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Alt 17.01.2011, 09:47   #1 (permalink)
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Standard Artikel "Wo sind all die Indianer hin"

endlich mal ein objektiver bericht über diesen ganzen unsinn mit der "indianischen reitweise". mit schrecken und staunen sehe ich in letzter zeit überall die indianischen "horsemen" aus dem boden schiessen wie die pilze. ich finde das recht bedenklich.

in eurem bericht wird endlich mal ganz klar gesagt, wozu die indianer pferde brauchten. nämlich zum essen und als transportmittel. dass es da erstmal völlig wurscht war,wie genau man jetzt aufm pferd hockt, und ob das gesund bleibt, ist den leuten heute garnicht klar.

ich warte ja nur drauf, dass die ersten mongolischen trainer auftauchen. werden die uns dann beibringen, wie man eine stute lebenserhaltend zur ader lässt und das blut mit stutenmilch vermischt als getränk reicht?
sunny2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2011, 11:35   #2 (permalink)
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Man muss sich nichts vormachen, die sogenannten Naturvölker haben keine Reitkunst in unserem Sinne entwickelt. Da wird praktisch gehandelt, das Pferd kann Lasten tragen und ziehen, ist schnell und abrichtbar. Essen kann man es auch, es gibt Milch, die Felle/Leder sind sehr strapzierfähig, der Schweif ein idealer Fliegenwedel. Das Tier kann in Gruppen leicht gehalten werden, anspruchslos im Futter.
Diese Völker leben mit und in der Natur, passen sich dem Rhythmus an und entwickeln Strategien zu Überleben. Wir moderne zivilisierte Menschen gehen in den Laden, gucken ins Regal, kaufen was wir brauchen, werfen Lebensmittel weg. Überproduktion, Raubbau, Erfolg sind Thema geworden. Unsere Zivilsisation kann zum Fluch werden, wir sind Aufgeklärt, Wissen alles über Atome und Mondflüge, aber das eigene Selbst wird im Stress der Zeithetze untergehen. Krankheiten wie Burnout, Depressionen, Überforderung, verlorene Strukturen in der Familienbindung sind heute Thema. Vieleicht sind die Indiander und anderen Reitervölker nur die Sehnsucht nach Freiheit und der Findung des eigenen Ichs. Selbst die Deutsche Reitelehre arbeitet nach eiem festen Schema und hat auch Zeitvorgaben. Indianer nicht. Sie haben ihren Rhythmus beibehalten. Deshalb reiten sie nicht hervoragend, aber sie kommen klar.

Das große Bild Indianer mit dem Braunen finde ich furchtbar. Auch die Rodeobilder. Sie können einen falschen Eindruck hinterlassen. (Sicher auch gewollt).
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Florelle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2011, 18:17   #3 (permalink)
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Ich glaube, das ist ein bißchen wie mit allen diesen Mythen, die um die Indianer schweben. Edel, tapfer, hart, aber gut... Wer hat denn nicht in Kindertagen Indianerromane und -filme verschlungen? Karl May war bei uns im Osten ja nicht so populär, und als ich ihn dann, nachdem ich Winnetou im Fernsehen gesehen hatte, gelesen habe, war er mri zu langweilig. Aber es gibt ja ne Menge anderer guter und weniger guter Sachen zum Thema. Und immer kommen natürlich Pferde vor, im engsten Zusammenleben. Dass die täglich Tiere mordeten, um zu überleben, und auch ihre Hunde aus der Not heraus geschlachtet und gegessen haben, darüber liest man dann so weg, gell... Das ist halt so der Kindheitstraum von Freiheit, sattellos reiten ohne Grenzen, leben mit den Pferden in der freien Natur ohne die Zwänge der Zivilisation... Die dunklen Seiten verdrängt man da gerne.

Erst als fast Erwachsene, als ich mich mit Archäologie beschäftigt habe und mit auf steinzeitlichen Grabungen war, da ist mir der Kronleuchter aufgegangen, wie primitiv die neuzeitlichen nordamerikanischen Indianerkulturen, zumindest die klassischen Reitervölker der Prärien, doch eigentlich gelebt haben. Das war absolute Altsteinzeit, noch nicht mal Jungsteinzeit, und das um 1800 unserer Zeitrechnung! Hmmmm... Genauso war eben auch das Verhältnis zu ihren Pferden. Ob man das für unsere Verhältnisse so übernehmen will - daran habe ich so meine Zweifel. Davon abgesehen gibt es natürlich auch bei den Indianern wirkliche Pferdekenner, einige sind ja auch im Artikel vorgestellt. Aber die gibt es mittlerweile in jeder Nation und unabhängig von der Herkunft.
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2011, 20:48   #4 (permalink)
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Zitat:
Davon abgesehen gibt es natürlich auch bei den Indianern wirkliche Pferdekenner, einige sind ja auch im Artikel vorgestellt. Aber die gibt es mittlerweile in jeder Nation und unabhängig von der Herkunft.
richtig.
ich habe als kind ja karl may geliebt (der im übrigen nie aus radebeul raus gekommen ist und keinen einzigen indianer, geschweige denn deren lebensweise kannte). aber mit zunehmendem alter hat sich das dann auch mehr und mehr gelegt.
slider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2011, 07:17   #5 (permalink)
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Der berühmte Draht zum Pferd. Einfühlungsvermögen und Sensibilität. Durch Beobachten Zusammenhänge erkennen, dazu eine Portion Lernbereitschaft. Das ist absolut Völkerunabhängig. Ja, Karl May war spannend zu lesen und ehrlich, jeder fühlte sich dabei als Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi oder Winnetou. Allein schon die wilden Pferde, die nur diese Personen reiten konnten. (Das glauben heute leider immer noch ein paar Reiter....)
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Alt 20.01.2011, 18:32   #6 (permalink)
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Ja, und Shatterhand hat die Schenkel mit so viel Kraft ans Pferd gepresst, dass dem vor Luftmangel schlecht geworden ist und es sich deshalb nicht mehr gewehrt hat, hihi Da konnten wir uns denn doch das Grinsen nicht verkneifen...
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2011, 19:45   #7 (permalink)
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also ich war noch nie n fan von diesen indianergeschichten. meine helden hiessen blitz der schwarze hengst und "black". geworden isses übrigens ein kleines fettes falbpony

aber mal im ernst, auch wenn ich mir so die western mit john wayne und yul brynner anguck ( den fand ich übrigens mal tierisch scharf )
will man denn wirklich so reiten???
ich ehrlich gesagt nicht, dann versteh ich aber nicht, wieso man sich solche leute als vorbilder raussucht?
sunny2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2011, 20:29   #8 (permalink)
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@sunny2000: John Wayne war ja der Cowboy, nicht der Indianer

Stimme Dir aber zu, für mich ist der Hype um indianisches Reiten auch schwer nachzuvollziehen. Sicher gibt es da auch gute Reiter, aber auch grottenschlechte. Und was man in den Westernfilmen so sieht, eignet sich sicher nicht als Vorbild.

Elaine
Elaine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2011, 08:33   #9 (permalink)
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Filme würde ich jetzt nicht als Vorbild zum Reiten nehmen, weil die Indianer nicht echt sind und Schauspieler oft besser schießen als reiten.
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Florelle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2011, 10:42   #10 (permalink)
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:

@ Forelle: muss gerade sehr laut lachen, bei der Vorstellen von "echten" und "nicht echten" Indianern.
Elaine ist offline   Mit Zitat antworten
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