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4 VFD’ler beim großen Abenteuer

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Mit Pferden reisen am 30. August 2014

4 VFD’ler beim großen Abenteuer

Vom 11.-20. September sind 4 VFD Mitglieder unter der Leitung
von VFD’ler Peter van der Gugten auf großer Tour.
Sie reiten vom Vierwaldstätter See in der Schweiz über 4 Alpenpässe bis
nach Italien. Einmal quer über die Alpen – ein unvergleichliches
Erlebnis, ein An-die-Grenzen-gehen, atemberaubende Natur und
unberechenbare Naturgewalten. Das Abenteuer beginnt…..

Jack von Henrike beim Training in der Pfalz

Jack von Henrike beim Training in der Pfalz

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Reiten Grenzenlos: Schweiz-Deutschland: Wutacher-Charta Ritt 2014

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, Mit Pferden reisen am 11. Juni 2014

16 Reiter aus der Schweiz und Deutschland trafen sich am 29.5 in Schwaningen am Fusse des Schwarzwaldes, um gemeinsam vier Tage das Wanderreiten zu geniessen. Um 10 Uhr war Abritt in zwei Gruppen geführt von Bianca und Peter aus der Schweiz.

Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Über die obere Alp führte der Weg durch das romantische Steinatal hinauf nach Holzschlag zur VFD-Wanderreitstation Stallegg wo wir von Martin herzlich begrüsst wurden. Seine neuen Paddocks und das gute Essen liessen uns das regnerische Wetter schnell vergessen und das abendliche Lagerfeuer war der krönende Abschluss der ersten Tagesetappe.

Am nächsten Tag ging es Richtung Schluchsee nach Faulenfürst über luftige Höhen und durch dunkle Tannenwälder, immer mal wieder malerischen Flüsschen und Bächen folgend, gelangten wir zum Aussichtspunkt auf dem Riesenbühl. Von dort war es dann nur noch ein kurzer Ritt bis wir in Lenzkirch in der Wanderreitstation Rogg Unterschlupf fanden. Die 16 Pferde waren bald versorgt und wir genossen die Möglichkeit zu Duschen und den Abend am Wirtshaustisch ausklingen zu lassen.

Der dritte Tag brachte dann endlich den versprochenen Sonnenschein. Auf verschlungenen und sehr abwechslungsreichen Wegen ritten wir nach Osten der Wutach entlang, bis wir vor Titiseeneustadt die Gutach überquerten und Richtung Norden durch den Fürstenwald ritten. Nach einer Mittagsrast auf einer Waldlichtung bei strahlendem Sonnenschein, lud kurz vor dem Ziel der Kirnbergsee zum Baden ein. Der Girenhof, die VFD-Wanderreitstation bei Waldhof, bot uns Erfrischung und Unterkunft für Ross und Reiter in Schweizer Qualität. Beim Abendessen wurde von einer 2er Combo Unterhaltung geboten und die Reiter konnten die gemütlichen Zimmer beziehen.

Leider schon der letzte Tag der Tour über 120 km. Nach einem gemütlichen und reichhaltigen Frühstück verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und führten unsere Pferde Richtung Süden, wieder der Wutach entgegen. Die Wege schlängelten sich durch Wälder, über Weideflächen und Höhen und luden immer wieder zum Trab und auch Galopp ein. Schon der zweite Tag bei gutem Wetter erlaubte ein Picknick an der Wutach und gestärkt machten sich die zwei Gruppen auf die letzte Etappe zurück zum Hängerparkplatz in Schwaningen.

Reiten Grenzenlos: Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Reiten Grenzenlos: Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Ein toller Ritt mit viel Abwechslung, schönen Wegen und gemütlichen Unterkünften ging seinem Ende entgegen. Die Teilnehmer rundum zufrieden und erholt, fuhren ihrer Heimat in zwei verschiedenen Länder wieder entgegen. Alle hatten schöne Tage mit Ihren Pferden erlebt und grenzüberschreitend Erfahrungen ausgetauscht.

Bilder und Text: Peter van der Gugten

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Sauerlandstafette

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, Mit Pferden reisen am 5. Juni 2014

Vom Sauerland ins Münsterland
Sommer, Sonne, den Bürostress endlich hinter sich lassen und Urlaub machen…Mitte August
2013 ist es endlich wieder so weit: Die Pferde werden gesattelt und los geht’s. 250 km liegen
vor uns… die VFD feiert ihr 40jähriges Bestehen in Reken … ein Grund unser Wanderritt-Ziel
diesmal ins Münsterland zu legen.
Hier einige Tagebuchauszüge vom Wanderritt der SauerlandReiter Susi, Miri und Ropi:
21. August 2013, 15:32 Uhr, Listertal, südlichster Zipfel des Märkischen Kreises
Giaccomo und Vino stehen gestriegelt, gesattelt und bepackt an der Anbindung und warten
sehnsüchtig auf ihre zwei Ladies, die einfach mal wieder nicht fertig werden…. Naja, ein
letzter WC-Gang muss sein und dann los… nee warte mal, wo ist mein Hut… und wo ist
Marita… die soll doch noch Fotos vom Abritt machen! Weitere 15 Minuten später sind wir
endlich die Dorfstraße in Berlinghausen rauf und im Wald verschwunden. Unsere erste
Etappe führt uns entlang der Listertalsperre zum Biggesee und dann durch endlose Wälder
ins 30km entfernte Repetal, wo wir bei Freunden auf einem Ferienhof übernachten. Hier
sind wir immer willkommen, besonders in der Ferienzeit, wenn viele Kinder auf dem Hof
Urlaub machen …
22. August 2013, Petmecke – Wildewiese, ca. 30km
…wir sind im herrlichen Sonnenschein unterwegs. Von weitem können wir die Freilichtbühne
Elspe sehen. Hier finden im Sommer immer die Karl-May-Festspiele statt. Mitten im Ort
machen wir eine kurze Pause, um kühle Getränke zu holen und lustige Fragen der
Einheimischen zu beantworten: „… nein, wir haben uns nicht verlaufen.“ Und „… nein, wir
sind nicht die Cowboys (-girls) von der Freilichtbühne.“….“Ja, wir wissen, dass Karneval
vorbei ist.“ Aber im Grunde sind alle nur neugierig und möchten gerne erklärt haben, wie
dass so bei einem Wanderritt abläuft. Wir erzählen dann, dass wir Urlaub zu Pferd machen
und auch nebenbei für die VFD unterwegs sind. Erklären die Charta, die wir dabei haben und
auf der sie sich gerne verewigen können. … Etwas später, wir sind wieder im Wald
unterwegs, habe ich das blöde Gefühl, dass irgendwie die Wanderkarte nicht mit den Wegen
übereinstimmt. Wir verlassen uns auf meinen Orientierungssinn und biegen ab und siehe da,
am Wegesrand steht ein riesiges Info-Schild: Waldbesitzer, Bauern, Grundstückseigentümer
und andere Menschen haben im Zuge der „Flurbereinigung Elspe“ kurzerhand Grenzen und
Wege komplett neu eingeteilt. Aber wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel und für eine
neue Wanderkarte ist es jetzt eh zu spät… kaum eine Stunde später trauen wir unseren
Augen kaum… da stehen oben auf dem Berg riesige Zelte, Kinder machen eine
Wasserschlacht und … ja da steht es wirklich, in riesigen bunten Buchstaben, fast 5m hoch…
HOLLYWOOD …
23. August 2013, Wildewiese – Balve
Wir starten heute auf 600 Höhenmetern in Wildewiese und reiten erst mal nur bergab, bis
wir den Sorpesee erreichen. Diese Gelegenheit lassen wir natürlich nicht ungenutzt und
gönnen unseren Pferden eine kleine Abkühlung im Wasser. Erfrischt schaffen wir die
restlichen Kilometer bis zum Schloss Wocklum in Balve, weithin bekannt durch das jährlich
stattfindende „Balve Optimum“. Hier im traditionellen Turnierstall für Dressur und Springen werden wir aufs herzlichste empfangen. Neugierig schauen uns alle zu, wie wir Packtaschen
und schwere Westernsättel von den Pferden heben. Schnell sind wir tief im Gespräch über
Pferde, Reiten, Wetter und vieles mehr…
24. August 2013, Balve – Schloss Höllinghofen
….mittlerweile sind wir wieder irgendwo im Wald unterwegs, als uns plötzlich lautes
Männergeschrei aus unseren Gedanken reißt. Unsere Pferde spitzen die Ohren, Musik? Der
Wald wird lichter, auf einmal finden wir uns zwischen Männer in karierten Röcken wieder,
die mit Äxten auf Strohballen werfen, Baumstämme durch die Luft wirbeln und leckeren,
dunklen Gerstensaft trinken…Schotten? Schottland? So weit wollten wir heute doch gar
nicht, eigentlich müsste hier doch Hövel sein? Ist es auch. Aber heute finden hier Highland
Games statt. Toll, erst mal Pause machen und etwas gegen den Durst tun. Nichts ahnend
sind wir auf einmal die Attraktion. Männer, die eher einem Kleiderschrank gleichen aber ihre
Röcke außen tragen, lassen die Baumstämme fallen und werden zu Pferdeflüsterern…
25.August 2013, Schloss Höllinghofen – Unna Hemmerde
Nach einer erholsamen Nacht mit leichtem Regen verlassen wir nur ungern diesen tollen
Hof. Unsere heutige Wegstrecke ist nicht so lang, daher lassen wir uns Zeit und schauen in
aller Ruhe erst einmal diesen Aktivstall an. Es gibt einen riesigen Laufstall, halb offen, halb
zu, mit automatischer Fütterung und Beschäftigungsecken. Für Pferdebesitzer, die nicht
regelmäßig genügend Zeit mit ihren Pferden verbringen können, ist dies sicherlich eine super
Alternative um ihr Pferd artgerecht einzustellen. Kurz nach elf machen wir uns dann auf. Die
Sonne scheint auch schon wieder und die Berge bleiben nun endgültig hinter uns. Wir freuen
uns schon auf heute Abend, denn dann stößt Ropi mit seiner Cindy zu uns. Nach
Sonnenuntergang sitzen wir nun zu dritt draußen auf einer Bank, trinken ein Bierchen und
zählen die Sternschnuppen, die in dieser Nacht wirklich zu Hunderten unterwegs sind…
26.08.2013, Unna Hemmerde – Werne
Heute liegen knapp 40 km vor uns – quer durch den Kohlenpott. Wir kreuzen Autobahnen,
durchqueren mehrere Orte und stehen plötzlich in einer Sackgasse, zumindest für unsere
Pferde. Die Links-Rechts-Schikanen für schnelle Radfahrer sind so eng, dass wir mit den
beiden großen Pferden das Risiko nicht eingehen wollen. Also zurück und nächsten Abzweig
versuchen. Etwas weiter im Ort halten wir Ausschau nach einer Essgelegenheit und sehen
auch schon weiter vorn einen Drive In. Wir wechseln die Straßenseite und parken unsere
Pferde auf dem angrenzenden Parkplatz. Der Wirt bringt erst einmal Wasser für die Pferde,
der Nachbar kommt und stellt Tische und Stühle um, damit wir bei den Pferden sitzen
können. Kinder kommen heran und kraulen unsere Pferde, wir bestellen etwas zu Essen.
Kurze Zeit später kommen Frau und Tochter des Wirtes vorbei, setzen sich zu uns und
erzählen, dass sie auch Pferde haben, fragen wo wir her kommen und wo es noch hin geht.
Wir erzählen von unserem Ritt und von der VFD. Unterschriften für die Charta kommen
zusammen. Es werden jede Menge Fotos gemacht… Und alle genießen eine lange
Mittagspause. Später unterwegs treffen wir immer wieder auf neue nette Leute, mit denen
wir ins Gespräch kommen. Die Begeisterung für Wanderreiter ist enorm und regelmäßig
werden unsere Pferde gelobt, die so brav und unerschrocken im dicksten Autoverkehr
stehen. Am frühen Abend kommen wir dann in Werne an. Für unsere Pferde sind auch hier
schon Boxen und Futter hergerichtet. Wir holen unsere Autos und Anhänger nach und sitzen bis spät in die Nacht noch draußen und schauen einem strahlenden Halbmond beim
Aufgehen zu…
27.08.2013, Werne – Olfen
…gleicher Ort, gleiche Stelle: Wir treffen uns zum Frühstück. Unsere Pferde gucken, schon
voller Erwartung auf den neuen Tag, über ihre Boxentüren dem Sonnenaufgang zu. Während
Miri die Pferde fertig macht, packen wir die Anhänger und verschaffen uns einen Überblick
über die vor uns liegende Etappe. Nachdem wir am vorigen Tag zu fast 98% Teerstraße
hatten, freuen wir uns heute auf die grünen Wälder mit ihren saftigen Lichtungen, die
unsere Pferde besonders mögen… Zur Kaffeezeit in Selm steuern wir das Stadtzentrum mit
seinen Einkaufsmöglichkeiten an. Im dortigen Supermarkt mit Bäckerei holen wir Möhren für
unsere Vierbeiner und Kaffee und Kuchen für uns. So sitzen wir nun mitten auf einem
Parkplatz und lassen es uns im Schatten gut gehen, während erstaunte Kunden mit ihren
Einkaufswagen fast gegen eine Laterne fahren, weil sie die Augen nicht von uns wenden
können… Kurz vor unserer nächsten Übernachtungsstation treffen wir auf einige andere
Wanderreiter, die das gleiche Ziel und dasselbe Quartier für die nächste Nacht haben – es
sind alte Bekannte von Ropi. In Rönhagen angekommen, werden wir gemeinsam mit ca. 25
weiteren Wanderreitern, die auch nach Reken wollen, freundlich vom Bürgermeister
empfangen und erhalten alle einen kleinen Olfen-Esel.
28.8.2013, Olfen – Merfeld
Unsere vorletzte Etappe führt uns an den Halterner Seen vorbei in die Uphuser Mark
Richtung Silbersee. Ziel ist eine Bauernschaft in der Nähe von Merfeld. Die wunderschöne
Landschaft mit den kühlen Wäldern erleichtert uns das Vorankommen. Ganz in der Nähe der
Dülmener Wildpferdebahn übernachten wir auf dem Islandgestüt Borgarstadur. Auch hier
werden wir herzlich von einer Bande Mädels begrüßt. Während wir unsere Pferde versorgen
schauen wir den Ferienkindern bei der Generalprobe für die Quadrille am nächsten Tag zu.
Alte Erinnerungen an eigene erste Reiterferien auf einem Ponyhof schleichen sich in unsere
Gedanken. Abends sitzen wir noch lange mit den Mädels zusammen und erzählen uns
spannende Pferdegeschichten.
29.8.2013, Merfeld – Reken
Das Ende unserer Reise rückt immer näher. Ein kurzer gemütlicher Ritt von ca. 3 Stunden
führt uns zu unserem Ziel, das Reitzentrum Reken. Dort angekommen werden wir auf dem
Platz von Hans-Peter Hartmann begrüßt. Wir überreichen unsere Charta mit allen unterwegs
gesammelten Unterschriften und erzählen Einiges von unserer Reise.
30.8. – 1.9.2013, Reken
Wir genießen die Feier zum 40jährigen Jubiläum der VFD und treffen auch hier auf alte
Bekannte.
So endet unsere spannende Reise vom Sauerland ins Münsterland. Wir möchten uns auf
diesem Weg bei all den netten Menschen bedanken, die sich Zeit für uns genommen und uns bei unserem Ritt unterstützt haben. Nun stecken wir schon wieder mitten in den Planungen für unseren nächsten Wanderritt im kommenden Sommer 2014 zur 20. Eurocheval in Offenburg. Auf das wir uns dort alle wiedersehen. Bis dahin einen allzeit guten Ritt.
Eure SauerlandReiter
Ein Bericht von Susanne und Miriam Schürholz.

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

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Oh Gott, was tut sie jetzt?! Kleiner Trostblog für Angsthasen und Bedenkenträger

von HannasFan, Kategorie Allgemein am 13. November 2013

Shake

Nein, nein, nein! Oder Sturheit siegt

Wie bereits erwähnt, war es für Hanna ein ziemlicher Kulturschock, plötzlich mein Pferd zu sein, und sie arbeitete sich eine sehr effektive Taktik aus, um mit dieser Situation umzugehen. Diese Taktik lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: „Nein!“ Ihre Grundeinstellung zeigte sich bereits am Boden, und ich möchte den Beginn unserer zunächst wenig erfolgversprechenden Kommunikation einmal anhand einiger  Beispielszenen illustrieren.

Beispiel putzen:

Reiterin:        So, Pony, hier sollst Du jetzt bitte einige Minuten stehen bleiben, damit ich Dich putzen kann.

Pony.             Nö.

Reiterin:        Das habe ich jetzt ‘mal überhört” (versöhnliches Tätscheln am Hals), komm, lass uns anfangen.

Pony:              Also, ich geh dann jetzt ‘mal. Da hinten wächst frisches Gras. Tschüs, viel Spaß noch –

Pony trottet davon.

Was folgt, ist ein umfassendes Konglomerat an Flüchen, der atemlos dem Pony hinterhereilenden Reiterin.

Die nächste Szene: Hufe auskratzen.

Reiterin:        “Sei bitte so freundlich, Pony, und gib mir deinen linken Hinterhuf.”

Pony              “Nö.”

Reiterin:        “Doch, komm bitte her”

Pony:             “Nö”

Reiterin:        “Doch”

Pony:             “Nö.”

Reiterin (mit quasi innerlich zusammengebissenen Zähnen): Gib mir jetzt endlich diesen Huf

Pony:         Nö. Und wenn du nicht gleich deine Hand von meinem Bein nimmst, dann trete ich aus.

Reiterin:        “Nö.”

Pony:             “Doch”

Reiterin:        “Nö.”

Reiterin:        “Aua!”

Na, die Sache mit den Flüchen kennen Sie ja nun schon.

Nächste Szene: die Trense.

Reiterin:        “Sei so freundlich, Pony, und öffne dein Mäulchen ein wenig

Pony:             Nö.

Reiterin:        Doch.

Pony:           Nö. Diesche Trensche kommt mir nsch in mn Maul – nie! Nur über meine Leische.

Die Reiterin jedoch hat in der Zwischenzeit gelernt, dass manchmal ein wenig Kreativität durchaus hilfreich sein kann. Sie versucht es mit einer List und zückt eine Möhre.

Reiterin:        Du solltest Dir überlegen, das Mäulchen doch ein wenig zu öffnen, Pony, sonst kann die Möhre ja gar nicht hinein”

Pony:             Na gut, aber nur die Möhre, die blöde Trense bleibt draußen.

Reiterin:        Fein, hier ist deine Möhre

Möhre und Trense gleiten miteinander ins Ponymäulchen.

Pony:             Wiescho klebt die Trensche jetscht plötschlisch an der Möhre dran?

Reiterin:        Na also, gut gemacht, Pony.”

Pony;             “Scheische”

Sie sehen selber, zum Thema Reiten ist es in dieser Phase noch gar nicht gekommen, aber bereits ein kleiner gemeinsamer Spaziergang hat der durch so viel Widerborstigkeit verunsicherten Reiterin gezeigt, dass sie möglicherweise gegen 400 – 500 kg Pferd einfach keine Chance hat. Das Gespräch setzt wieder ein:

Reiterin:        Hey Pony, hör bitte ‘mal auf, mich ständig über den Haufen zu rennen.

Pony:            Nö. – Und überhaupt: du bist mir viel zu langsam, und ich will schnell wieder heim.

Reiterin:        Aber ein Pferd rennt nicht einfach sein Leittier über den Haufen.

Pony:             Tue ich auch nicht. Ich renne nie – mals mein Leittier über den Haufen

Reiterin:        Aha?

Pony:             Aber dich schon.

Und landete die zitternde Reiterin schließlich doch auf dem Rücken ihres Pferdes? Ja, das tat sie, aber allein die ersten Bemühungen aufzusitzen begannen zumeist mit den Worten “Sei so freundlich, Pony…, ” und der bereits bekannten Ponyantwort “Nö.”

Dass diese Form der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd wenig aussichtsreich ist, werden Natural Horsemen und –women ebenso bestätigen wie Reitlehrer alter englischer Schule, Ganz großes Angsthasenkino also! Dabei ist mir letztendlich klar geworden, dass Hannas Verhalten in ersten er Linie einmal Selbstschutz war. Ein Pferd das für sich und sein Leben Verantwortung übernimmt, hat quasi die Pflicht, vor der Folgsamkeit gewissenhaft zu überprüfen, ob der Mensch, dem es sich da anvertrauen soll, überhaupt stark, fähig und sicher genug ist, um für des Ponys Überleben zu sorgen. War ich das als verunsicherte Angsthäsin? Nein, war ich natürlich nicht! Und so weigerte sich Hanna denn zu Beginn standhaft, unter dem Sattel auch nur wenige Schritte mit mir von Weide und Herde fortzugehen. Da half kein Treiben und auch keine Gerte (und weiter wollte ich die Aufrüstung definitiv nicht steigern). Ihre Antwort lautete „Nein!“, und wenn ich auf „Doch!“ bestand, riss sie den Kopf in die Höhe, schwang ihn zu einem verzweifelten “Nein, nein, neun!“ hin und her, und mein inneres Filmtheater zeigte bereits den Gruselklassiker vom wild steigenden Pferd, dass mich abwerfen, im Steigen stürzen und mich unter sich begraben würde. Wie gesagt, ganz großes Angsthasenkino eben.

Doch, wie ich in der Überschrift bereits sagte, „Sturheit siegt.“ Warum aber sollte sie nur auf Seiten des Pferdes siegen? Manche/mancher hier und ich, wir mögen vielleicht furchtsam sein, was mich betrifft möglicherweise noch nicht einmal sehr begabte Reiter, aber, glauben Sie mir, stur sein können wir auch! Und auch wenn es mir peinlich sein müsste, es zuzugeben: Hanna ließ sich nicht von daheim wegreiten, na und? Also führte ich sie zu Anfang nur fort, soweit meine Kraft eben reichte, stieg am weitest entfernten Punkt unserer „Reise“ auf und ritt sie heim, wohin sie sich mit größten Vergnügen lenken ließ. Irgendwann klappte es mit dem Reiten dann auch in beide Richtungen, sei es, dass Hanna den Schluss zog, dass nach Gerittenwerden etwas Gutes folgt, nämlich Heimkommen, sei es dass ich einfach den längeren Atem hatte. Irgendwann wurde der panische Kopfhochreißen von einfachem Auskeilen und einem leichten Bocksprung aus dem Stand abgelöst, und ich dachte mir, dass bei einem Sturz aus dieser Position schlimmstenfalls einige leichte Knochenbrüche zu erwarten seien. Es folgten aber keine Knochenbrüche. Ich beantwortete ihren Protest mit einer leichten Reaktion der Gerte. Es folgte die uns eigene Art zu diskutieren. Auskeilen, Gerte, auskeilen, Gerte …und irgendwann hatte Hanna keine Lust mehr, wenn ich so grottenstur war, dann würde sie eben zwei Schritte gehen, was soll’s. Nach den zwei Schritten die nächste Diskussion, diesmal schon sehr viel kürzer, und nach dem dritten „Gespräch“ war das Thema durch.

Ja, ja, ich höre jetzt schon wieder die Pferdeflüsterer schreien und die „Nichts-bringt-mich runter-Reiter“ sehe ich die Köpfe schütteln „Wie doof ist das denn?!“ Ja, ok. Leute, doof vielleicht, aber es hat funktioniert, und zwar ohne, dass eine von uns größeren Schaden erlitten hätte. Stattdessen haben Hanna und ich zusammen  etwas übereinander gelernt, und es wurde etwas gelegt: ein winziger, zarter Keim von Verstehen und Respekt, ein Keim aus dem eines Tages eine ganze Baumschule werden soll, wenn es nach mir geht, und das ist doch was.

Übrigens zum Thema „Mach doch einfach mal was anderes“ und zu den Und-nichts-bringt-mich-runter-Reitern ein andermal mehr.

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Oh Gott, was tut sie jetzt?! Kleiner Trostblog für Angsthasen und Bedenkenträger

von HannasFan, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden am 7. November 2013

Ein paar Worte über Hanna und die Angst an beiden Enden des Zügels

Sie sollen gelassen und entspannt dasitzen und Ruhe ausstrahlen, aber unter Ihnen tobt die Hölle! „Die Hölle“ hat in diesem Fall ein paar spitzer Ohren, wunderbare dunkle Augen, panisch geblähte Nüstern, einen zur Kanonenkugel gespannten Körper und vier Hufe, die nur darauf warten, das Inferno loszutreten. Sie hören vielleicht kurz vor Ihrem tragischen Tod noch eine entfernte Reitlehrerstimme, die Sie auffordert, die Schenkel „ranzunehmen“ und tief in den Bauch zu atmen. Ganz hilfreich! Sie werden vermutlich in wenigen Sekunden durch einen der spektakulärsten Reitunfälle der Geschichte ins Jenseits einkehren, und der Typ spricht von Bauchatmung. Ihr Pferd wiederum spricht gar nicht, zumindest nicht mit Worten, dem ist sowieso völlig egal, was Reitlehrer sagen und erst recht, was hilflose Besitzer auf seinem Rücken tun, es wird ohnehin gleich nach eigenem Belieben und in Bruchteilen von Sekunden zum Mörder mutieren.

Es gibt mittlerweile diverse Bücher, die sich mit derartig unerstrebenswerten Momenten im Reiterleben befassen und noch viel mehr furchtlos-routinierte Reiter, die müde über Menschen wie vielleicht Sie und ganz bestimmt mich grinsen, weil ihnen die Angst am Zügel – tatsächlich oder angeblich – völlig fremd ist. Ich möchte hier weder die Zahl der einschlägig gedruckten noch die der menschlichen „Ratgeber“ erhöhen. Nein ich möchte diesen Blog für mein Coming out nutzen, für mein Coming out als notorischer Schisshase zu Pferd! Zugleich möchte ich meinen Leidensgenossinnen und Leidensgenossen unter anderem sagen, dass sie nicht allein sind. Denn wirklich zugeben tun ihre Sorge nur wenige von uns. Wie peinlich! Angst vor dem eigenen Pferd, ist ja lächerlich! Ein Reiter/eine Reiterin ist couragiert, sportlich, schnittig, gewissermaßen Spiderman oder Spiderwoman unter den Tierfreunden. Ich habe sogar vor mehreren Jahren in einem Reitratgeber gelesen (Titel und Autor habe ich umgehend wieder verdrängt), Reiten sei ein Sport, folglich habe ein Reiter normalgewichtig, gut trainiert und gesund zu sein. Vielen Dank auch, lieber Freund und Autor! In Deiner Welt sind vermutlich auch alle Frauen blond und langhaarig und Ponys können Socken stricken.

Aber bevor ich jetzt schon damit beginne, ganz besonders kluge Pferdebesserwisser zu beschimpfen, sollte ich vielleicht doch erst einmal ein paar Worte über mich und mein Pony verlieren (und in den weiteren Zeilen wird das Pony dann an erster Stelle stehen, versprochen!).

Vor etwa 5 Jahren erstand ich mein Connemara Pony Hanna. Ich ritt sie auf ihrem vertrauten Hof zur Probe, und sie war so ruhig und verlässlich, dass es fast an Schläfrigkeit grenzte. Das ideale Pferd für mich! Aber der Ortswechsel zu uns war dann ein solcher Kulturschock für das arme Tier, dass die „Schlafpille“ quasi über Nacht zum widersetzlichen Angsthasen mutierte, und unsere gemeinsame Geschichte eher unelegant begann. Oft war diese Geschichte für uns beide einfach furchtbar stressig und frustrierend. Wir schaukelten einander in jenen so wunderbar funktionierenden Teufelskreis von „Ich habe Angst, weil sie Angst hat, und sie hat Angst, weil ich Angst habe“ hinein. Es war schrecklich für uns zwei, aber rückblickend auch manchmal einfach nur unsagbar komisch. Hinzu kommt, dass ich MS habe, und Kraft, Ausdauer und Balance im Vergleich zu anderen Reitern bei mir gelegentlich recht eingeschränkt sind. Ein weiterer Grund zur Panik am Zügel?! Naja, ich weiß nicht, ab und an habe ich schon den dringenden Verdacht (und das gilt jetzt ausschließlich für mich) , dass hier die körperlichen Wehwehchen von mir einfach nur gnadenlos ausgenutzt werden, um einen vorzeigbaren Vorwand für meine Hasenfüßigkeit zu haben; ein bisschen so wie „Ach Liebling, heute nicht, ich hab‘ Migräne“. Also an dieser Stelle auch gleich einen Gruß an alle Angsthasen mit physischen Handicaps: Hey Leute, das ist doch prima, WIR dürfen sogar ganz offiziell so sein!

Ich möchte hier also gerne ein paar Geschichten von Hanna uns mir erzählen und dabei gelegentlich ganz altklug womöglich noch das eine oder andere erwähnen, das uns sehr geholfen hat, vielleicht kann ja noch jemand da draußen davon profitieren.. Aber Vorsicht! Dinge haben bei Hanna und mir möglicherweise gut geklappt, es lohnt sich sicher auch darüber zu lesen, fangen Sie dann aber bitte an, an ihrer eigenen Methode zu basteln. Vielleicht funktionieren die Dinge bei Ihnen und Ihrem Pferd ja ganz anders als bei uns! Denn das soll eine der Grundlagen dessen sein, was ich hier bloggen und erzählen möchte, und gleichzeitig ist es eine Tatsache, die so viele „Es geht nur so und nicht anders –Ratgeber“ gerne außer Acht lassen: Es geht meiner Meinung nach (und fragen Sie mal Hanna!) fast immer auch anders! Sie sind absolut einzigartig, und Ihr Pferd ist es erst recht, doch Mensch und Pferd zusammen ergeben ein so komplexes System, dass es als solches weder generalisierbar noch wiederholbar ist, und beide müssen gemeinsam Ihren Weg finden, in ständiger Wechselbeziehung zueinander! Da können viele Erkenntnisse helfen, aber das Entdecken des geeigneten Vorgehens können sie uns Angsthasen und Bedenkenträgern leider nicht abnehmen.

Wie oft habe ich gedacht, ich müsse doch in der Lage sein, Hanna dieses oder jenes endlich beizubringen (oder abzugewöhnen!) und mich als Versager beschimpft, weil es nicht gleich klappen wollte, bis ich gemerkt habe, wir müssen gewisse Sachen ZUSAMMEN lernen, das ist ein Vorgang, der uns beide gemeinsam betrifft und manchmal eben auch Zeit braucht. – Jedenfalls so lange ich zu den Schisshasen am Zügel gehöre, und seien Sie sicher, das wird noch sehr, sehr lange so sein! Aber wissen Sie was: Ich stehe dazu nach all den Szenen, die dieses Pony und ich uns geliefert haben. Doch zu denen vielleicht besser ein andermal.

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Stafettenritt von Nordkirchen nach Reken

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein am 26. August 2013

Als Pferdefreund erwies sich der Bürgermeister von Nordkirchen Dietmar Bergmann am Samstag, als rund 10 Pferde mit ihren Reitern der „Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland“(VFD) vor dem Schloss Nordkirchen Aufstellung nahmen. Er streichelte zunächst viele Pferdenasen, bevor er die Rekener Charta unterschrieb. Diese Charta vereint die Gedanken zum Erhalt des Pferdes als Kulturgut, Freizeitpartner, Familienmitglied und wirtschaftlich interessantes Nutztier und wirbt für grenzenloses Reiten auf naturbelassenen Wegen.

Schloß Nordkirchen

Schloß Nordkirchen

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Reiter-/Fahrerstafette für freies Reiten führte quer durch Ostfriesland

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein am 26. August 2013

Freiheit liegt den Ostfriesen im Blut… Schon ihre Vorfahren erlangten zur Zeit Karl dem Dicken die Friesische Freiheit. Noch heute gibt es den „Upstalsboom“, das Denkmal an dem sich die friesischen Häuptlinge früher zur Beratung trafen.

Da wäre es fast schon selbstverständlich, dass die ostfriesischen Reiter dem Aufruf der VFD

folgen und eine Reiter/Fahrerstafette organisieren, um die Charta für freies, grenzenloses Reiten und den Erhalt des Kulturgutes Pferd zu unterstützen.

Wenn sich der Bezirksverband Ostfriesland nicht erst Ende letzten Jahres gegründet hätte und eigentlich genug mit der Aufbauarbeit zu tun gehabt hätte. Doch wie gesagt: Freiheit liegt den Ostfriesen im Blut und so entstand im Juli spontan die Idee doch noch eine kleine Stafette zu organisieren.

Ein paar Mitglieder planten eine Teilstrecke und forderten im „Netz“ dazu auf, mitzureiten bzw. zu fahren. Klein aber fein wäre da vielleicht das Motto gewesen. Aber die friesische Freiheit oder die Energie der Reitergemeinschaft wurde unterschätzt. Innerhalb weniger Tage waren aus einer Etappe vier geworden, mit über 35 beteiligten Reitern und Fahrern aus der Region. Ein mehrtägiger Stafettenritt von der Nordsee bis zum Emsland war entstanden. Immer mit der Rekener Charta im Gepäck wurden fleißig Unterschriften gesammelt und die Gemeinschaft und Freiheit mit den Pferden in der Natur genossen.

Herzlicher Empfang vor dem Moormerländer Rathaus wo Bürgermeister Anton Lücht die Charta unterschrieb

Herzlicher Empfang vor dem Moormerländer Rathaus wo Bürgermeister Anton Lücht die Charta unterschrieb

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Stafette aus dem Sauerland

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein am 25. August 2013

In Börlinghausen (Meinerzhagen) startete letzte Woche eine Stafette zur 40 Jahrfeier nach Reken. Artenvielfalt ist eines der Themen der VFD. Artgerechte Pferdehaltung und Natur lassen sich wunderbar miteinander vereinbaren. Der Verband, die VFD, setzt sich für Naturschutz und Artenvielfalt ein. Naturschutz durch Nutzung. Diese Stafette mit der Rekener Charta im Gepäck, aus einem Ort mit wilden Orchideen, ist nur eine von vielen Stafetten die sich für die Erhaltung unserer Umwelt einsetzen.

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

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Sieben Stafettenreiter bringen die Rekener Charta nach Rosendahl

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, Mit Pferden reisen, Pferdeliebe zum Beruf gemacht am 24. August 2013

Foto: Birgit Landwehr

Anabel und Klaus Balkenhol und Beatrix Schulte Wien hoffen auf die Signalwirkung der Rekener Charta für ein freies Reiten in Europa.Foto: Birgit Landwehr

Bei bestem Reitwetter trafen sieben Wanderreiter aus Olfen, Haltern, Dülmen, Coesfeld, Billerbeck, Rosendahl und Heek in Klaus Balkenhols Trainingsstall in Rosendahl-Höven ein.

Gemeinsam mit seiner Tochter Anabel und Beatrix Schulte Wien vom Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) in Dülmen unterschrieb der erfolgreiche Dressurreiter und –trainer die Rekener Charta. Zur Ausbildung junger Pferde wünscht er sich ein gutes Reitwegenetz. Das Reiten im Gelände schult die Balance, kräftigt die Muskeln und macht gelassener gegenüber unbekannten Situationen, gerade auch im Turniersport auf gehobener und höchster Ebene. Die Charta war am Vortag in Herten vom Bürgermeister unterschrieben worden, am Wochenende macht sie Station in Bielefeld und Warendorf.

Stafettenreiter Nähe Kloster Gerleve

Stafettenreiter Nähe Kloster Gerleve

Interessiert fragte Balkenhol nach der Münsterlandreitroute, der Planung und Durchführung von Mehrtagesritten, der Ausstattung einer Wanderreitstation und dem Umgang mit dem Jakobskreuzkraut.

Zur großen Freude der Mitglieder des Kreisverbandes Coesfeld/Borken der Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland e.V. (VFD) bot er anschließend eine Führung durch seine Anlage. Im Offenstall begrüßten sie das uralte Beistellpony von Balkenhols Dressurchampion „Goldstern“, der 1992 und 1996 olympisches Gold holte und bis zu seinem Tod in Höven das Pensionärsdasein bei seinem Reiter genoss.

Die jungen Dressurpferde bekommen in Höven eine grundsolide und immer dem Entwicklungstand der Pferde angemessene Ausbildung. Stockt diese, kommen Experten wie Beatrix Schulte Wien, Linda Tellington Jones oder Peter Kreinberg zur Beratung und Behandlung.

Deutsche, englische und amerikanische Dressurreiter sind oft und gern gesehene Gäste und bereiten sich unter Balkenhols Anleitung im Münsterland auf die großen Dressurturniere in Europa und Übersee vor. –bil-

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Europäisches Kulturgut Pferd

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Mit Pferden reisen am 6. August 2013

Stafettenübergabe von den Fjordpferdreitern aus dem Westerwald an den Lahn-Dill-Bergland

Stafettenübergabe von den Fjordpferdreitern aus dem Westerwald an den Lahn-Dill-Bergland

Freizeitpferde im Landesgestüt Dillenburg

Dillenburg Bei minus 9 Grad, eisiger, böhmischer Wind, gefrorene Böden startete eine von vielen berittenen Stafetten aus Europa in Tschechien und nahm ihren Weg über Bayern nach Baden Württemberg. Dabei führen Sie Grußbotschaften und eine Charta. Unterwegs sammeln die Stafetten weitere Unterschriften ein. Initiiert haben die Charta die Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland e.V. (VFD) und die internationalen „ The Long Riders Guild“. Die Rekener Charta wirbt um Unterstützung für die Erhaltung, Pflege und besondere Wertschätzung der Pferde. Auf der viertägigen Feier der VFD vom 29.8. bis 1.9.2013 in Freizeitreitzentrum in Reken werden die Unterschriften zusammengeführt und die Rekener Charta offiziell verkündet. Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa.

Fjordpferde im historischen Reithaus auf dem Landgestüt Dillenburg

Fjordpferde im historischen Reithaus auf dem Landgestüt Dillenburg

Die „hessische“ Stafette (Lorsch-Wiesbaden-Schlangenbad-Niedermeilingen-Villmar-Löhnberg-Westerwald) wurde am Samstagnachmittag, 03.08.2013 von den Reitern der Interessengemeinschaft Fjordpferde (Regionalgruppe Rheinland-Pfalz) und von „Westerwald-Taunus zu Pferd“ mit den Grußbotschaften per Pferd nach Dillenburg geführt. Norbert Samel vom Bezirksverband „Alter Dillkreis“ empfing die Reiter auf dem Gestüt. Aufgrund von einem Gewitter wurde die Charta an Sabine Kost aus dem Lahn-Dill-Bergland im Reithaus übergeben. Das Reithaus hat eine über 220jährige Geschichte. Damals war es die einzige Reithalle auf dem über 100 Hengste zählenden Gestüt. Weder 40 Jahre noch 220 Jahre sind im Vergleich zu der Geschichte des Pferdes Sekunden. Vor Millionen von Jahren gab es schon Pferde in Europa. Seit nunmehr rund 5.000 Jahren steht das Pferd im Dienst des Menschen. Die Entwicklungsgeschichte des Pferdes war und ist eng verbunden mit der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Das Pferd, des Menschen treuer Freund, hat die heutige Kultur ermöglicht. Es half den Ackerboden zu bestellen, zog Pflug und Egge, Wagen und Kutschen, zog mit den Menschen in den Krieg. Ziel und Zweck der Stafetten-Ritte ist es auf die Jahrhunderte alte Bedeutung des Pferdes hinzuweisen.

Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa

Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa

Von Dillenburg geht die Stafette bis nach Vöhl am Edersee (Nationalpark Kellerwald-Edersee). Um von dort unter Führung von Arno Klöser nach Reken geleitet zu werden.

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