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Alt 11.09.2010, 10:03   #1 (permalink)
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Ihr Bericht über das Kreuzkraut ist nicht nur schlecht recherchiert, sondern sogar gefährlich in Bezug auf die Aussage zur Silage! Was ist damit gemeint? Grassilage? (kein Pferdefutter!) Heusilage? Da kann es gleich brandgefährlich werden. Die Versuche hinken, schon deshalb, weil Produktonsfehler nie ausgeschlossen werden können. Ein Bauer, welcher Kreuzkrauthaltige Silage, oder besser Heulage, verkauft gehört in den Knast!
Hier der Kommentar von Leuten, welche es besser wissen u. dern Tun ich von Anbeginn mit verfolge! Ich selbst mache mich schon seit Jahren in meiner Umgebung Schlau u. stark, gene den leichtsinnigen Umgang mit dem Kreuzkraut. Es ist unglaublich mit wieviel Arroganz, Ignoranz, Unwissenheit u. Dummheit, in der Pferdewelt mit diesem Problem umgegangen wird. Der RV in der Nachbarschaft züchtet regelrecht KK auf seinen Weiden!
Kommentar des Vorsitzenden: " Die Pferde werden schon wissen, was sie Fressen oder nicht!" Mehr Dummheit geht nicht!
Ich empfehle mal die Lektüre jakobskreuzkraut.de!

Zitat:

Die Darstellung aktueller Presseberichte, dass toxische Alkaloide von JKK während des Silierungsprozesses verschwinden und die Silage somit nicht giftig ist, ist nicht richtig. Laut ersten Ergebnissen noch nicht abgeschlossener Untersuchungen der LWK NRW, der Biologischen Station Kranenburg und der Uni Bonn verschwinden maximal bis zu 80% der PA und das nur in einwandfrei silierter Ware. In Schweizer Untersuchungen wurde die Reduktion der Giftstoffe durch die Silierung auch nur bei hohen Kreuzkrautanteilen bestätigt, bei geringen Anteilen nicht. Die Verfütterung kreuzkrauthaltiger Silagen ist nach wie vor keinesfalls ratsam und kann durchaus zu schweren chronischen Erkrankungen führen.


Rolf

Geändert von wabbl (11.09.2010 um 10:11 Uhr)
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Alt 12.09.2010, 07:58   #2 (permalink)
Metallica
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Hallo Wabbl, sprichst mir aus der Seele!! Bin seit heute neu im Forum und habe gleich ein Thema gefunden welches mich persönlich anspricht. Ich kenne auch die Ignoranz vieler Landwirte und Stallbetreiber gegenüber dem Jakobskreuzkraut leider sehr gut.

Meine Stute stand in einem Einstellerstall und der Betreiber hat in der Sommerzeit immer einen frischen Grasschnitt für die Pferde in den umliegenden Wiesen gemacht. Aber leider auch am Wiesenrand. Da ich einen Hund habe und daher viel spazieren gehe halte ich automatisch als Pferdebesitzerin die Augen auf um die Stellen zu entdecken wo das KK wächst. Einfach darum um sicherzugehen wo meine Stute nicht naschen darf, sie ist ziemlich verfressen.
Als ich den Betreiber darauf aufmerksam gemacht habe musste ich mir auch das unqualifizierte Gerede anhören das Pferde sehr wohl wissen was sie fressen dürfen und was nicht. Da es noch andere Differenzen zwischen uns gab habe ich mich dann entschlossen denn Stall zu verlassen.

Inzwischen haben mein Mann und ich unseren Traum vom eigenen Haus mit Stall verwirklicht. In unserer Nähe sind mehrere Landwirte die uns mit Heu beliefern könnten. Da unsere Pferde im Offenstall Heu stets zur freien Verfügung haben ist uns die Qualität des Heus sehr wichtig!!! Also durchstöberten wir wieder mit unseren Hund die Gegend und wir wussten auch welche Wiese zu welchen Bauer gehört. Uns siehe da... Jakobskreuzkraut in rauen Mengen. Die Landwirte kannten das Jakobskreuzkraut nicht und deren Gefahr die bei der Fütterung für Pferde und Rinder ausgeht. Daher lassen wir uns von einem Landwirt beliefern der ohne von uns angesprochen das Jakobskreuzkraut ansprach von deren Gefahr wusste und penibel achtet das diese auf seiner Wiese nicht wächst. Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Wir zahlen zwar nicht wenig für einen Ballen Heu aber ich kann es mit guten Gewissen füttern.

Ich kann nur allen Pferdebesitzer raten sich kundig zu machen, denn in getrockneter Form im Heu fressen Pferde das KK mit. Lieber mehr für das Heu zahlen anstatt am Schluss ein totes Pferd oder eine hohe Tierarztrechnung zu haben.

LG, Metallica
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Alt 12.09.2010, 11:09   #3 (permalink)
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Viele Landwirte bei un verniedlichen das KK. Außer der Jungbauer von dem Hof welcher mich mit Heu beliefert (ich bin selbst Betreiber eines kleinen Stalles! Wabbls Homepage).
Er hat mich zur Kontrolle veranlasst u. sollte ich etwas finden, wirde der gesanmmte 400kg Ballen ausgetauscht. Schlimm wird es, wenn die Stauden noch nicht blühen u. im hohen Gras nicht so ohne Weiteres zu erkennen sind! Meine Weiden sind nahezu KK-frei.

Rolf
wabbl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2010, 15:24   #4 (permalink)
Metallica
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Zitat:
Zitat von wabbl Beitrag anzeigen
Viele Landwirte bei un verniedlichen das KK. Außer der Jungbauer von dem Hof welcher mich mit Heu beliefert (ich bin selbst Betreiber eines kleinen Stalles! Wabbls Homepage).
Er hat mich zur Kontrolle veranlasst u. sollte ich etwas finden, wirde der gesanmmte 400kg Ballen ausgetauscht. Schlimm wird es, wenn die Stauden noch nicht blühen u. im hohen Gras nicht so ohne Weiteres zu erkennen sind! Meine Weiden sind nahezu KK-frei.

Rolf

Hallo Wabbl oder rolf, endlich ein Stallbetreiber der mit besten Gewissen seine Pferde versorgt. Deine Einsteller werden es dir danken, da kannste dir aber sicher sein!!!! Sei froh das du so einen guten Heulieferant an der Hand hast. Ich selber bin über die Koppel gegangen und konnte feststellen das kein KK bei uns wächst. Aber in den umliegenden Wiesenrändern. Da trabe ich in Zukunft immer vorbei damit Madam nicht auf den Gedanken kommt zu knuspern!!! Werde mir mal deine Homepage anschauen, bis denne, GlG eda
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Alt 13.09.2010, 06:53   #5 (permalink)
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...den Bericht mit der giftfreien Silage finde ich auch mehr als bedenklich, damit gibt es ja keinen Grund mehr, Jakobskreuzkraut auf den Wiesen zu vernichten. Mit solchen Aussagen sollte Cavallo als meistgelesene Pferdezeitschrift sehr vorsichtig sein...

Zudem qualifiziert es Heu als Hauptfuttermittel ab und empfiehlt quasi Silage - meiner Meinung nach ein Unding, da es viele Pferde gibt die sie nicht vertragen.

Natürlich wird immer darauf hin gewiesen, daß nur Silage in einwandfreier Qualität verfüttert werden soll, aber die ist selten. Ist das Zeug zu naß, ist es kein Pferdefutter, ist es zu trocken ("Heulage") oder aus zu altem Gras, kann man davon ausgehen, daß es nicht richtig durchsiliert ist.

Noch ein Grund, heuer nur in Notfällen auf Silage zurückzugreifen: die vielen Maushaufen. Ich weiß nicht wie es in anderen Gegenden ist, aber bei uns haben sich die Wühlmäuse zu einer Plage entwickelt.

Erde, die in das Mähgut eingebracht wird, führt zu Fehlgärungen. Es wird zwar immer schön empfohlen hoch zu mähen, aber wenn man so hoch mähet daß keine Erde reinkommt, kann man es gleich lassen. Zudem wird die Erde, die das Mähwerk nicht erwischt, schön beim Schwadern gesammelt.

Für mich steht immer mehr fest: Silage ist kein Pferdefutter.

Viele Grüße, max-und-moritz
__________________
Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden...
max-und-moritz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2010, 09:44   #6 (permalink)
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na immerhin ist ja in der neuen ausgabe eine kleine meldung, dass silage wohl doch nicht ganz ungefährlich ist. immerhin.
sunny2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2010, 10:44   #7 (permalink)
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Dennoch verniedlicht dieser neue Beitrag das Problem. Es ist wie Max u. Moritz sagt, wird alles korrekt gemacht, kann man minimieren. Es wird aber nicht alles korrekt gemacht. Beispiel Welcher Bauer besprüht die Schwate von Heulage mit Milchsäurebakterien, oder biringt diese in anderer Weise mi ein. Ich erinnere: Heulage, oder auch Heusilage, später Schnitt, stengelreiches Heu mit einem Trocknungsgrad von 65% (35% Restfeuchte) lässt sich nicht so pressen wie die Grasssilage (Kuhfutter). Daraus resultiert ein schlechtes Silieren bei dem dan nachgehofen werden muß, was meist unterbleibt.
Aber alleine die Aussage: " Die Giftstoffe können auf 15-20% reduziert werden u. damit kann man die Silage verfüttern. Wer das sagt ist entweder Saudumm, oder kann sich als Wissenschaftler sein Lehrgeld auszahlen lassen.
Jeder, welcher sich mit KK befasst, weiß dass eine Schädigung durch KK nicht rückgängig gemacht werden kann. Einzig der Stand, bei Diagnose kann bedingt gehalten werden, wenn absolut nichts mehr zugeführt wird, was aber auch schon meist das Todesurteil bedeutet. Die dafür verantwortlichen Pyrrolizidinalkaloide werden nicht abgebaut, sonder Kumulieren bis die absolut tödliche Dosis erreicht wird. Das kann u.U. auch mehrere Jahre dauern u. hinterher weiß kein Schwein warum das arme Pferd so jämmerlich verreckt ist!
Da hilft nur Augen auf und notfalls streiten!

Rolf
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Alt 13.09.2010, 10:54   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von wabbl Beitrag anzeigen
Einzig der Stand, bei Diagnose kann bedingt gehalten werden, wenn absolut nichts mehr zugeführt wird, was aber auch schon meist das Todesurteil bedeutet. Die dafür verantwortlichen Pyrrolizidinalkaloide werden nicht abgebaut, sonder Kumulieren bis die absolut tödliche Dosis erreicht wird. Das kann u.U. auch mehrere Jahre dauern u. hinterher weiß kein Schwein warum das arme Pferd so jämmerlich verreckt ist! Da hilft nur Augen auf und notfalls streiten!

Rolf
...so ist es, und DAS kann gar nicht oft geschrieben werden!

Daß sich das Gift ansammelt, Gramm für Gramm, und wenn die Deadline (wörtlich zu nehmen!!!) erreicht wird ist Ende Gelände. Das Gift im JKK baut sich nicht wie bei einem Alk-Vollrausch wieder ab - wenn das so wäre sähe ich auch kein Problem...

Viele Grüße, max-und-moritz
__________________
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max-und-moritz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2010, 11:49   #9 (permalink)
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@wabbl@
ich bestreite nicht, dass Du recht hast, aber Dein Umgangston hier ist unter aller Kanone.
__________________
Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "

Pintopower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2010, 11:00   #10 (permalink)
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Reden nicht schon wieder

Zitat:
Zitat von Pintopower Beitrag anzeigen
@wabbl@
ich bestreite nicht, dass Du recht hast, aber Dein Umgangston hier ist unter aller Kanone.

Seufz!

Rolf
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