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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: Im Dorf
Beiträge: 20
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Hallo,
vllt könnt ihr mir weiter helfen. Ich versuche gerade die richtige Reitweise für mich und mein noch nicht ausgebildetes Pferd zu finden und werde einfach nicht einig. Auf der einen Seite heißt es: Western sei zwangloser und pferdefreundlicher und somit fürs Pferd logischer durch das Impulsreiten. Auf der anderen Seite wird gesagt: Pferde können nicht mit aufgewölbten Rücken ohne Anlehnung gehen- Westernpferde würden auf der Vorhand rumschlurpsen, die Sättel engen die Schulter ein... Als Kind bin ich immer "engl" reiten gewesen und hatte einen Hass daran entwickelt, weil die Pferde in der Reitschule durch das Dauertreiben so abgestumpft waren, dass sie gemacht haben was sie wollten. Ich hatte damals auch mehrere Reitunfälle und hatte mir geschworen nie wieder in einen Dressursattel zu steigen, da sie so unsicher sind. Deshalb kam ich dann nach einigen Jahren Reitpause aufs Westernreiten. Dort habe ich allerdings festgestellt, dass es genauso abgestumpfte Pferde gibt. und Reitstunden in einem guten Preis- Leistungsverhältnis such ich gerade vergebens. Gezwungenermaßen habe ich mich dann wieder in den engl Unterricht begeben (nun als Erwachsene) und komme auf einmal super zurecht und beginne mich sogar im Dressursattel wohl zu fühlen. Andererseits möchte ich mein Pferd später nicht Dauertreiben. Ich kann mir mein Pferd auch nicht so recht als Dressurpferd vorstellen- eher als Westernpferd (rein otpisch). Ach ich bin momentan total verunsichert. Ich habe zwar noch 1 Jahr Zeit, aber ewig ists bis dahin auch nicht mehr und ich weiß momentan nicht weiter. Genauso war ich der Überzeugung das Westerntrensen ohne Sperriemen und Nasenriemen freundlicher sind, da sie das Pferdemaul nicht so zusperren. Jetzt habe ich letztens in einer engl. Zeitung gelesen, dass der Sperriemen und der Nasenriemen den Druck vom Gebiss weg auf die Naseverteilen und das Pferd somit besser zurecht käme. Ich werde als hin und her gerissen und finde niemand Unvoreingenommenen. Wer kann mir vllt ein bischen helfen? Ich habe keine Tunierambitionen- mir gehts nur ums bessere fürs Pferd. Urpr. war ich der festen Überzeugung zu "go west" aber seit es in den engl. Stunden so gut klappt, bin ich verunsichert. LG Suraya
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Solange Menschen nicht denken, dass Tiere fühlen,müssenTiere fühlen,das Menschen nicht denken! Geändert von Suraya (15.01.2009 um 17:41 Uhr) |
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#2 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 18.11.2008
Ort: denzlingen (freiburg im breisgau)
Beiträge: 992
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liebe suraya,
ich denke, man kann nicht sagen, dass generell das eine oder das andere besser oder schlechter ist. beiderseits gibt es pferde, die anständig geritten werden, und auch wieder solche, die nicht als lebewesen angesehen werden, sondern als sportgerät. man kann das ja nicht verallgemeinern. manche pferde sind übrigens sowohl englisch als auch western geritten, was glaub ich gar nicht schlecht funktioniert. was das abstumpen betrifft: das passiert nur wenn man dauernd die beine ins pferd bohrt, anstatt einfach mal die gerte zu nehmen. das heißt ja nicht drauf hauen. oft reicht auch ein antippen. außerdem denken viele durch erfahrungen auf leider abgestumpften schulpferden, dass sie kräftig treiben müssen, dabei reicht es oft, dass bein am perd anliegen zu lassen, da allein schon die bwewegung das treiben ausmacht. da muss dann lediglich leichter druck ausgeübt werden, wenn sich das pferd mal um den schenkel biegen soll. was die trense betrifft:die reitweise hängt ja auch nicht nur von der ausrüstung ab. du könntest theoretisch auch mit englischer ausrüstung western reiten und umgekehrt. da würde ich mich aber mal beim spezialisten informieren. ich würde an deiner stelle auf mein gefühl hören. wenn du dich in der dressur grad wohlfühlst, warum nicht englisch. andererseits wird ja auch in der westernreiterei gymnastizierend gearbeitet. und wie du schon sagtest, du hast noch genug zeit, dich zu entscheiden. und vielleicht kannst du dein pferd ja auch in beiden sparten ausbilden lassen. vielleicht erst das eine und dann, wenn das pferd sicher ist, das andere. ist fürs pferd sicher nicht schlecht. liebe grüße |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.436
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sehe das ähnlich wie fenya: es gibt in jeder reitweise gut und schlecht gerittene pferde. für mich war dressurreiten auch immer mit anstrengung und schmerzen verbunden, bis ich dann mal auf einem wirklich fein geritten dressurpferd saß und festgestellt habe, dass es auch geht, ohne sich hinten 'nen wolf zu treiben und ohne dass vorn schnell die arme lahm werden. ich habe mich irgendwann für das westernreiten entschieden und möchte auch nix anderes mehr machen, vielleicht wäre ich aber nie auf western umgestiegen, wenn ich von anfang an die chance auf guten dressurunterricht auf fein gerittenen pferden gehabt hätte.
beide reitweisen auf einem pferd kann man machen, ist aber persönlich nicht so mein fall. lieber eine sache wirklich richtig machen, als von allem ein bisschen. sicher kann man bis zu einem gewissen grad auch im englisch-sattel westernreiten, das macht aber für mich keinen sinn. es gibt ja auch sachen wie z.b. penquitt, die mehr in die richtung impulsreiten gehen als die klassische reitlehre. wäre ja vielleicht auch noch eine alternative? wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, hattest du bisher nur englisch-unterricht. mein vorschlag wäre: suche dir einen guten westernstall mit schulpferden, nimm ein paar probestunden und entscheide dann, ob dir das wirklich besser gefällt und liegt als das klassische reiten. so einfach und relaxed, wie das oft aussieht, ist es nämlich auch nicht und wenn man es richtig machen will, ist es genauso anstrengend wie klassisches reiten. |
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#5 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: Im Dorf
Beiträge: 20
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Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für eure Antworten. @slider- ich hatte auch schon ein paar mal Westernunterricht. Leider ist der Stall in dem ich war aufgelöst worden und jetzt finde ich keinen Ersatzunterricht bei einem Westerntrainer mit Schulpferd. Außer bei einem der 40 Euro für ne Reitstunde will und diesen Preis finde ich übertrieben. Bisher kam ich beim Westernunterricht aber auch nicht über gynastizierende Übungen hinaus und daher schätze ich, werde ich den großen Unterschied noch nicht kennen gelernt haben. Außer beim Ausreiten vllt- Neck reining und tief reinsetzen und Beine weg zum stehen bleiben. Ich war erstaunt von den fein zu reitenden Pferden. Aber die gibts wohl auf der Gegenseite genauso, wenn man die richtigen findet. Aufgrund meiner Reitunfälle neige ich im Galopp manchmal dazu im Sitz vor zu fallen wenn ich aus irgendeinem Grund angst bekomme und das ist wiederum bei einem Westernpferd glaube ich nicht grad förderlich (denn dann wirds ja noch schneller). In letzter zeit kommt mir der Knieschluss des Dressursattels sehr entgegen, was beim Westernsattel ja nicht so geht *grübel* Ich werde mich denke ich auch schwer tun, beim punkto Ausbildersuche für mein Pferd, wenn ich noch nicht mal Reitstunden in meiner Nähe finde Spricht wohl alles momentan für englisch, hm? Dabei war ich mal so dagegen... muss ich mich wohl mit den Gedanken anfreunden und mir einbläuen, dass nur die Reitweise nichts mit der brutalen/nicht brutalen Einwirkung aufs Pferd zu tun hat. Was ja auch stimmt. vergübelte Grüße Suraya
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Solange Menschen nicht denken, dass Tiere fühlen,müssenTiere fühlen,das Menschen nicht denken! |
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#6 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.436
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Zitat:
knieschluss kannst du im westernsattel vergessen. ob das nach vorn kippen ein problem wäre, müsste man ausprobieren - ob das pferd nur davon allein schneller wird, hängt davon ab, wie es ausgebildet wurde und wie sensibel es von haus aus ist. wenn du an ein derart fein eingestelltes pferd geraten würdest, müsste es aber auch sofort wieder langsamer werden, wenn du den oberkörper wieder zurücknimmst oder auch ein entsprechendes stimmkommando wie "easy" gibst. 40,00 € ist schon ziemlich im oberen preissegment, aber unter mindestens 25,00 €/stunde wirst du keinen gescheiten trainer finden. wenn du dich im englischsattel wohlfühlst und die chance auf guten, bezahlbaren unterricht hast, bei dem du lernst, wie es auch ohne quälerei oder gar brutalität geht, gibt es doch aber auch keinen zwingenden grund, etwas zu ändern, oder? |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.01.2009
Ort: Kurz vor Dänemark
Beiträge: 119
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Liebe Suraya,
leider leider gibt es immer noch viel zu viel schlechten Reitunterricht. Egal ob "Englisch" oder western. Ein Rat: kauf Dir das Buch "Irrwege der modernen Dressur" von Philippe Karl und auch "Grundausbildung für junge Western- und Freizeitpferde" von Peter Kreinberg. Auch seine anderen Bücher kann ich empfehlen, Philippe Karl ist schon sehr anspruchsvoll aber auch ungemein lehrreich. Aber, wenn Du Dich mit diesen beiden wirklich beschäftigst, wirst Du sehen, dass wirklich klassische Dressur auch mit feinsten Hilfen auskommt. Ebenso wie gutes Westernreiten. Beide haben auch Internetseiten, einfach mal googlen. Und eine gute Grundausbildung kennt keine Reitweise! Auch ein Westernpferd wird erst mit zwei Zügeln geritten und auch die klassische Reitlehre kennt Neck - Rein. All dies muss das Pferd erst lernen. Wenn Du noch ein Jahr Zeit hast, hast Du ja auch noch viel Zeit zu lesen, und ich kann Dir wirklich nur empfehlen, Dich nebenher über Bücher weiterzubilden. Meine junge Stute hat sowohl einen Englisch- als auch einen Westernsattel, feines Reiten hat nichts mit dem Sattel zu tun! Für Dressurtraining und Springgymnastik nehme ich meist den Englischsattel, für gemütliche Ausritte den Westernsattel. Stehe Dir gern per PN für Rückfragen zur Verfügung, würde mich freuen, wenn ich Dir helfen kann! ![]() Du kannst Dein Pferd z.B. auch so trainieren, dass es automatisch bremst, wenn Du nach vorn fällst. Ein junges Pferd reagiert ja noch auf keinerlei Hilfe, das muss es erst lernen. Und wenn Du ihm beibringst anzuhalten, wenn Du nach vorn kippst, macht es das dann auch ( natürlich nicht, wenn es wirklich in Panik gerät ).
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Öffnet Augen und Ohren, um Euren Tieren gerecht zu werden! Sie sind uns anvertraute Lebewesen, die ein Recht darauf haben, dass man verantwortlich mit ihnen umgeht.
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#8 (permalink) |
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Gesperrt
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Es kommt darauf an, was du willst. Ich selbst nutze auf meinen Pferden englische Sättel, aber auch Hilfen aus dem Westernsport. Z.B. die angesprochenen treibenden Hilfen. Ständig mit dem Bein dran ist sehr anstrengend.
Im Prinzip ist alles eine Ausbildungssache. Du bringst dem Pferd ja bei, wie es reagieren soll. Frag dich in erster Linie, was du möchtest. Wenn du mehr wissen magst wie ich das handhabe melde dich einfach. |
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#10 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: Im Dorf
Beiträge: 20
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Hallo ihr Lieben,
vielen Dank an euch, dass mir so zahlreich Hilfe angeboten wird! Ich komme darauf zurück bei Gelegenheit. Ich habe mir jetzt mal die Westerndisziplinen und die Dressursachen durchgelesen und muss sagen dass mich das Western mehr anspricht. Ich kann mir mich als Dressurreiterin auch gar nicht vorstellen, irgendwie...und mein Pferd auch nicht +grübel+ Deshalb hab ich jetzt für den Montag einen Termin bei einem Westerntrainer der einen super guten Eindruck gemacht hat und nehme bei ihm Westernreitstunden. (Ist wieder witzig.Ich hatte es aufgegeben nach Westernreitstunden zu suchen, da ich nichts fand und schupps als ich mich damit abgefunden hatte tat sich ein Trainertürchen auf- isn't it ironic?!) Drückt mir die Daumen, dass ich es endlich mal schaffe tiefer in den Westernsport einblicken zu können um dann richtig entscheiden zu können!!! Ich erstatte euch Bericht Liebe Grüße Suraya
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