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#1 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Hallo liebe Redaktion!
Leider finde ich den Artikel doch etwas arg oberflächlich. Sätze wie Zitat:
Zucht ist viel mehr als nur eine Stute von einem Hengst decken zu lassen. Der Artikel suggeriert leider aber genau das. Wenn die Stute körperlich gesund ist dann ab zum Hengst, das paßt schon. Auch fehlt mir der deutliche Hinweis das ohne optimale Haltungsbedingungen für Stute und Fohlen und ohne finanzielle Mittel die Zucht nicht sinnvoll ist. Zucht kostet Geld und Zeit. Als Züchter sehe ich das Thema sicherlich noch kritischer als manch anderer, daher wollte ich das hier nochmal loswerden Übrigens kann ich nur davon abraten mit Stuten im Vorbuch zu züchten. Nicht das diese Pferde schlecht wären (ich habe selber 2 Stuten im Vorbuch), aber man wird unter Züchterkollegen leider belächelt oder sogar heruntergeputzt, wie man mit so etwas züchten kann. Oft gehört daher mehr Biß dazu als man sich vorstellen kann |
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#2 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.02.2011
Ort: Niederbayern
Beiträge: 1.379
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Zitat:
Dh als Züchter akzeptiere ich, dass 1/5 meiner Zucht "Schrott" ist. Dazu gehe ich davon aus, dass bei den 4/5 der Nachkommen die 20% erhalten bleiben, was bedeutet, bei der nächsten Generation steigt die Ungewissheit über die Gesundheit der Nachkommen. Fehler, die Generationen von gewissenhaften Züchter raus gezüchtet haben, werden so wieder verbreitet. Zuchtziele werden so ad absurdum geführt.
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Gruß Michael Member of EVKdFSMiD Qui tacet, consentire videtur |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 1.537
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Den Artikel habe ich nicht gelesen, aber ich kann die Problematik, die Ihr da seht, nur unterstreichen.
Ich habe selbst ein Fohlen aus einer wirklich nicht perfekten Stute gezogen. Das aber "sehenden Auges" und mit ganzem Bewusstsein. Ich wollte ein Fohlen aus dieser Stute. Das "Fohlen" ist jetzt 11 Jahre alt und selbstverständlich hier bei mir zu Hause. Er ist nicht perfekt, weiß Gott, und er wäre auch keiner, den man verkaufen kann. Das stand auch nie zur Debatte. Will damit sagen, dass meine Vorraussetzungen so sind, dass ein Pferd hier bleiben kann. Eins mehr oder weniger spielt keine Rolle. Leider sehe ich es gerade im etwas weiteren Umkreis, dass Mutter und Tochter ein Fohlen aus ihrer Stute ziehen. Die Stute hat alles Mögliche an Krankheiten, ist nur bedingt reitbar und soll nun also herhalten. Die Leute haben keinen eigenen Stall, sondern zotteln mit dem armen Tier von einem Stall zum anderen. Wo die Stute nun letztendlich ihr Fohlen bekommen soll, weiß ich nicht. Sie steht jetzt in einem kleineren Reitstall. Natürlich keine anderen tragenden Stuten weit und breit, also auch keine Fohlengesellschaft. Von der Einzäunung der knapp vorhandenen Weiden will ich gar nicht reden, denn das mag ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie das gehen soll. Dass die beiden Frauen keine Ahnung haben, muss ich wohl nicht extra betonen, oder? Ich könnte k..... wenn ich nur dran denke und keiner kann es ihnen verbieten.
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 2.190
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naja, ich als Laie kann den Wunsch zumindest nachvollziehen. Wär schon mein Traum, ein Fohlen aus meiner Stute. Die Vorstellung, ein Pferd selbst zu ziehen, reizt mich wahnsinnig, schon seit Jahren.
AAAAber: ich bin ja so wahnsinnig vernünftig Sie hat eine starke Fehlstellung der Hinterhand, die sich zwar nur im Gangbild äussert und dem Pferd keinerlei Probleme macht, aber möglicherweise erblich ist. Dann hatte sie ja den Reheschub, dessen Ursache immer noch nicht 100%ig geklärt ist. Sie hat Schwierigkeiten mit dem Stoffwechsel. Alles Dinge, die ich natürlich ungern einem Fohlen auflasten würde. Dann wärs auch noch die Aufzucht. Ich bräuchte ja mindestens zwei Fohlen, um es halbwegs artgerecht aufziehen zu können. Da haperts dann schon mal dicke. Und weggeben würd ichs auf keinen Fall wollen. Also halt doch kein Fohlen für mich Aber ganz ehrlich? Schade isses schon....
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Das 11. Gebot: Du sollst den Atomkern nicht spalten |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 1.537
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@sunny
siehst Du , das ist eben der Unterschied: Du machst Dir tausend Gedanken und wärest wahrscheinlich eine von denen, die dann so ein selbstgezogenes Pferd nie wieder hergeben würden. Andere machen sich überhaupt keinen Kopp, was denn mit dem Pferd werden soll und bei den ersten Schwierigkeiten kommt`s dann halt "weg". Das sind bei den Leuten häufig wirklich so unüberlegte Sachen. Natürlich gibt es bei den Züchtern auch immer so Dinge , die man lieber nicht hinterfragen möchte. Jemand , der 10 Stuten hat, hat nicht auch 10 supertolle Fohlen jedes Jahr. Wenn alle Jahre mal ein "Knaller" dabei ist, ist man glücklich und stolz. Was passiert mit den durchschnittlichen oder eher unterdurchschnittlichen ?? Das Wort "Schrott" möchte ich im Zusammnenhang mit Pferden lieber vermeiden, aber es kommt der Sache natürlich schon recht nah... Hier bei uns gibt es ja viele Holsteiner Züchter und die lassen jedes Jahr jede Stute decken (resp. künstl. besamen). Die Pferde stehen im Stall in jeder Größe, praktisch wie die Orgelpfeifen, denn der Markt ist so gut wie tot. Für billig Geld will man ja auch nicht verkaufen, schadet dem Ruf. Uff. Was ist so schlecht daran, eine Stute mal pausieren zu lassen ? Ja, dann kostet sie ja nur Geld. Aha, sonst ist alles umsonst und den Nachwuchs füttern wir denn auch noch mit durch ? In meinen Augen ist das eine fatale Fehlentscheidung. Hängt sicher auch mit der Steuer zusammen, denn bei vielen ist die Pferdezucht ein Betriebszweig und der muss ja nun mal Kosten verursachen. Um nochmal auf die Stuten zu sprechen zu kommen: was da in dem Artikel anscheinend steht, stimmt so nicht . Es kommt sehr wohl auf die Stuten an, sie werden nur häufig vernachlässigt, was die Vererbung angeht. Alles guckt auf die Hengste, klar, von denen gibt`s ja im Jahr mehrere Fohlen. Das Potenzial, das die Stute mitgibt, ist nicht zu verachten. Im Positiven und im Negativen. |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Wissenschaftliche Studien haben doch meines Wissens nach belegt, das die Stute im Endeffekt knapp 60% mitgibt, der Hengst nur 40. Von der Prägung durch das Verhalten der Mutterstute noch gar nicht gesprochen...
@sunny: Leider sind die wenigsten so vernünftig wie du, und wenn man dann in einern Fachzeitschrift noch liest das ja eigentlich fast jede Stute ruhig ein Fohlen bekommen kann dann fällt die Entscheidung doch noch wesentlich leichter. @OldMichael: Fehler hat ja jedes Pferd, aber du hast recht. Nehme ich eine Stute mit krummen Füßen hat das Fohlen mit einer Wahrscheinlichkeit von 20% auch welche. Risikominimierung ist das nicht. Übrigens ist es leider Standard das bedingt reitbare Stuten noch zur Zucht angeboten werden, will man doch noch Geld rausschlagen. Rückenprobleme, Hufrollenbefund und was nicht noch alles, aber ein Fohlen ist immer noch machbar. Abgesehen von der erblichen Komponente, muß man solchen Stuten das zusätzliche Gewicht eines Fohlens zumuten? Reiter nein, aber Fohlen ja? Geändert von FrechesShetty (31.03.2011 um 11:24 Uhr) |
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#8 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.02.2011
Ort: Niederbayern
Beiträge: 1.379
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[QUOTE=FrechesShetty;281204]
@OldMichael: Fehler hat ja jedes Pferd, aber du hast recht. Nehme ich eine Stute mit krummen Füßen hat das Fohlen mit einer Wahrscheinlichkeit von 20% auch welche. Risikominimierung ist das nicht. [QUOTE] ja zum einen riskiert man bewusst ein Pferd zu erschaffen mit Fehler und zum anderen, züchte man in eine Rasse verdeckte Mängel, die Generationen Züchter zuvor versucht haben raus zu züchten. Oder gilt die Vererbungslehre bei Pferden nicht? Datei:Sexlinked inheritance white.jpg ? Wikipedia
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Gruß Michael Member of EVKdFSMiD Qui tacet, consentire videtur |
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#10 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.02.2011
Ort: Niederbayern
Beiträge: 1.379
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Zitat:
Wohin gehört da krumm bei der Stute?
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