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Ich will Kühe!

von Paint'n'Pug, Kategorie Allgemein am 13. April 2012

BlueundkuhIch will Kühe!
Vor einigen Jahren gab es eine Werbung eines großen Reiseanbieters: Die Mutter wollte in die Berge, der Vater an die See und die Tochter? Auf den Bauernhof: „Ich will Kühe!“

So ging es dieses Jahr Ostern auch bei uns. Ostern, 4 Tage frei… Ideal um das Pferd aufzuladen und etwas Spaß zu haben. Wer will schon in die Berge oder an die See? Cowgirls and –boys brauchen ein Pferd zum Spaß haben und… na klar: Kühe!

Tom Büchel, nachdem er bisher mehr im Süden tätig war, bietet mehr und mehr auch in NRW Kuh-Events an. In Datteln auf der Anlage der Familie Schürmann: Western Riding Haus Klostern.

Und so kam es, dass sich Kar-Freitag einige Cowgirls and –boys in Datteln trafen. Anfänger wie Fortgeschrittene schön in zwei Gruppen geteilt, damit jeder etwas von den 4 Tagen mitnehmen konnte, keiner über- oder unterfordert ist.

Trakehner, Haflinger, Paints, Quarter Horses… Freizeitpferde, Trail- und Pleasure-Turnierponys – Alle sollten Cow-Horses werden!

4 Tage!

Eine Menge Zeit um mit den Kälbchen zu spielen. Spielen, ja das war wohl der richtige Ausdruck, denn alles ging ganz gesittet ohne Hektik und Stress ab. Ein bisschen Abenteuerurlaub für jährlings Rinder.

Cattle Penning, Team Penning, Working Coshorse, Ranch Cutting und der Versuch ein Rind mit einem break away Rope zu „fangen“… an vier Tagen lässt sich eine Menge machen.

Schnell wurde klar, dass ein rittiges Pferd am Rind durchaus von Vorteil ist und dass die Möglichkeit das Pferd präzise zu steuern auch am Rind nötig ist: Ein Schritt zu viel und die Kuh ergreift die Flucht, ein zögerndes Pferd und das Rind ist weg…

Tom erklärte unermüdlich wie Kühe ticken, was passiert, wenn der Reiter hier oder dort hin reitet, was in den einzelnen Disziplinen gefragt ist und wie man als Team die Rinder dorthin bekommt wo man sie gern hätte.

So ging das drei Tage, jeden Tag ein bisschen was anderes, eine andere Disziplin oder die Wiederholung dessen, was noch gewünscht wurde.

Am Montag dann zum Abschluss ein paar Ritte unter turnierähnlichen Bedingungen:

Team Penning: Drei Reiter – Drei Rinder und die Frage: Wer ist am schnellsten?
Das Einzige Team ohne Paint Horses gewinnt. Doch der Ehrgeiz bei den Reitern der „Bunten“ war geweckt.

Na wartet!

Dann: Cattel Penning: Du und das Rind: Wer gewinnt?
Drei Paints auf den ersten drei Plätzen.

Jipiieee!

Ranch Cutting: Wer schlägt die schnelleren Haken? Auch hier ein „Fleckentier“ vorne!

Working Cowhorse: Oder doch Working Horse Cow? Das war hier dann doch nicht so ganz klar…
Klar ist aber, dass wir eine Menge Spaß hatten und gern nochmal nach Datteln fahren werden.

Ein weiterer Kurs ist für den Oktober geplant. Ein kleines Ranch Horse Turnier für Einsteiger und Fortgeschrittene mit und ohne Rind – Verbands- und Rassen unabhängig – im Juli. Vielleicht habt auch ihr Lust. Details dazu gibt es unter www.concepts4horses.de

Danke an Tom und sein Team für die netten Ostertage!

Und danke an die Kuh, die beim Ropen ein Einsehen mit mir hatte und ihren Kopf freiwillig in die Schlinge gesteckt hat. So konnte ich dann auch beim Ropen mit einem postivem Erlebnis aufhören. SMILE oder… say it the the cowboy way: Yehaw!

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Der Herbert scharrt mit den Hufen- nur noch 3 Wochen bis zum ersten Start diese Saison!

von NaNa, Kategorie Allgemein, So trainiere ich mein Pferd am 24. März 2012

Herbertchen scharrt schon mit den Hufen und wartet auf den ersten Distanzritt dieses Jahres. Wir beginnen die Distanz-Saison Mitte April im Saarland. Ich bin schon sehr gespannt darauf, denn auf dieser Strecke waren wir noch nicht. Derzeit bin ich dabei, mein Equipement noch etwas aufzustocken. Für Herbert gab es eine neue Distanztrense (Foto folgt), bei der das Gebiss ruhiger im Maul liegt als bei der alten Trense. Für mich gab es nach einem langen Regenritt letzte Woche, nachdem ich total durchgeweicht war, eine neue Regenjacke. Mal schauen, ob 20.000 mm Wassersäule endlich den Durchbruch in Sachen Regenkleidung bringen. Außerdem habe ich Herberts Hufschuhe neu besohlen und generalüberholen lassen. Ich hoffe, dass wir dann diese Saison damit wieder gut fahren. Nächstes Wochenende gibt es dann vorne wieder Hufeisen drauf.

Die letzten Wochenenden haben wir fleißig trainiert. Wir waren jedes Wochenende ca. 25-30km unterwegs. Mal mit Sulky, mal im Sattel, mal auf Sandwegen und riesengroßen Sanddünen, mal auf Schotterpisten. Ein Highlight war sicher eine ewig lange Felstreppe, die wir runtergekletter sind. Jetzt kann uns nichts mehr schocken! Was ich aber unbedingt vor dem Sommer noch angehen will, ist das Bach-Problem. Denn Herbert will keine Bäche durchqueren. Wir haben aber schon einen geeigneten Übungsbach ausgemacht, wo wir dieses Problem demnächst angehen werden.

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Rente, Altersteilzeit, Reha-Sport?

von Paint'n'Pug, Kategorie Allgemein am 8. März 2012

Mit Blue auf dem Anhänger auf dem Weg nach Kreuth bekomme ich einen Anruf, Faya sei lahm…

Es war der 28.August 2010, der Beginn einer emotionalen Achterbahnfahrt, die ich keinem wünsche.

Faya war damals 18.

Volljährig. Mit 15 hatte mir der erste Tierarzt schon gesagt, sie sei halt schon älter und man müsse sich darauf einstellen, dass sie nicht ewig reitbar sei. Sie sei ja schließlich auch nicht besonders Vorteilhaft gebaut.

Jetzt diese Nachricht und wie sich eine Woche später herausstellte war der Grund der Lahmheit eine Hufbeinastfraktur.

“Das wird” meinte die Tierärztin der Klinik, nur keine Sorge. Etwas Geduld müsse man haben, aber das sei etwas “normales”, kein Drama. In 3 Monaten sei alles wieder im Lot. Nur etwas Geduld.

Faya hat Geduld bewiesen. Mehr als 3 Monate, denn es wollte einfach nichts werden. Den ganzen Winter hindurch durfte sie nur Schritt geführt werden. Mal mehr mal weniger, es wurd besser und schlechter. Bin ich froh, dass meine Pferde die Handpferdereiterei kennen und Faya neben Blue wie eine eins durch den Schnee läuft.

Faya als Handpferd im Schnee

Es gab Tage, da zeigte meine Arabärin, was in ihr steckt. Ich hatte Angst nicht heil nach hause zu kommen. Neben Blue, als Handpferd benahm sie sich immer wie eine eins. Also ging ich irgendwann nur noch mit Handpferd raus. Jeden Abend, 20 – 30 min, einmal um unser Feld.

Faya bekam verschiedene Beschläge, div. “Pülverchen” doch im Januar sagte die Tierärztin dann: “Ich finde den Verlauf sehr unbefriedigend.”

U N B E F R I E D I G E N D! Ja.

Ich hatte getan was ich konnte, gemacht was ich sollte, Faya hatte mitgemacht, nicht die Box zerkloppt und nun? Alles für nichts? Ende aus vorbei?

Ich wollte eine weitere Meinung, nahm die Röntgenbilder und ging damit zu meinem Haustierarzt.

“Für mich sieht das nicht aus, als wenn das zusammenwachsen würde. Bis Mai würd ich das vielleicht noch versuchen, aber das Pferd wird nicht wieder reitbar werden. Seien Sie froh, wenn sie sie noch auf eine Wiese stellen können! Vermutlich wird aber auch das nicht mehr möglich.”

Der Tiefpunkt, die Frustrationsgrenze, wie auch immer man es nennen mag war erreicht. Es folgten schlaflose Nächte…

Kann man es dem Pferd noch zumuten weiter eingesperrt zu stehen?

Wird das nochmal etwas?

Hat Sie Schmerzen, von denen man sie besser befreien sollte?

Sie sah mir nicht resigniert aus, nahm an ihrer Umwelt teil, brummelte wenn ich kam. Ein resigniertes Pferd sah anders aus.

Ich beschloss ihr langsam wieder mehr “Freiheit” zu geben.

Stehen hatte nicht geholfen, vielleicht würde es mit etwas mehr Bewegeung, mehr Durchblutung besser?

Mit Blue zusammen war sie weiterhin ruhig, ich stellte die beiden zusammen auf einen mittelgroßen Paddock. Ritt mit beiden größere Runden aus… Im Mai stellte ich dann beide auf die Wiese. Es war durch die mehr Bewegung nicht schlechter geworden… warum sollte ich ihr nicht die Chance geben, sich den Sommer über so zu bewegen wie sie es wollte. Dr. Wiese, sozusagen.

Ich fing wieder an sie zu reiten. Zunächst Schritt. In Absprache mit einer weiteren Tierärztin und einer Physiotherapeutin.

Die Idee war, dass Faya sich vielleicht das Humpeln inzwischen “angewöhnt” hatte. Bzw. sich durch die Schonhaltung das ein oder andere verkürzt hatte, was dann zum Humpeln führte.

Ich ritt zunächst nur mit Faya aus. Draußen trabte ich auch etwas. Ich hatte keine Lust auf unqualifizierte Sprüche. Anhören musste ich mir auch so schon genug…

“Mach Schluss mit der, die ist schon alt, das wird nichts mehr!”

Einige Male verabschiedete ich mich von Faya. Es wurde besser und schlechter. Ich versuchte regelmäßigkeiten zu finden. Lag es am Wetter? An der Bewegung? An der Temperatur? Ich konnte nichts finden. Mal war es gut, mal nicht.

Ich beschloss ihr bis zum Ender der Weidesaison Zeit zu geben, zu warten was passiert, nicht genauer hinzusehen. Noch einen Winter in der Box lassen, das kam allerdings nicht für mich in Frage. Ich überlegte und kam zu dem Schluss, dass ja auch wir nicht jeden Tag gleich drauf sind und selbst ich nicht immer Taktrein laufe… Reha-Sport sollte doch drin sein!?

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Ende Oktober, das normale Ende der Weidesaison humpelte Faya noch immer recht stark. Es war nun über ein Jahr her. Die Physiotherapeutin war mehrfach da und es gab immer mal wieder kurzzeitige Verbesserungen. Insgesamt aber war Faya nicht stabil. Eine Achterbahn der Gefühle.

Was sollte ich tun? War es zu verantworten dieses lahme Pferd zu reiten? Wäre vielleicht Rente die bessere Alternative? Konnte ich sie ruhigen Gewissens in Rente schicken? Oder wäre die “Einbahnstraße” doch die einzig pferdgerechte Lösung?

Ende November der Durchbruch. Ich nahm Faya mit zu meiner damals neuen Trainierin für Blue, wollte eine unabhängige Meinung. Jemanden der fachkompetent ist, aber Faya nicht kannte. Ich hatte an eine Stunde Reha-Sport gedacht. Ein Leistungstest wurde es. “Es gibt zwei Möglichkeiten: Es wird besser durch Bewegung oder es wird schlechter.” Das klang logisch. Da es durch “nicht Bewegen” nicht wirklich besser geworden war fingen wir an sie zu fordern. Ich sprach auch wieder mit Tierärztin und Physiotherapeutin… Alle waren sich einig:

Muskelaufbau. Nicht hinsehen.

Anfang Dezember hörte die Weidesaison auf. Ich konnte Faya aber ruhigen Gewissens wieder reiten. Es wurd und wird durch reiten besser,  nicht schlechter. Sie hat inzwischen immer mehr Tage an denen sie Lahmfrei ist. Wir waren inzwischen auf fremden Anlagen, haben sie vor fremden Leuten geritten, die nichts von der Geschichte wussten.

Man muss ihr helfen, sie ein bisschen unterstützen, sie korrekt von hinten reiten. “Rumeiern” geht nicht. Faya muss sich einlaufen, ja auch das. Aber Faya ist nun auch schon 20.DSC00190

Und:

Faya läuft.

Und wie!

Hier ein aktuelles Video…

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Der Weg ist das Ziel…

von Paint'n'Pug, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden am 13. Februar 2012

Da war er nun, Blue, der dreijährige, ungeritten, zum “selber machen”.

“Selber machen” das war unser Wunsch. Ich hatte damal schon über 10 Jahre Pferdeerfahrung, war einige Pferde schon geritten. Nicht alle hatten gute Erfahrungen mit Menschen hinter sich…
Mein Lebensgefährte und ich stellten und stellen einiges in Frage. “Muss man es so machen? Warum gibt es so viele Pferde mit so vielen Problemen?”
Wir schauten uns viel an, fragten viel, wie andere es machen, lasen viel.
Mit unserem Pferd wollten wir es anders, besser machen. Wir wollten wissen ob es klappt, es anders zu machen.
Daher kauften wir ein ungerittenes Pferd, wir wollten uns das Ergebnis selbst zuschreiben können. Im Guten wie im Schlechten.

Und eins ist mal klar: Billiger war es nicht ein ungerittenes Pferd zu kaufen. Kostet es doch viel Zeit, Engagement und auch Geld ein ungerittenes Pferd zu einem zuverlässigen Freizeitpartner auszubilden.

Doch was wollten wir überhaupt?

Ich denke unser Wunsch lag nicht so weit von den Wünschen vieler Freizeitreiter, wenn nicht sogar jeden Reiters entfernt: Ein Pferd, welches gesund alt wird sollte es sein. Ein netter Freizeitkumpel, ein Pferd auf das man sich verlassen kann. Einen Partner, der mitarbeitet. Den man nicht zweimal bitten muss, sondern es gern macht. Motiviert ist zu gefallen.

Wer möchte das nicht?

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Auch ein Weg von 1.000 Meilen, beginnt stets mit dem ersten Schritt!

von Paint'n'Pug, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, So trainiere ich mein Pferd am 8. Februar 2012

anja blue schneeStellt euch vor,

ein Pferd zum spazieren Reiten wolltet ihr kaufen. Ein Jungpferd sollte es sein, weil ihr “es selber machen” wolltet. Und ein Paint, weil ihr von dieser Rasse fasziniert seid. Eins mit viel weiß, weil ihr der Meinung seid, das “Chrome” einem Pferd gut steht.

Ihr haltet Ausschau, nach einem bezahlbarem Pferd und werdet fündig. Gesehen, verliebt, gekauft.

Ein dreijähriger Paint Wallach wird es, ungeritten, an Freizeitreiter abzugeben.

Freizeitreiter, ja, da findet ihr euch wieder.

Die Reise, unser Weg mit dem Ziel einer Freundschaft fürs Leben, beginnt, vor nun 9 Jahren.

Seither ist viel passiert.

Das “Ausreitpferd” wird zwar noch immer ausgeritten, hat aber inzwischen auch schon 2 EM Medaillen gewonnen, ist mehrfach Deutscher Meister und Westfalenmeister.

Trotzdem ist er das geblieben was er sein sollte: Ein Freizeitpferd. Ein Kumpel fürs Leben.

Das geht nicht, meint ihr?

Ich denke es geht sehr wohl. Sportlicher Ehrgeiz und Freundschaft schließen sich nicht aus.

Oft werde ich gefragt, wie ich das mache und frage mich dann selber wie wir das hinbekommen haben.

Das Geheimnis heißt wohl: Respekt, Zeit, Ruhe, Konsequenz.

Das fürs erste, mehr von meinen sportlichen Freizeitkumpeln, neben Paint “Blue” sind das auch noch Araberdame “Faya” und Mops (Pug) Cedrik, demnächst, wenn ihr mögt.

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Reiterleben ist hart…! Höhen und Tiefen bei der Winterarbeit.

von NaNa, Kategorie Allgemein, So trainiere ich mein Pferd am 23. Januar 2012

Da wiegt man sich in Sicherheit, Herbert schien in letzter Zeit recht brav und dann kommt so ein Tag. Was geht vor im Schädel eines Vollblüters? Da legt sich von der einen auf die andere Sekunde ein Hebel im Kopf um und man sitzt auf einer kurz vor der Explosion stehenden Bombe. Bummelte man gerade noch gemütlich und ohne Aufreger durch eine belebte Ortschaft, so sorgen wenige Minuten später im Wald Baumstämme am Wegesrand für größte Empörungen auf Seiten Herberts.  Furchtbar!

Heute war mal wieder so ein besonders ätzender Tag. Nach 5 Tagen Pause (wegen Sturm, habe keine Lust auf herabfallende Äste im Wald) war Herbert kaum zu bremsen. Zweimal hat er versucht, fiese Tricks anzuwenden, nämlich vom langsamen Trab in den Pass zu gehen, sich dabei komplett festzumachen und dann losschießen…da habe ich als zart besaitete Person natürlich einen halben Herzinfarkt bekommen. Also erstmal gekniffen, abgestiegen und geführt bis sich die Gemüter beider Parteien wieder beruhigt haben. Darin sehe ich auch keine Schaden oder Befleckung meiner Reiterehre. Für mich und Herbert hat es sich als hilfreich erwiesen, aus derart “aufgewiegelten” Situationen (passieren ab und an auch am Boden) komplett rauszugehen, so ist sichergestellt, dass beide Parteien nichts machen, was sie später mit klarem Kopf bereuen würden. Naja, nach einer Weile musste ich natürlich wieder rauf aufs Pferd und wir haben uns dann auch wieder zusammengerauft. Viel gescheut hat er immer noch. Er stand einfach zu viel die letzten Tage. Dann waren heute überall im Wald Holzfäller unterwegs, argh! Die sorgen natürlich für große Erheiterung.

Dieses immer noch hochtrainierte Pferd im Winter und bei Sauwetter zu bespaßen, ist wirklich eine schwierige Aufgabe! Dafür gibt es aber auch immer wieder herrliche Ausritte, auf dem man mit Herbert durch die Wälder schwebt, Kilometer um Kilometer schmilzt dahin, das Pferd wird nicht müde und läuft und läuft und läuft :)

Also, optimistisch bleiben, morgen gleich wieder rauf aufs Pferd, da haben wir bestimmt wieder einen schönen Tag zusammen!

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Wie macht ihr das? Winterpause oder Winterarbeit als Erfolgskonzept für die kommende Saison?

von NaNa, Kategorie Allgemein am 4. Januar 2012

Aus gegebenem Anlass frage ich hier mal in die Community: wie handhabt ihr euer Training (unabhängig von der Disziplin) im Winter? Habt ihr einen festen Trainingsplan, reitet ihr nach Lust und Laune bei gutem Wetter oder lasst ihr euer Pferd im Winter Pferd sein und gebt ihm ganz frei?
Letztes Jahr bin ich nach 4 Woche Pause im Dezember (da habe ich gar nichts gemacht, Pferd hatte täglich Koppelgang) mit einem “Erhaltungsprogramm” ganz gut gefahren, ich hatte den groben Plan, 3mal die Woche etwas zu tun (Ausreiten, Ausfahren oder Longieren) und dazu habe ich noch alle 4 Wochen einen größeren Trainingsritt (20-30km) in der Gruppe gemacht.
Diesen Winter gestaltet sich das ganze schwieriger. Mein Herbert ist von der Saison 2011, in der er ja viel getan hat, noch sehr fit und nach der Haltungsumstellung (stand bis 15.12. auf der 24h Wiese, im Winter bis 1.5. Box mit täglichem Koppelgang) ist jetzt leider beim Ausreiten sehr geladen. Leider haben wir weder Reitplatz noch Reithalle zur Verfügung, sogar der große Roundpen, den wir bisher im Winter nutzen konnten, fällt diesen Winter aus :(
Das Ausreiten gestaltet sich also mit dem ziemlich energiegeladenen Pferd eher wenig spaßig für den Reiter. Dazu kommt das Schmuddelwetter, das die Motivation drückt und fehlende Gesellschaft, da wir fast immer alleine ausreiten müssen. Diese und letzte Woche habe ich dann wieder verladen und Bergtraining gemacht, das tut Herbert gut und er kann sich auch besser abreagieren als hier im Flachland (hier kann er 50 km traben und es juckt ihn relativ wenig….).
Ich denke aber, ich werde mich den Winter weiterhin durchkämpfen, grob den 3mal was tun-Plan beibehalten und dazu häufiger verladen und Bergtraining machen. Ich denke, es kann nicht schaden, das Pferd über Winter in Gang zu halten, allerdings mit einem deutlichen reduzierten Training, sodass sich ggf. Schäden aus der Saison noch auskurieren können.
Ab Mitte Februar muss ich 2 Monate Praktikum machen und werde dann ohnehin einen anderen Trainingsplan brauchen, da ich dann nur noch am Wochenende reiten kann. Ab Mitte April würde dann auch wieder die Distanzsaison beginnen, die ich 2012 gerne gleich mit einem 60km Ritt einläuten würde.
Aber jetzt erstmal den Ball flach halten und durch das Winter(matsch)loch kämpfen.
Ich freue mich auf eure Erfahrungen und würde gerne wissen, wie ihr im Winter reitet! Die Outdoor-Reiter ohne Halle haben es ja besonders schwer…

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Jahresabschluss bei der Nikolaus-Distanz

von NaNa, Kategorie Allgemein, So trainiere ich mein Pferd am 27. November 2011

Nikolaus Distanz 2011

Nikolaus Distanz 2011

Gestern haben wir die Distanzsaison mit dem Nikolausritt nun endgültig verabschiedet. Gemütlich ritten wir die 48km lange Strecke nach Karte in netter Begleitung. Sonst war an dem Tag nicht sehr viel gemütlich, da wir morgens 115km zum Veranstaltungsort und abends dann wieder 100km zuück nach Hause fuhren (anderer Zielort, Ritt ging von A nach B). So waren wir von 5.30 Uhr bis 21.30 Uhr unterwegs- puh.
Herbert war sehr anständig, hat sich nicht wirklich anstrengen müssen (das zeigten seine sehr niedrigen Pulswerte, sonst hat er recht hohe Laufwerte), hat sehr gut gefressen und gesoffen, so macht es auch mal Spaß. Auch wenn das viele Schritt reiten geht schon in den Rücken geht- das kriege ich sonst im Renntrab nicht so mit ;) Jetzt muss ich noch meine GPS Navigation optimieren- an sich war ich mit dem Foretrex sehr zufrieden, aber aus unerfindlichen Gründen fehlten ihm die letzten 15km, obwohl die Datei mit der Strecke, die ich importiert hatte, an sich fehlerfrei war- keine Ahnung, was das war. Aber 30km hat es mich hervorragend navigiert. Am besten funktioniert es, wenn man GPS und Karte parallel nutzt, so hat man eine Stütze, falls von den beiden Optionen eine ausfallen sollte. Teilweise war es z.B. schwierig sich an der Karte zu orientieren, als es z.B: kilometerlang an einer Bahnstrecke entlang ging, da kann man leicht verpassen, wann man von dieser weg abbiegen muss, sofern es keine Orientierungspunkte gibt.
Jetzt muss noch das stinkende Auto ausgeräumt werden, Herbert residiert wieder bei seinen Damen auf der Wiese. Ab 1.12. geht dann leider wieder die Stall-Zeit los, bis dahin genießen die 4 noch ihre Freiheit.

Super Pulswerte!

Super Pulswerte!

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Bergtraining im wahrsten Sinne des Wortes

von NaNa, Kategorie Allgemein, So trainiere ich mein Pferd am 23. November 2011

…und Vorbereitungen für den Nikolaus-Distanzritt standen diese Woche für Herbert und mich auf dem Plan. Am Samstag findet dieser Ritt statt, mit dem wir dann definitiv unsere Saison beenden wollen. Es ist ein Kartenritt, also absolutes Neuland für uns, daher gehe ich davon aus, dass wir langsam unterwegs sind. Sollte sich die Wegfindung einfach gestalten, nehme ich an, was Herbert anbietet. Er steht noch sehr gut im Training, da er wohl nicht so schnell abtrainiert werden möchte, wie ich mir das vorgestellt hatte. Jedenfalls hat er einige Male deutlich zu verstehen gegeben, dass er noch längst nicht auf den “Wintermodus” heruntergefahren hat.
Am Montag waren wir dann zu einem Konditionscheck noch einmal im Pfälzer Wald. Eigentlich sollte es eine relativ gemütliche, ca. 2h lange Tour mit überwiegend Schritt und leichten Steigungen werden- im Endeffekt war es eine echte Knochentour. Auf 12,5km haben wir über 600 Meter Anstieg gehabt *puh* und für diese kurze Distanz 2h15min benötigt. Ich habe fast 5km Pfade mit ausschließlich Felsgeröll erwischt und habe viel geführt. Ein Lob an dieser Stelle an den treuen Herbert, der sich zwar sicher öfters fragt, was er da gerade macht, aber das entscheidende ist, dass er definitiv immer mitmacht und sein Bestes versucht! Auf dem Gipfel des Oehrenfelsens auf 591 Meter Höhe (viel höher ist der Pfälzer Wald dann auch nicht mehr) rettete uns ein ortskundiger Wanderer, der uns einen nicht markierten Pfad bergab zeigte- sonst hätten wir uns wohl vom Gipfel runterbeamen müssen, denn ich weiß wirklich nicht, ob wir die extrem steilen Felspfade bergab gemeistert hätten. Aber es ging ja wieder einmal alles gut aus. Viel Spaß hat mit unterwegs außerdem mein neues Garmin Foretrex 301 gemacht- ein GPS fürs Handgelenk mit den wichtigsten Funktionen. Es findet extrem schnell Empfang und ist auch bei vielen Tempowechsel super genau. Echt klasse!
Morgen bekommt Herbertchen dann noch Klebeeisen an die Vorderhufe und dann richten wir auch schon wieder das Auto für den letzten Distanzritt des Jahres….!DSCF4326

Sicherheitshalber besorgt sich Herbert selbstständig Wegzehrung!

Sicherheitshalber besorgt sich Herbert selbstständig Wegzehrung!

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Der Herbstsonne entgegen…

von NaNa, Kategorie Allgemein, So trainiere ich mein Pferd am 28. Oktober 2011

…ritt ich vorgestern mit Herbertchen im Pfälzer Wald. Nach der Uni habe ich um 13Uhr ganz spontan entschieden, dass ich das Pferd in den Hänger packe und wir durch den herbstlichen Pfälzer Wald bummeln.

Nachdem ich mit Kräften und meinem kleinen Kinderbesen eine wahre Invasion von Marienkäfer aus ihrem Winterdomizil -nämlich meinem Anhänger- vertrieben hatte, konnte es dann losgehen. Wir fuhren dann ca. 20km nach Burrweiler, wo es einen großen Waldparkplatz gibt, an dem ich den Hänger so parken kann, dass ich ohne Rückwärtsmanöver wieder rausfahren kann. Das ist ganz wichtig für mich, denn ich habe selbst ohne Anhänger nicht so mit dem Rückwärtsfahren :) Bepackt mit Kartentasche, GPS (natürlich ohne frische Batterien, sodass es ziemlich schnell tot war) und meiner neu erworbenen Trinkflasche für an den Sattel, starteten wir dann auf eine ca. 15km lange Runde. Zunächst ritten wir zum bekannten Wanderparkplatz “Drei Buchen” bei Ramberg, ca. 2,5km geht es über sehr viele abenteurliche Pfade, die ich z.T. mit Pferd gerade noch so passieren kann. Auf dem Weg finden sich viele Felsplatten, Wurzeln und Geröll, sodass ich Josy dieses Mal mit Fesselkopfgamaschen ausgerüstet habe, um Verletzungen von außen vorzubeugen. Hinten waren wir dieses Mal barhuf unterwegs, sodass wir sehr viel Schritt gingen, da leider im Pfälzer Wald immer mehr Wege geschottert werden :( Von “Drei Buchen” ging es dann ca. 7km zum Forsthaus Heldenstein, hier gibt es schöne, unbefestigte Wege z.T. mit festem Sand und immer leicht bergauf, sodass man fast durchgehend galoppieren kann, wenn man wollte. Das habe ich die beiden Male, die ich zuvor hier geritten bin, auch gemacht. Vorgestern waren wir aber sehr piano unterwegs und sind nur ca. 2km von den 7km bergauf galoppiert. Vom Heldenstein ging es dann über Markierung gelb-weiß zurück zum Parkplatz, leider sind hier viele Wegabschnitte geschottert, z.T. mit richtig fiesem Bahnschwellenschotter, sodass man wirklich zu langsamem Tempo gezwungen wird. Nach ca. 2h20min waren wir dann wieder am Parkplatz und traten die Heimfahrt an. Der Pfälzer Wald ist einfach wunderschön und ich werde in Zukunft so oft als möglich die Gelegenheit ergreifen und die ca. 20km dorthin zum Reiten transportieren. Selbst wenn ich nur Schritt reite, ist das im Mittelgebirge wesentlich effektiver als bei mir im heimischen flachen Gelände. So kann ich Herbertchen bei Kondition halten, ohne dass ich ihn zu viel rennen lassen muss.

Der Horror-Pfad, sieht auf dem Foto viel zu idyllisch aus...Tatsächlich sind rechts und links Dornenwände, wir passen geradeso durch!

Der Horror-Pfad, sieht auf dem Foto viel zu idyllisch aus...Tatsächlich sind rechts und links Dornenwände, wir passen geradeso durch!

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