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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 2
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Hallo, liebe Forum-Benutzer
Ich habe mich heute zum erstenmal in diesem Forum registriert, bin also noch ein Greenhorn. Mal sehen wie ich mich anstelle. Nun, ich bin aus der Schweiz, lebe aber seit vier Jahren an der türkischen Aegäis-Küste. Im Oktober 2009 habe ich hier eine 5-jährige Vollblut-Araber-Stute gekauft. Dieses Pferd halte ich in eigener Regie 50 Meter von meinem Haus. Im Umgang am Boden ist sie sehr angenehm. Ursprünglich war sie für die Rennbahn vorgesehen, ist aber nie Rennen gelaufen. Ich habe nicht erfahren was sie alles erlebt und gelernt hat bevor sie zu mir kam. Lyli wird ausschliesslich in bergigem, steinigem Gelände geritten, ich bin dann ohne Begleitpferd, dafür mit zwei Hunden unterwegs. Nun zum Problem(chen). Im Bereich ihres Stalles ist das Pferd, relativ gelassen, höchstens bei Wind nervig und auf Fluchtverhalten eingestellt. Sobald wir ins Gelände gehen ist sie auf Draht, verspannt sich bei ersten Anzeichen von imaginären Gefahren, bei solchen die offensichtlich sind etwas weniger. Dieses Verhalten hat dann oft zur Folge, dass Lyli unverhoffte Sprünge nach vorne, oder zur Seite macht, was wiederum auch für mich fatale Konsequenzen haben kann. Durchgegangen ist sie jedoch bis heute noch nicht. In diesem beschriebenen Verhalten sehe ich auch den Zusammenhang, dass das Pferd mehrfach versucht während dem Vorwärtsgehen unverhofft den Kopf nach unten zu ziehen, welches dann so stark sein kann, dass mir die Zügel aus der Hand fallen. Natürlich, habe ich mich schon mit einigen Büchern zum Thema Bodenarbeit eingedeckt, da üben wir fleissig, aber da stehen ich erst am Anfang meiner Bemühungen. Bin aber zuversichtlich, dass ich etwas verbessern kann. Ich wäre sehr froh, wann ich aus Euren reichen Erfahrungen einige Tips bekomme, die mich weiterbringen. Herzliche Grüsse aus der Türkei Lilil Geändert von Lilil (27.02.2010 um 14:56 Uhr). Grund: Schreibkorrektur |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.02.2009
Ort: Hannover
Beiträge: 157
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Hallo. Erstmal Herzlich Willkommen im Forum.
Die Idee mit der Bodenarbeit halte ich für sehr gut. Ich kann dir von Michael Greitner Be strikt empfehlen. Da ist genau erklärt, warum ein Pferd sich so verhält Kurz gefasst kann man aus der Ferne sagen, dass du dein Pferd nicht führst ( im Sinne von leiten) und es dir nicht ausreichend vertraut. Das macht sich natürlich vor allem im Gelände bemerkbar. Das sind überall diese Pferdefressenen Sachen, vor denen das Pferd als Flucht und Beutetier nur weg will... Mach dich an Vertrauensarbeit und dann werden sich viele Probleme von alleine lösen. Und halte mich und uns mal auf dem Laufenden, wie es klappt. Lg und einen guten Einstieg
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Vielleicht wurde den Pferden ein kürzeres Leben beschert, weil sie den Himmel eher verdienen |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 12.10.2009
Beiträge: 438
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Auch von mir: Herzlich Willkommen hier
wahrscheinlich merkt dein Pferd auch, dass du angespannt bist (weil du erwartest, dass sie hüpft oder sich erschreckt), versuche da ruhig und entspannt zu werden (ist leichter gesagt, als getan - ich weiss. Vielleicht singst du was, oder achtest bewusst auf deine Atmung). lass auch die Zügel lockerer - das kostet auch Überwindung Ich hatte zu meinem Nachwuchspferd am Anfang auch nicht so das Vertrauen. Die Folge war, dass sie total verspannt und höchst aufmerksam im Gelände war - nie durchgegangen, aber jeder Baumstumpf (Schatten waren auch ganz toll) wurde misstrauisch beäugt, und ggf machte sie einen Satz auf die andere Wegseite. Wobei ich auch schon mir jede Möglichkeit ausmalte, bei welchen sie hüpfen könnte, oder was sonst noch kommen könnte. Deshalb war ich auch nicht locker und entspannt auf dem Pferd. da haben wir uns gegenseitig reingesteigert... Seit ich bewusst die Zügel lang lasse, und mir selber sage, "die geht da locker durch" passiert so was selten. Der Rücken ist nun locker, sie läuft schön vorwärts, und wenn ihr was unheimlich ist, steige ich ab, und führe sie in Ruhe hin, bzw. wenn ich sitzenbleibe, dann stehen wir halt eine Weile und schauen. ABER: ich beruhige nicht mehr mit Worten, sondern sage" da ist nix" "stell dich nicht so an". oder bin still, bis ihr das Stehen zu doof wird, nur umkehren machen wir nicht. Seit ich das Beruhigen weglasse, ist es deutlich besser geworden. Wobei sie nach wie vor kein Pferd ist, das es mag, wenn urplötzlich Holzfällerwagen oder neue Baumstapel irgendwo stehen, die da eigentlich nichts zu suchen haben. Da kann sie sich immer noch echauffieren.... Vielleicht lenken die Hunde auch dein Pferd ab. Versuche es mal alleine ohne die Hunde zu gehen.
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 24.04.2009
Beiträge: 206
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Wir haben ab und an so Phasen... In der Bahn kann ich gut gegenarbeiten- im Gelände nicht.
Meiner war wegen eines Sehnenschadens jetzt gut 8 Moante nicht mehr richtig draußen, konnte sich 8 Monate nicht richtig auspowern. Jetzt noch Frühling- suuuuper! Ich habe im Gelände einige Tempodebatten mit ihm. Und er hängt sich voll drauf. Er will laufen, laufen, laufen. Ich verstehe es, kann es aber nicht erlauben. Gesitteter Trab, nur kurzer Galopp. Mehr geht nicht. Das sieht er mal so null ein. So sensibel er in der Bahn "tut"- im Gelände ist momentan nur Kampf angesagt. Schritt okay, Trab nervt, Galopp oje... Klar, vorher 45 Minuten flotter Trab oder 15 Minuten Galopp mit Tempowechseln am Stück und jetzt max. 10 min. Trab und nur 200m Galopp. Keine 2 Stunden powern, max. 1,5 Stunden. Nicht, dass ihr denkt, der wurde nur durchs Gelände gejagt und ich brauche mich nicht zu wundern. nein, nein!! Aber 1x die Woche durfte er sich auspowern, dann war er auch sonst ganz easy händelbar. Aber jetzt... 8 Monate sind eine lange Zeit....
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Früher hatte ich Zeit und Geld- jetzt habe ich ein Pferd... |
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#5 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 2
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Hallo, liebe Forum-Benutzer
Ich bin Euch ausserordentlich dankbar für Euere konstruktiven Beiträge, die mir wirklich sehr helfen. Wenn man im Wesentlichen alleine in Sachen Pferdefragen auf sich gestellt ist, ist man bei anstehenden Problemen sehr froh, Erfahrungsberichte zu erhalten, die einem bestimmt weiterbringen. Also, nach drei Wochen intensiven Bodentraining, bei dem mir hilfreich gute Bücher über dieses Thema, zur Seite standen und immer noch stehen, habe ich den Eindruck, dass wir einen guten Schritt weiter gekommen sind. Jedenfalls spüre ich, dass mein Pferd positiv reagiert. Zum jetzigen Zeitpunkt, liegt der Schwerpunkt nicht auf langen Ritten im Gelände, zuerst Bodenarbeit, dann auch längere Touren "Pferd am Strick" durchs Gelände, mit der Gelegenheit das Pferd grasen zu lassen. Jedenfalls war bei unserem letzten Ausritt, das Problem mit dem Zügel aus der Hand reissen nicht mehr vorhanden. Ich bin mir aber auch bewusst, dass ich ebenfalls an meinen reiterlichen Fähigkeiten arbeiten muss. Was ja eigentlich für alle Reiter ein immer fortwährender Prozess ist. Das positive an der Sache ist auch, dass ich täglich ausreichend Zeit habe um mich mit meinem Pferd zu beschäftigen, da haben wir gute Chancen ein gutes Team zu werden. Herzliche Grüsse aus der frühlingshaften Türkei Lilil |
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