100 tolle Preise - Leserwahl plus CAVALLO Trophy - im Wert von 28.000 Euro Verladen ohne Stress: Wann Pferde zicken oder einsteigen Sättel: Sind Sie zu breit? Warum der Rücken wenig Druck aushält Pferd und Hund: Erst Zoff dann Liebe Wie Reiter-Hilfen besser wirken: Treiben Sie lieber leicht Futter: Hafer, Mais, Müsli - Stärken und Schwächen der Kraftspender Gräser-Check: Welche Gräser sind gesund, welche giftig?
|
|||||||
| Galerie | Forum | Hilfe | Benutzerliste | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
![]() |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
|
#1 (permalink) |
|
Mitglied
Registriert seit: 16.01.2011
Beiträge: 16
|
Hallo zusammen!
Ich bin gerade etwas ratlos... Ich habe seit knapp 3 Monaten einen 5,5 jährigen Wallach mit einer mich wahnsinnig machenden Angewohnheit (wobei das das falsche Wort ist). Er ist super lieb, lässt sich soweit toll reiten (er kann noch nicht sooo viel, aber er möchte meist alles richtig machen). Jetzt zu meinem Problem: Alleine mit ihm spazieren gehen ist sehr schwierig. Er ist auch schon öfters ohne mich nach Hause gekommen. Er läuft stellenweise wirklich entspannt neben mir her. Gelbe Säcke, Autos etc. können ihn nicht schocken. Doch dann... manchmal weiß ich noch nicht mal, was jetzt eigentlich der Grund ist, schießt er auf einmal los - und ich kann ihn natürlich nicht halten. Knotenhalfter interessieren ihn überhaupt nicht... mit Kappzaum ist es etwas besser. Neulich war ein 2. Pferd mit dabei und alles war super. Aber auch auf dem Hof macht er manchmal eigenartige Dinge. Letztens stand ein Pferd im Weg und wir mussten kurz warten. Als ein Auto vorbeifuhr, war er noch ganz ruhig. 2 Min später kam dasselbe Auto wieder vorbei, er drehte sich rum und schoss los! Er läuft nicht vom Hof weg, aber halten kann ich ihn nicht! Gestern war er am Putzplatz angebunden - neben seinem Kumpel - und war auch total ruhig und entspannt. Plötzlich ist er völlig panisch geworden (vermutlich, weil ca. 200m entfernt Leute mit einem Auto angehalten haben, ausgestiegen sind und zu den dort auf der Koppel stehenden Pferden gingen). Er hat sich in den Strick geworfen, versucht dorthin zu sehen, ist als nur von links nach rechts... In solchen Situationen ist er quasi nicht mehr ansprechbar - nichts kann ihn beruhigen. Selbst sein Kumpel, der absolut ruhig daneben stand, konnte nix ändern. Leider ist zu seiner Vorgeschichte nichts bekannt, aber er macht es schon, seit ich ihn habe. Es ist etwas besser geworden, aber ich würde gerne eine stabile Basis erreichen. Habt ihr Ideen/Tipps, wie ich ihn aus seiner Panik holen kann? LG |
|
|
|
|
|
#2 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.03.2010
Beiträge: 396
|
Hallo Aramis,
wie lebt dein Pferd? Box oder täglich reichlich Auslauf? Wird er geritten oder anderweitig bewegt, außer dem Spazieren gehen? Was bekommt er zu fressen? Wenn er noch neu ist, kann das mit dem noch relativ unbekannten Gelände und den Geräuschen zusammen hängen. Hatte meiner im neuen Stall auch. Der ist wegen jedem Scheiß abgegangen. Gut wird euch beiden Bodenarbeit tun, damit er mehr Vertrauen zu dir gewinnt. Besorg dir ein Buch und mach ein bißchen Basisarbeit zur Vertrauensbildung. Bei meinem hat es viel bewirkt. Und außerdem würde ich erstmal immer ein anderes Pferd mit auf eure Ausflüge nehmen, das gibt ihm zusätzlich Sicherheit. |
|
|
|
|
|
#3 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 12.10.2009
Beiträge: 1.573
|
Bist du dir sicher, dass er in Panik gerät, bzw. Angst vor etwas hat?
Ich hab eine Stute, die hat die Macke, wenn sie zum reiten keinen Bock hat, zappelt sie am anbindestrick hin und her, zieht rückwärts, dann drückt das halfter natürlich ins Genick, das nimmt sie dann zum Anlass zu steigen. Das passiert auch urplötzlich - ich binde sie nun nicht mehr so gerne fest an, weil sie sich einmal fast überschlagen hat, da sie mit den Hinterhöfen gerutscht ist. Anfangs dachte ich auch, sie fürchtet sich vor etwas - aber das ist echt eine Masche, um dem reiten zu entkommen.... Wenn Madame nämlich Lust hat zu arbeiten, steht sie wie eine eins.... Beim Führen deines Pferdes würde ich es echt mal mit (Führ-)Kette über Halfter versuchen ( tellington) versuchen, das ist ja für euch beide lebensgefährlich. Damit müsstest du ihn halten können. Zur Not muss es ihm mal wehtun - und besser so, als dass was schlimmeres passiert, z.B. Rennt in ein Auto oder rennt einen Spaziergänger um.....
__________________
|
|
|
|
|
|
#4 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 2.190
|
bei so unmotiviertem, unerklärlichem verhalten würd ich ihn immer erstmal vom ta durchchecken lassen. wenn er ein auto von bsp.weise links nicht schlimm findet, aber das gleiche auto dann von rechts sehr unheimlich wird, stimmt vielleicht was mit den augen oder den ohren nicht?
lass das doch mal abklären. wenn es nichts gesundheitliches ist, musst du sehr sehr konsequent sein. wenn du das losrennen und losreissen vor allem in den griff kriegen willst, darf er kein einziges erfolgserlebnis mehr haben. das heisst, du musst dich die erste zeit richtig bewaffnen. ich würde zu einer hengstkette raten. die nicht durchs maul ziehen, sondern ein paar mal um den nasenriemen wickeln, dann ist sie nicht so scharf. er darf auf keinen fall noch einmal erfolg damit haben. jedes erfolgserlebnis zementiert das verhalten weiter. wenn er mit trense kontrollierbar bleibt, nimm auch zum spazieren die trense. nimm dir unterstützung mit. mach am anfang ganz kleine spaziergänge, die immer positiv verlaufen sollten. daher auch nur ganz kurze am anfang, um das risiko zu reduzieren. wenn er dann eine minute lang so richtig brav ist, loben, vielleicht ein leckerlie, und wieder zurück. sollte er sich aufführen, nicht anfangen, ihn zu beruhigen, das ist dann auch eine bestätigung für ihn. er versteht ja den wortlaut nicht, er merkt nur, dass er, wenn er den dicken macht, aufmerksamkeit bekommt. also versuch, sein gezicke zu ignorieren, gehe festen schrittes noch ein paar meter weiter. sobald er auch nur eine sekunde ruhig ist, loben und umkehren. so zumindest würd ichs mal angehen |
|
|
|
|
|
#5 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 12.10.2009
Beiträge: 1.573
|
..oder so fieses Rückwärtsrichten - das finden alle doof.
sunny hat Recht, Konsequenz ist nun alles was zählt. und schneller sein als das Pferd. lauf Schlangenlinien, dreh abrupt im Gelände, bleib stehen. übt Körpersprache, und beschäftige ihn so, dass er gar nicht übers Losstürmen nachdenken kann. führen üben, dass er seitlich hinter läuft, stehen bleibt, wenn du stoppst, und rückwärts geht, wenn du rückwärts gehst. wenn du Wegseite änderst, dass er hinterher kommt, ohne dass am strick gezogen werden muss. hab eine Gerte dabei, als Hife. Damit kannst du auch begrenzen, wenn er neben dir läuft - einfach quer halten, damit er seitlich hinter dir bleibt. und wenn er da drängelt, gleich einige Schritte rückwärts schicken. (kann sein, du kommst am Anfang nicht weit, aber es muss ihm halt einfach zu blöd werden. er muss einsehen, dass wenn er blöd wird, dann wirst du es auch) Ansonsten Handschuhe und Führkette, zur Not zweiten strick mit rein, damit du nicht über Kette rückwärts zupfen musst (kommt drauf an, wie sensibel er ist). und wenn er losstürmen sollte, dann Absätze (feste Schuhe!!) in Boden und Halten, und sofort rückwärts schicken. da musst du halt schnell sein, dass du seinen Kopf rumkriegst, bevor er beschleunigt, denn sonst ist das nicht zu halten.
__________________
|
|
|
|
|
|
#6 (permalink) |
|
Mitglied
Registriert seit: 16.01.2011
Beiträge: 16
|
Hallo Rotbäckchen!
Mein Pferd steht tagsüber auf dem Paddock/oder halt Weide, wenn es nicht so arg nass ist und nachts in der Box. Er wird eigentlich so gut wie jeden Tag bewegt mit Longieren/reiten/spazieren gehen/Bodenarbeit/laufen lassen. Fütterung: Heu satt und morgens und abends jeweils 2 Becher (so Reformin-Becher) Müsli und abends zusätzlich Mineralfutter. Zu Beginn hat er sich auch nicht longieren lassen und hat beim Reiten bei jeder Gertenbewegung mit losrennen reagiert. Diese beiden Probleme haben wir relativ schnell lösen können -> longiert wird weitestgehend ohne Peitsche (zwischendurch nehm ich sie immer mal wieder auf und lasse sie aber wieder weg, wenn ich merke, dass er ein Problem damit hat) und reiten geht inzwischen ohne irgendwelche unerwünschte Reaktionen auf Gerte. LG |
|
|
|
|
|
#7 (permalink) |
|
Mitglied
Registriert seit: 16.01.2011
Beiträge: 16
|
Hallo Hafipower!
Um ehrlich zu sein: Ganz sicher bin ich mir nicht, aber in manchen Situationen kann ich mir nix anderes vorstellen. Also wenn er etwas nicht möchte, dann bleibt er auch ganz konsequent stehen und geht höchstens noch freudig rückwärts... In solchen Momenten steht er aber eher gelangweilt da und hängt sich ins Halfter, so als weiß er ganz genau, wie stark er ist! Diese Sachen am Anbindeplatz oder beim Spazieren gehen sind anders. Da reißt er den Kopf hoch, dass ihm die Augen bald rausfallen und er reagiert einfach auf überhaupt nichts mehr... Er drängelt übrigens nie... hält an, wenn ich stehen bleibe, geht mit mir rückwärts und wieder vorwärts... und ist leider dazu fähig, auch mit Kopf rum loszurennen. Er spannt einfach die Halsmuskeln an und rennt los. Dabei ist definitiv nichts mehr zu machen. Trense bringt übrigens auch nichts - schon versucht. Und leider, leider, schießt er nicht nur ein paar Sprünge vor (dann wär das Problem vermutlich schnell gelöst), sondern galoppiert bis er wieder zuhause ist. LG |
|
|
|
|
|
#8 (permalink) |
|
Mitglied
Registriert seit: 16.01.2011
Beiträge: 16
|
Hallo Sunny,
vielen Dank für deine Tipps. Leider bringt eine Trense auch nichts... Das mit den Augen habe ich mir allerdings auch schon mal überlegt gehabt. Er hat in einem Auge eine komische Stelle, die ich jetzt nicht weiter beschreiben kann. Sieht so ein wenig aus, also ob das blau etwas verlaufen wäre (er hat blaue augen). Tja und bei dem Spazieren gehen kommen diese Losrennattacken quasi aus dem Nichts, d.h. er baut sich vorher nicht großartig auf... ein nervöses Ohrenspiel oder ein Schnauben sind die größten Anzeichen, die ich bisher vorher feststellen konnte. Aber ich werd heute mal ne Osteopathin anrufen (ist auch TA). Die soll ihn mal durchschauen, da ich mir sicher bin,d ass er einige Blockaden hat (lässt sich z.B. rechts nicht gut stellen/biegen und galoppiert da zu 90% falsch an - auch an der Longe oder im Round Pen). Vielleicht kann sie mir auch was zu dem Auge sagen. LG |
|
|
|
|
|
#9 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 2.190
|
das ist auf alle fälle der richtige ansatz. wenn er tatsächlich auf einem auge eingeschränkt sieht, dann erklärt das auch das plötzliche losjagen ohne anzeichen. da kommt ganz plötzlich was in sein blickfeld, das er nicht einschätzen kann und vielleicht vorher einfach nicht gesehen hat, das ist ganz klar was unheimliches.
wenn das aber nicht der fall ist, musst du darauf achten, beim spazierengehen seinen kopf zu kontrollieren. ein pferd, dessen kopf zu dir hingezogen wurde, geht nicht geradeaus davon. die möglichkeit besteht dann, ihn auf einen ganz engen kreis um dich zu lenken und die dynamik wieder rauszunehmen. du kannst schon beim führen darauf achten, dass du eine gute ausgangsposition hast. ich achte darauf, dass meine pferde beim führen mich angucken. also zumindest ein auge will ich immer sehen. wenn er den kopf nämlich von dir wegdreht, ist sein hebel viel grösser und du hast keine chance. |
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Pferd rennt ins Auto | jess | Allgemeiner Reiter-Talk | 24 | 14.10.2009 21:21 |
| XT Umwerfer klemmt manchmal beim schalten | greencore | Schaltung und Antrieb | 4 | 17.12.2008 09:12 |
| Helm auf – immer, manchmal oder nie? | DJ_Kochroach | Sonstiges | 72 | 27.10.2006 06:23 |
| Bar Ends - gehören einfach dran, oder sind einfach unnötig? | hulk | Lenker und Vorbauten | 44 | 13.11.2003 21:39 |