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Alt 13.10.2010, 15:10   #11 (permalink)
Lou
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Also, ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen.
Ich würde mein Pferd niemals in so einen Stall stellen! Auch wenn es "nur" die anderen pferde sind, die so gehalten werden. Ich mag nämlich keine Zwei-Klassengesellschaft, so wie es in leider viel zu vielen Ställen zumindest bezüglich der Schulpferde praktiziert wird. Ich könnte einfach nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ich solche Haltungsbedingungen durch meine Stallmiete auch noch unterstützen würde!!

Mein Pferdchen steht in einer Paddockbox und kommt jeden Tag mit einem andern Pferd auf die Wiese bzw. im Winter auf den Paddock. Gemistet wird jeden Tag und gefüttert 3 Mal am Tag und das ordentlich! Und zwar bekommt er das zu fressen, von dem ich der Ansicht bin, dass es gut für ihn ist.
Für mich gäbe es da keinerlei Diskussionsgrundlage!
Und ja, ich habe lange nach einem passenden Stall gesucht und ihn auch zwischenzeitlich in einem nicht ganz so optimalen stall unterbringen müssen, da der Kauf meines Pferdes eher spontan passierte. Und bei mir kam dann halt noch ein zusätzliches Organisationsproblem hinzu, da mein Kleiner Hengst ist und das nunmal nicht allzu viele Stallbesitzer gleich in Begeisterung ausbrechen lässt. Es war also schon schwierig erstmal nen Stall finden, der Hengste überhaupt aufnimmt und dann noch einen, an dem er auch raus darf. Und das nicht in Einzelhaft.
Von daher muss ich auch nen bisschen weiter zum Stall hinfahren, aber das ist es mir wert!!

Und glaub mir, ich würde es sofort mitbekommen, wenn da plötzlich gepfuscht werden würde. Zum einen ist mein Pferdchen ziemlich wehleidig (nen Mann halt.. ) und lässt mich sofort wissen, wenns ihm nicht gut geht.
Zum anderen bin ich natürlich jeden Tag da und würds mitbekommen. Und dann könnte sich der Stallbesitzer mal warm anziehen..

LG, Lou
Lou ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2010, 15:13   #12 (permalink)
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Solange es Leute gibt, die einfach nichts dazulernen , wird es auch immer wieder reichlich solche Ställe geben.

Ich kann ja immer schlecht mitreden, weil ich meine Pferde zu Hause hab, aber ich finde auch, dass es an dem Besitzer selbst liegt, wie er sein Pferd unterbringt.

Warum wurde es immer schlechter mit den Bedingungen bei den Ställen, in denen Du Dein Pferd hattest? In jedem? Da solltest Du mal darüber nachdenken, ob Ihr vielleicht aneinander vorbeigeredet habt. Das passiert ja schon manchmal, dass man etwas sagt/fragt und ein ganz anderes Bild vor Augen hat als der andere.

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass man häufig so Sätze wie : "Ja, er steht da natürlich nicht soo gut, aber dafür haben wir eine 60er Halle. " hört ?
Muss jetzt nicht gerade die 60er Halle sein, vielleicht auch Halle überhaupt.
Halle ist schön, finde ich auch. Aber wenn mein Pferd da nicht ordentlich untergebracht ist, dann stell ich es da nicht hin. Ganz einfach . (Damit meinte ich jetzt nicht Dich persönlich, ABS)
Ach, wat bin ich immer froh, dass meine hier zu Hause sind. Auch wenn`s manchmal beschwerlich ist, egal!
clynghoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2010, 15:32   #13 (permalink)
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bei mir war zuerst der stall vorhanden und dann bin ich auf pferdesuche gegangen. meine stute stand in einem 5*LAG-stall, bewegungs-offenstall mit grosser herde, 24 std weidezugang, heu zur freien verfügung. das war teuer, 300 euronen.
aber das war es wert, mein pferd wurde gut versorgt. aber auch dort war ich natürlich täglich beim pferd und hatte ein auge drauf.
inzwischen stehen meine pferde im offenstall am haus bei mir.

und ich meckere,nicht, weil ich mich ertappt fühle, sondern weils mich einfach ärgert. da wird die schuld am tod eines pferdes auf alles und jeden geschoben, statt mal bei sich selbst zu suchen. wenn immer die anderen schuld sind, wird sich auch nix ändern. dann passiert das bald wieder.
sunny2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2010, 20:12   #14 (permalink)
ABS
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Danke für die Infos, aus denen gut zu erkennen war, daß es ebenso bei Euch Probleme gebeben hat, die Ihr zugunsten Eurer Pferde mit einem Stallwechsel beseitigt habt. Schade, bei dem einen oder anderen wurden Schwierigkeiten brüllend ausgetragen. Kenne ich auch gut, nur daß die SB brüllten. Leider waren anschließend die Pferde die Leidtragenden, denn die SB ließen ihren Frust an den Tieren aus.

Mangels vernünftigen Alternativen entschloß ich mich seinerzeit in den beschriebenen Stall zu wechseln. Und glaubt mir, ich habe lange gesucht. Meine Ansprüche, die ohnehin nicht sehr groß sind, lediglich ordentlich gefüttert und gemistet sollten die Pferde sein und regelmäßig auf ordentlich eingezäunte Weiden dürfen, schraubte ich immer weiter runter. Reithalle und Platz brauchte und brauche ich überhaupt nicht. Warum es in den Ställen schlechter wurde vermag ich nicht zu sagen, auch war es nicht bei jedem Stall der Fall, wie schon geschildert.

Die Schuld, daß mein Pferd gestorben ist, suche ich sehrwohl bei mir. Ich war nicht bei
ihm. Ich habe nicht gesehen und gewußt, daß er anscheinend etliche Stunden kein Futter bekommen hat. Andere sahen ihn auf der Koppel liegen und dachten, es sei ein Erdhügel. Ich war nicht da und die SB hat keinen TA gerufen, obwohl mein Pferd nicht mehr auf den Beinen stehen konnte und schweißgebadet war. Daß die Haltung der Tiere immer schlechter wurde, merkte ich erst, als ich danach früh und mittags und abends auf der Matte stand um jeglichen Schaden von meinen anderen Pferden fern zu halten. Und der Stall war nicht gleich um die Ecke. Man hat auch sonst nichts zu tun.

Aus Interesse besuche ich immer mal wieder Ställe in meiner näheren und weiteren Umgebung. Derzeit würde ich, wenn ich müsste, in keinen dieser Ställe gehen. Dabei besuche ich nicht nur "normale" Offenställe, sondern alles quer Beet.

Kürzlich erst habe ich einen Stall empfohlen, den meine Freundin dann mit ihrem Pferd bezogen hat. Binnen kürzester Zeit entwickelte sich auch dieser Stall zu einer Katastrophe. Sie hat inzwischen mit ihrem Pferd das Weite gesucht.

Sich erst ein Pferd anzuschaffen, wenn man einen passablen Stall gefunden hat, ist äußerst schwierig, da ich meine Pferde schon seit über 22 Jahre habe. Mein ältester ist 29.

Freunde von mir denken allerdings häufiger darüber nach ihre drei Pferde zu verkaufen, weil sie nirgends auch nur annähernd einen passablen Stall finden. Das Muster wiederholt sich auch bei ihnen immer und immer wieder. Sie erlebten und erleben die gleichen Dinge wir ich damals. Sie sind inzwischen auf der Suche nach einem eigenen Heim für sich und ihre Pferde.

@slider
"leute, die ihre eigenen pferde so halten, werden sich auch für irgendwelche awards nicht weiter interessieren, weil sie es ja schließlich seit 100 jahren schon immer so gemacht haben und was es noch so für unsinnige begründungen gibt..."

Diese Aussage ist für Christa Blanke, ihre Organisation und die vielen anderen, die sich für pferdegerechte Haltung einsetzen ein Schlag ins Gesicht. Wieso sollten sie sich noch weiter aufopfern, wenn das eh alles nichts helfen wird...?

Cavallo weiter so - hoffentlich wird es nicht 100 Jahren dauern, bis in den Köpfen von ignoranten, gleichgültigen Pferdebesitzern und geldgierigen,
unfähigen Stallbetreibern ein Umdenken stattfindet. Es wäre für die vielen Pferde zu wünschen.
ABS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2010, 20:28   #15 (permalink)
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Zitat:
bei dem einen oder anderen wurden Schwierigkeiten brüllend ausgetragen. Kenne ich auch gut, nur daß die SB brüllten. Leider waren anschließend die Pferde die Leidtragenden, denn die SB ließen ihren Frust an den Tieren aus.
wir haben zurückgebrüllt und den frust irgendwie an dem pferd auszulassen, hätte sich der sb nicht gewagt, dazu war ich dort mit zu vielen einstellern befreundet. irgendwer war immer vor ort und hätte uns das entsprechend gesteckt. das ging auch nicht generell mit brüllerei ab, da mussten ab und an ein paar grundlegende sachen geklärt werden und da konnte es schon mal lauter werden. ich bin von hause aus kein streithammel und habe es lieber harmonisch, aber meine interessen, in dem fall die meines pferdes setze ich schon vehement durch und mein mann ist eh ein typ, der mit seiner meinung nicht hinter dem berg hält.
in dem stall, in dem wir jetzt seit mittlerweile 6 jahren stehen, ist nix schlechter geworden. futter gab es zu jeder zeit ausreichend und in guter qualität und täglicher auslauf ist auch gewährleistet. misten tun wir nach wie vor selbst, könnte ich zwar dazu buchen, aber warum geld für etwas ausgeben, was man auch ganz einfach selbst machen kann?

Zitat:
Diese Aussage ist für Christa Blanke, ihre Organisation und die vielen anderen, die sich für pferdegerechte Haltung einsetzen ein Schlag ins Gesicht. Wieso sollten sie sich noch weiter aufopfern, wenn das eh alles nichts helfen wird...?
weißt du, ich will hier niemandem was böses, aber nach mittlerweile 37 jahren mit pferden bin ich mittlerweile reichlich desillusioniert. ich kenne die ganzen alteingesessenen ställe hier in der gegend und weiß, wie deren besitzer ticken. da kann es awards und mistgabeln regnen - da wird sich einfach nix ändern. das einzige, was diese leute zum umdenken bewegen würde, wäre, wenn die kundschaft ausbleibt. aber solange es leute gibt, die niedrigere preise, ein gemütliches reiterstübchen inkl. geselligem beisammensamm u.ä. über das wohl ihrer pferde stellen, wird da nix, aber auch gar nix passieren.
slider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2010, 12:03   #16 (permalink)
ABS
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@slider
Es ist nicht meine Art mit erhobener Stimme die Belange meiner Pferde durchzusetzen. Ich habe bisher immer, in einer ruhigen und sachlichen Form, meine Wünsche zu Gunsten der Pferde verständlich gemacht. Allerdings, der Erfolg gibt Dir recht.
Ein SB sagte mal zu meiner Freundin: " Was wollt ihr denn, ihr seid doch von uns abhängig. Und wenn Euch was nicht passt, dann könnt ihr ja gehen." Und leider hat er damit Recht. Man ist vom SB abhängig und das lassen sie immer wieder gerne raushängen. (Siehe dazu auch mein Forum in dieser Rubrik zur Elternhaftung).

Mir wurde von einem SB sogar mal vorgeworfen, daß ich das Geld, welches ich für meine Flitterwochen ausgegeben hätte (welche wir von meinen Eltern geschenkt bekamen), doch besser in eine Stute für seine Herde investieren hätte sollen, oder gefälligst mal andere Einsteller mit Stuten akquirieren sollte. Damals bestand die gemischte Herde, nicht mehr, wie zu Beginn, aus 12 Tieren, sondern nach kurzer Zeit nur noch aus 5 Wallachen (davon 3 meine) und einer Stute. Das hier keine Ruhe mehr drin war ist verständlich. Der SB hatte einfach die Entwicklung nicht im Blick gehabt und entsprechend vorgesorgt. Die Besitzerin der anderen drei Pferde wollte allerdings nicht, daß ihre Stute sich mehr mit einem meiner Wallache beschäftigte und machte beim SB Streß. Dieser verabreichte kurzerhand meinem Wallach ein Beruhigungsmittel. Das bemerkten wir, weil er plötzlich so dermaßen desorientiert und abgeschlagen war.
Auch hier bin ich immer ruhig und sachlich geblieben, obwohl mir oft anders zu Mute war. Natürlich waren wir dann wieder auf der Suche nach einem neuen Stall (Offenstall). Aber will man ständig seinem Pferd einen Stallwechsel zumuten. Jedes Mal eine neue Herde. Jedes Mal von Neuem verprügelt und gebissen werden. Jedes Mal eine neue Eingewöhnung für Mensch und Tier. Für drei Pferde einen passablen Stall zu finden ist auch nicht so einfach. Meine Pferde waren zu dem Zeitpunkt schon über 20 Jahre. Wer Isländer kennt, weiß, daß sie im Laufe ihres Lebens Beständigkeit in einer Herdestruktur benötigen, wenn es eine kleine Herde ist. Bei einer großen Herde verläuft sich das eher. Und je älter sie werden, um so selbstsicherer und nachdrücklicher werden diese Tiere in ihrem Verhalten.
ABS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2010, 12:36   #17 (permalink)
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Zitat:
Ein SB sagte mal zu meiner Freundin: " Was wollt ihr denn, ihr seid doch von uns abhängig. Und wenn Euch was nicht passt, dann könnt ihr ja gehen." Und leider hat er damit Recht. Man ist vom SB abhängig und das lassen sie immer wieder gerne raushängen. (Siehe dazu auch mein Forum in dieser Rubrik zur Elternhaftung).

Mir wurde von einem SB sogar mal vorgeworfen, daß ich das Geld, welches ich für meine Flitterwochen ausgegeben hätte (welche wir von meinen Eltern geschenkt bekamen), doch besser in eine Stute für seine Herde investieren hätte sollen, oder gefälligst mal andere Einsteller mit Stuten akquirieren sollte. Damals bestand die gemischte Herde, nicht mehr, wie zu Beginn, aus 12 Tieren, sondern nach kurzer Zeit nur noch aus 5 Wallachen (davon 3 meine) und einer Stute. Das hier keine Ruhe mehr drin war ist verständlich. Der SB hatte einfach die Entwicklung nicht im Blick gehabt und entsprechend vorgesorgt. Die Besitzerin der anderen drei Pferde wollte allerdings nicht, daß ihre Stute sich mehr mit einem meiner Wallache beschäftigte und machte beim SB Streß. Dieser verabreichte kurzerhand meinem Wallach ein Beruhigungsmittel. Das bemerkten wir, weil er plötzlich so dermaßen desorientiert und abgeschlagen war.

das scheint aber wirklich ein besonderer fall gewesen zu sein. klar ist man vom sb irgendwo abhängig und den idealen stall, in dem alles stimmt, findet man nicht, da muss man schon selbst bauen. hängt auch damit zusammen, dass die einsteller auch alles individuen sind und was der eine toll findet, sieht der nächste wieder ganz anders. aber ein paar grundlegende sachen, vor allem was die futterversorgung der pferde angeht, sollten schon stimmen.
die sache mit dem geld und der anschaffung einer stute ist schlicht eine unverschämtheit, und der sb hätte darauf auch von mir eine entsprechende antwort bekommen. hätte er meinem pferd ohne mein wissen irgendwelche beruhigungsmittel verabreicht und ich hätte das rausgefunden, hätte er sich anschließend gewünscht, mich nie kennengelernt zu haben. das hätte ich nämlich umgehend zur anzeige gebracht!
klar ist ein stallwechsel für ein pferd kein highlight, aber ehe ich koliken u.ä. riskiere, weil die pferde nicht ausreichend gefüttert werden, hätte mein pferd dann durch einen wechsel durchgemusst.
slider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2010, 14:44   #18 (permalink)
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Ich stimme da ABS zu. Wenn man nur ein Pferd hat und möglicherweise auch noch genügend Auswahl in der Nähe, dann kann man auf dem hohen Ross sitzen. Hat man aber mehr Pferde und möglicherweise noch alte dabei und dann auch nichts alternatives in der Nähe, dann sieht die Sache schon ganz anders aus!
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2010, 19:24   #19 (permalink)
ABS
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@ Schecki
Das stimmt genau und inzwischen kenne ich doch schon einige Ställe hier in meiner Umgebung, egal ob reine Boxenställe, Turnierstall oder eben Ställe für Wald und Wiesenreiter. Die Auswahl ist nicht so berauschend.

Aber anscheinend sind viele SB aus dem gleichen Muster gestrickt, zumindest die, die ich die letzten Jahren kennen gelernt habe. Entweder es waren freundliche alte Herrschaften, die mit der Pferdeeinstellung ihre Rente aufbessern wollten. Dabei wurde der alte Kuhstall entsprechend pferdegerecht umgebaut. Leider dachten sie aber auch noch wie vor 100 Jahren, als man Pferde wohl mit Karotten und zerschnittenen Schweifhaaren entwurmt hat. Informationen holten sie sich, mangels Kenntnis, von Einstellern, die ihr fragwürdiges Halbwissen gerne weitergaben. Oder man kommt an einen Hof, den eine Pferdefrau seit kurzem zusammen mit ihrem neuen Freund betreibt. Der Freund, bis dato keine Ahnung von Pferden, übernimmt die Stallarbeit und die Versorgung der Pferde. Tja und wenns blöd läuft und es passiert was, bekommt man zu hören "Wir lernen ja noch!" Irgendwann ist die Lernphase fast überwunden und man wird gierig. Dann holt man Pferde über Pferde an den Stall, es geht nur noch drunter und drüber, Verletzungen und Streß der Tiere sind an der Tagesordnung. Oder die SB haben keine klaren Vorstellungen von Regeln und Strukturen die in einem Stall herrschen sollten, weil sie ihr eigenes Leben nicht mal in den Griff bekommen. Dann holen sie Hilfe bei guten Freundinnen (meistens vom gleichen Intellekt), die ihnen dann zureden, sie in ihren Entscheidungen beeinflussen und schleichend das Zepter aus der Hand nehmen. All diese Dinge machen sich erst nach einiger Zeit bemerkbar oder ändern sich, sobald neue Einsteller an den Hof kommen, alles auf den Kopf stellen oder gleich die besten Freunde der SB werden. Schwupp ist man wieder auf der Suche nach was Neuem. Etliche Bauern hier in der Umgebung hören ganz oder teilweise mit dem Viehbetrieb auf und stellen stattdessen Pferde ein. Daß Pferde, mitsamt ihren Besitzern (Kommunikation), Arbeit machen, ist ihnen scheinbar nicht bewußt. Hier spielt absolut der Faktor Geld eine Rolle, denn die Pferdeleute habens ja. Nur wenige SB bilden sich tatsächlich regelmäßig weiter und besuchen Kurse für Pferdehaltung und Kommunikationsmanagement.
ABS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2010, 13:18   #20 (permalink)
Lou
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Ich denke mal, jeder kennt Ställe an denen einiges schief läuft.
Ich persöhnlich kenne da auch so manch einen..
An einem Stall, an dem ich früher war (ich hatte da noch kein eigenes Pferd, sondern bin die Pferde von anderen Leuten geritten) hat der SB seine Wut auch an den Pferden ausgelassen. Das ging von nicht Füttern bis zu Näglen im Trog!!!
Das das unverantwortlich und unglaublich ist, steht völlig außer Frage. Solche Verhaltensweisen zur Anzeige zu bringen ist relativ unwirksam. Da müsste ja erstmal der Beweis erbracht werden, dass es der Herr SB war, der da Nägel verteilt hat.
Dürfte schwierig werden..
Jedoch würde persöhnlich mein Pferdchen sofort auf den Hänger laden und das Weite suchen, sobald soetwas oder ähnlich gravierende Situationen eintreten.
sicher, man kann erstmal versuchen miteinander zu reden.
Wenn jedoch solch gravierende Mängel eintreten wie einfach Beruhigungsmittel zu verabreichen oder die Fütterung einzustellen, wäre mein Diskussionsbedarf wirklich gedeckt!
Und wenn ich mein Pferd in den eigenen Vorgarten stelle, bis ich einen geeigneten Stall gefunden hätte!

ich habe zwar "nur" ein Pferd und nicht drei. Jedoch war es auch für mich ziemlich schwierig einen passenden Stall zu finden. Schon allein das Wort "Hengst" verursacht bei den meisten SB hier leider hektische Flecken. Und wenn sie dann doch bereit waren einen solchen aufzunehmen, dann nur im ganz letzten Bretterverschlag hinten links, natürlich ohne Fenster oder ähnliches. Und auf die Wiese? Um Gottes willen, bloß nicht!
Die Suche war entsprechend schwierig und langwierig, hat aber dennoch irgendwann geklappt.

Die Verantwortung liegt letzten Endes immer beim Eigentümer des Pferdes! Und diese sollte ausgiebigst wargenommen werden!
Und Awards hin oder her, SB die sich derart verhalten interessieren sich wohl kaum für Auszeichnungen. Auch wenn es eine Mistgabel ist!!

LG, Lou
Lou ist offline   Mit Zitat antworten
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