus.
Die Besitzer haben sogar eine Auszeichnung bekommen. Ich hab den Stall so wie er jetzt ist noch nicht gesehen, aber ich glaube, daß diese Haltung eine gute Alternative ist. Eine Umstellung auf ganz normale Offenstall-Haltung wäre bestimmt vielen Pferdebesitzern, die Boxenhaltung haben, nicht geheuer. So ist es etwas anders, natürlich sehr technisiert, aber das wollen viele Leute gerne. Ist doch "in". Den Pferden ist es glaub ich egal, wer das Futter rausgibt. Ob per Klappe , die der Blechtrottel auf und zu macht oder per Schaufel, die der Mensch in die Krippe schüttet. Der mir bekannte Stall hat nur einen Teil zum HIT-Aktiv gemacht, der Rest ist weiter Boxenhaltung. So können auch die Skeptiker sich die Sache in Ruhe anschauen. Preislich macht es wohl keinen Unterschied, wie ich gehört habe. Wenn man viel arbeitet und kein schlechtes Gewissen haben will, weil das Pferd zu oft drinnen ist, ist das doch eigentlich eine gute Sache. Für mich persönlich kommen alle solche Sachen , ob nun HIT oder Les-Dannes nicht in Frage, aber warum soll es nicht Leute geben, die das für ihr Pferd schön finden. Auf den Bildern in der neuen Cavallo sieht diese Anlage super top gepflegt aus. Ist ganz neu, wenn ich richtig gelesen hab. In ein paar Jahren wird es auch hier so "gebraucht" aussehen wie überall. Aber das ist den Pferden egal. |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 11.03.2009
Ort: Meck-Pomm
Beiträge: 186
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Zitat:
Dass man arbeitswirtschaftlich rationell arbeiten muss, ergibt sich doch schon allein daraus, dass die Einsteller so wenig wie möglich bezahlen wollen. Auf Stallbetreibern wird auch immer mal gerne rumgehackt - ich kenne niemanden, der sich damit die sprichwörtliche "Goldene Nase" verdient hat. Viele arbeiten - bei ehrlicher Vollkostenrechnung - für einen lächerlichen Stundenlohn...
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"Das schönste aller Geheimnisse ist es, ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen!" (Mark Twain) |
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