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Oh Gott, was tut sie jetzt?! Kleiner Trostblog für Angsthasen und Bedenkenträger

von HannasFan, Kategorie Allgemein am 13. November 2013

Shake

Nein, nein, nein! Oder Sturheit siegt

Wie bereits erwähnt, war es für Hanna ein ziemlicher Kulturschock, plötzlich mein Pferd zu sein, und sie arbeitete sich eine sehr effektive Taktik aus, um mit dieser Situation umzugehen. Diese Taktik lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: „Nein!“ Ihre Grundeinstellung zeigte sich bereits am Boden, und ich möchte den Beginn unserer zunächst wenig erfolgversprechenden Kommunikation einmal anhand einiger  Beispielszenen illustrieren.

Beispiel putzen:

Reiterin:        So, Pony, hier sollst Du jetzt bitte einige Minuten stehen bleiben, damit ich Dich putzen kann.

Pony.             Nö.

Reiterin:        Das habe ich jetzt ‘mal überhört” (versöhnliches Tätscheln am Hals), komm, lass uns anfangen.

Pony:              Also, ich geh dann jetzt ‘mal. Da hinten wächst frisches Gras. Tschüs, viel Spaß noch –

Pony trottet davon.

Was folgt, ist ein umfassendes Konglomerat an Flüchen, der atemlos dem Pony hinterhereilenden Reiterin.

Die nächste Szene: Hufe auskratzen.

Reiterin:        “Sei bitte so freundlich, Pony, und gib mir deinen linken Hinterhuf.”

Pony              “Nö.”

Reiterin:        “Doch, komm bitte her”

Pony:             “Nö”

Reiterin:        “Doch”

Pony:             “Nö.”

Reiterin (mit quasi innerlich zusammengebissenen Zähnen): Gib mir jetzt endlich diesen Huf

Pony:         Nö. Und wenn du nicht gleich deine Hand von meinem Bein nimmst, dann trete ich aus.

Reiterin:        “Nö.”

Pony:             “Doch”

Reiterin:        “Nö.”

Reiterin:        “Aua!”

Na, die Sache mit den Flüchen kennen Sie ja nun schon.

Nächste Szene: die Trense.

Reiterin:        “Sei so freundlich, Pony, und öffne dein Mäulchen ein wenig

Pony:             Nö.

Reiterin:        Doch.

Pony:           Nö. Diesche Trensche kommt mir nsch in mn Maul – nie! Nur über meine Leische.

Die Reiterin jedoch hat in der Zwischenzeit gelernt, dass manchmal ein wenig Kreativität durchaus hilfreich sein kann. Sie versucht es mit einer List und zückt eine Möhre.

Reiterin:        Du solltest Dir überlegen, das Mäulchen doch ein wenig zu öffnen, Pony, sonst kann die Möhre ja gar nicht hinein”

Pony:             Na gut, aber nur die Möhre, die blöde Trense bleibt draußen.

Reiterin:        Fein, hier ist deine Möhre

Möhre und Trense gleiten miteinander ins Ponymäulchen.

Pony:             Wiescho klebt die Trensche jetscht plötschlisch an der Möhre dran?

Reiterin:        Na also, gut gemacht, Pony.”

Pony;             “Scheische”

Sie sehen selber, zum Thema Reiten ist es in dieser Phase noch gar nicht gekommen, aber bereits ein kleiner gemeinsamer Spaziergang hat der durch so viel Widerborstigkeit verunsicherten Reiterin gezeigt, dass sie möglicherweise gegen 400 – 500 kg Pferd einfach keine Chance hat. Das Gespräch setzt wieder ein:

Reiterin:        Hey Pony, hör bitte ‘mal auf, mich ständig über den Haufen zu rennen.

Pony:            Nö. – Und überhaupt: du bist mir viel zu langsam, und ich will schnell wieder heim.

Reiterin:        Aber ein Pferd rennt nicht einfach sein Leittier über den Haufen.

Pony:             Tue ich auch nicht. Ich renne nie – mals mein Leittier über den Haufen

Reiterin:        Aha?

Pony:             Aber dich schon.

Und landete die zitternde Reiterin schließlich doch auf dem Rücken ihres Pferdes? Ja, das tat sie, aber allein die ersten Bemühungen aufzusitzen begannen zumeist mit den Worten “Sei so freundlich, Pony…, ” und der bereits bekannten Ponyantwort “Nö.”

Dass diese Form der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd wenig aussichtsreich ist, werden Natural Horsemen und –women ebenso bestätigen wie Reitlehrer alter englischer Schule, Ganz großes Angsthasenkino also! Dabei ist mir letztendlich klar geworden, dass Hannas Verhalten in ersten er Linie einmal Selbstschutz war. Ein Pferd das für sich und sein Leben Verantwortung übernimmt, hat quasi die Pflicht, vor der Folgsamkeit gewissenhaft zu überprüfen, ob der Mensch, dem es sich da anvertrauen soll, überhaupt stark, fähig und sicher genug ist, um für des Ponys Überleben zu sorgen. War ich das als verunsicherte Angsthäsin? Nein, war ich natürlich nicht! Und so weigerte sich Hanna denn zu Beginn standhaft, unter dem Sattel auch nur wenige Schritte mit mir von Weide und Herde fortzugehen. Da half kein Treiben und auch keine Gerte (und weiter wollte ich die Aufrüstung definitiv nicht steigern). Ihre Antwort lautete „Nein!“, und wenn ich auf „Doch!“ bestand, riss sie den Kopf in die Höhe, schwang ihn zu einem verzweifelten “Nein, nein, neun!“ hin und her, und mein inneres Filmtheater zeigte bereits den Gruselklassiker vom wild steigenden Pferd, dass mich abwerfen, im Steigen stürzen und mich unter sich begraben würde. Wie gesagt, ganz großes Angsthasenkino eben.

Doch, wie ich in der Überschrift bereits sagte, „Sturheit siegt.“ Warum aber sollte sie nur auf Seiten des Pferdes siegen? Manche/mancher hier und ich, wir mögen vielleicht furchtsam sein, was mich betrifft möglicherweise noch nicht einmal sehr begabte Reiter, aber, glauben Sie mir, stur sein können wir auch! Und auch wenn es mir peinlich sein müsste, es zuzugeben: Hanna ließ sich nicht von daheim wegreiten, na und? Also führte ich sie zu Anfang nur fort, soweit meine Kraft eben reichte, stieg am weitest entfernten Punkt unserer „Reise“ auf und ritt sie heim, wohin sie sich mit größten Vergnügen lenken ließ. Irgendwann klappte es mit dem Reiten dann auch in beide Richtungen, sei es, dass Hanna den Schluss zog, dass nach Gerittenwerden etwas Gutes folgt, nämlich Heimkommen, sei es dass ich einfach den längeren Atem hatte. Irgendwann wurde der panische Kopfhochreißen von einfachem Auskeilen und einem leichten Bocksprung aus dem Stand abgelöst, und ich dachte mir, dass bei einem Sturz aus dieser Position schlimmstenfalls einige leichte Knochenbrüche zu erwarten seien. Es folgten aber keine Knochenbrüche. Ich beantwortete ihren Protest mit einer leichten Reaktion der Gerte. Es folgte die uns eigene Art zu diskutieren. Auskeilen, Gerte, auskeilen, Gerte …und irgendwann hatte Hanna keine Lust mehr, wenn ich so grottenstur war, dann würde sie eben zwei Schritte gehen, was soll’s. Nach den zwei Schritten die nächste Diskussion, diesmal schon sehr viel kürzer, und nach dem dritten „Gespräch“ war das Thema durch.

Ja, ja, ich höre jetzt schon wieder die Pferdeflüsterer schreien und die „Nichts-bringt-mich runter-Reiter“ sehe ich die Köpfe schütteln „Wie doof ist das denn?!“ Ja, ok. Leute, doof vielleicht, aber es hat funktioniert, und zwar ohne, dass eine von uns größeren Schaden erlitten hätte. Stattdessen haben Hanna und ich zusammen  etwas übereinander gelernt, und es wurde etwas gelegt: ein winziger, zarter Keim von Verstehen und Respekt, ein Keim aus dem eines Tages eine ganze Baumschule werden soll, wenn es nach mir geht, und das ist doch was.

Übrigens zum Thema „Mach doch einfach mal was anderes“ und zu den Und-nichts-bringt-mich-runter-Reitern ein andermal mehr.

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Oh Gott, was tut sie jetzt?! Kleiner Trostblog für Angsthasen und Bedenkenträger

von HannasFan, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden am 7. November 2013

Ein paar Worte über Hanna und die Angst an beiden Enden des Zügels

Sie sollen gelassen und entspannt dasitzen und Ruhe ausstrahlen, aber unter Ihnen tobt die Hölle! „Die Hölle“ hat in diesem Fall ein paar spitzer Ohren, wunderbare dunkle Augen, panisch geblähte Nüstern, einen zur Kanonenkugel gespannten Körper und vier Hufe, die nur darauf warten, das Inferno loszutreten. Sie hören vielleicht kurz vor Ihrem tragischen Tod noch eine entfernte Reitlehrerstimme, die Sie auffordert, die Schenkel „ranzunehmen“ und tief in den Bauch zu atmen. Ganz hilfreich! Sie werden vermutlich in wenigen Sekunden durch einen der spektakulärsten Reitunfälle der Geschichte ins Jenseits einkehren, und der Typ spricht von Bauchatmung. Ihr Pferd wiederum spricht gar nicht, zumindest nicht mit Worten, dem ist sowieso völlig egal, was Reitlehrer sagen und erst recht, was hilflose Besitzer auf seinem Rücken tun, es wird ohnehin gleich nach eigenem Belieben und in Bruchteilen von Sekunden zum Mörder mutieren.

Es gibt mittlerweile diverse Bücher, die sich mit derartig unerstrebenswerten Momenten im Reiterleben befassen und noch viel mehr furchtlos-routinierte Reiter, die müde über Menschen wie vielleicht Sie und ganz bestimmt mich grinsen, weil ihnen die Angst am Zügel – tatsächlich oder angeblich – völlig fremd ist. Ich möchte hier weder die Zahl der einschlägig gedruckten noch die der menschlichen „Ratgeber“ erhöhen. Nein ich möchte diesen Blog für mein Coming out nutzen, für mein Coming out als notorischer Schisshase zu Pferd! Zugleich möchte ich meinen Leidensgenossinnen und Leidensgenossen unter anderem sagen, dass sie nicht allein sind. Denn wirklich zugeben tun ihre Sorge nur wenige von uns. Wie peinlich! Angst vor dem eigenen Pferd, ist ja lächerlich! Ein Reiter/eine Reiterin ist couragiert, sportlich, schnittig, gewissermaßen Spiderman oder Spiderwoman unter den Tierfreunden. Ich habe sogar vor mehreren Jahren in einem Reitratgeber gelesen (Titel und Autor habe ich umgehend wieder verdrängt), Reiten sei ein Sport, folglich habe ein Reiter normalgewichtig, gut trainiert und gesund zu sein. Vielen Dank auch, lieber Freund und Autor! In Deiner Welt sind vermutlich auch alle Frauen blond und langhaarig und Ponys können Socken stricken.

Aber bevor ich jetzt schon damit beginne, ganz besonders kluge Pferdebesserwisser zu beschimpfen, sollte ich vielleicht doch erst einmal ein paar Worte über mich und mein Pony verlieren (und in den weiteren Zeilen wird das Pony dann an erster Stelle stehen, versprochen!).

Vor etwa 5 Jahren erstand ich mein Connemara Pony Hanna. Ich ritt sie auf ihrem vertrauten Hof zur Probe, und sie war so ruhig und verlässlich, dass es fast an Schläfrigkeit grenzte. Das ideale Pferd für mich! Aber der Ortswechsel zu uns war dann ein solcher Kulturschock für das arme Tier, dass die „Schlafpille“ quasi über Nacht zum widersetzlichen Angsthasen mutierte, und unsere gemeinsame Geschichte eher unelegant begann. Oft war diese Geschichte für uns beide einfach furchtbar stressig und frustrierend. Wir schaukelten einander in jenen so wunderbar funktionierenden Teufelskreis von „Ich habe Angst, weil sie Angst hat, und sie hat Angst, weil ich Angst habe“ hinein. Es war schrecklich für uns zwei, aber rückblickend auch manchmal einfach nur unsagbar komisch. Hinzu kommt, dass ich MS habe, und Kraft, Ausdauer und Balance im Vergleich zu anderen Reitern bei mir gelegentlich recht eingeschränkt sind. Ein weiterer Grund zur Panik am Zügel?! Naja, ich weiß nicht, ab und an habe ich schon den dringenden Verdacht (und das gilt jetzt ausschließlich für mich) , dass hier die körperlichen Wehwehchen von mir einfach nur gnadenlos ausgenutzt werden, um einen vorzeigbaren Vorwand für meine Hasenfüßigkeit zu haben; ein bisschen so wie „Ach Liebling, heute nicht, ich hab‘ Migräne“. Also an dieser Stelle auch gleich einen Gruß an alle Angsthasen mit physischen Handicaps: Hey Leute, das ist doch prima, WIR dürfen sogar ganz offiziell so sein!

Ich möchte hier also gerne ein paar Geschichten von Hanna uns mir erzählen und dabei gelegentlich ganz altklug womöglich noch das eine oder andere erwähnen, das uns sehr geholfen hat, vielleicht kann ja noch jemand da draußen davon profitieren.. Aber Vorsicht! Dinge haben bei Hanna und mir möglicherweise gut geklappt, es lohnt sich sicher auch darüber zu lesen, fangen Sie dann aber bitte an, an ihrer eigenen Methode zu basteln. Vielleicht funktionieren die Dinge bei Ihnen und Ihrem Pferd ja ganz anders als bei uns! Denn das soll eine der Grundlagen dessen sein, was ich hier bloggen und erzählen möchte, und gleichzeitig ist es eine Tatsache, die so viele „Es geht nur so und nicht anders –Ratgeber“ gerne außer Acht lassen: Es geht meiner Meinung nach (und fragen Sie mal Hanna!) fast immer auch anders! Sie sind absolut einzigartig, und Ihr Pferd ist es erst recht, doch Mensch und Pferd zusammen ergeben ein so komplexes System, dass es als solches weder generalisierbar noch wiederholbar ist, und beide müssen gemeinsam Ihren Weg finden, in ständiger Wechselbeziehung zueinander! Da können viele Erkenntnisse helfen, aber das Entdecken des geeigneten Vorgehens können sie uns Angsthasen und Bedenkenträgern leider nicht abnehmen.

Wie oft habe ich gedacht, ich müsse doch in der Lage sein, Hanna dieses oder jenes endlich beizubringen (oder abzugewöhnen!) und mich als Versager beschimpft, weil es nicht gleich klappen wollte, bis ich gemerkt habe, wir müssen gewisse Sachen ZUSAMMEN lernen, das ist ein Vorgang, der uns beide gemeinsam betrifft und manchmal eben auch Zeit braucht. – Jedenfalls so lange ich zu den Schisshasen am Zügel gehöre, und seien Sie sicher, das wird noch sehr, sehr lange so sein! Aber wissen Sie was: Ich stehe dazu nach all den Szenen, die dieses Pony und ich uns geliefert haben. Doch zu denen vielleicht besser ein andermal.

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Stafettenritt von Nordkirchen nach Reken

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein am 26. August 2013

Als Pferdefreund erwies sich der Bürgermeister von Nordkirchen Dietmar Bergmann am Samstag, als rund 10 Pferde mit ihren Reitern der „Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland“(VFD) vor dem Schloss Nordkirchen Aufstellung nahmen. Er streichelte zunächst viele Pferdenasen, bevor er die Rekener Charta unterschrieb. Diese Charta vereint die Gedanken zum Erhalt des Pferdes als Kulturgut, Freizeitpartner, Familienmitglied und wirtschaftlich interessantes Nutztier und wirbt für grenzenloses Reiten auf naturbelassenen Wegen.

Schloß Nordkirchen

Schloß Nordkirchen

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Reiter-/Fahrerstafette für freies Reiten führte quer durch Ostfriesland

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein am 26. August 2013

Freiheit liegt den Ostfriesen im Blut… Schon ihre Vorfahren erlangten zur Zeit Karl dem Dicken die Friesische Freiheit. Noch heute gibt es den „Upstalsboom“, das Denkmal an dem sich die friesischen Häuptlinge früher zur Beratung trafen.

Da wäre es fast schon selbstverständlich, dass die ostfriesischen Reiter dem Aufruf der VFD

folgen und eine Reiter/Fahrerstafette organisieren, um die Charta für freies, grenzenloses Reiten und den Erhalt des Kulturgutes Pferd zu unterstützen.

Wenn sich der Bezirksverband Ostfriesland nicht erst Ende letzten Jahres gegründet hätte und eigentlich genug mit der Aufbauarbeit zu tun gehabt hätte. Doch wie gesagt: Freiheit liegt den Ostfriesen im Blut und so entstand im Juli spontan die Idee doch noch eine kleine Stafette zu organisieren.

Ein paar Mitglieder planten eine Teilstrecke und forderten im „Netz“ dazu auf, mitzureiten bzw. zu fahren. Klein aber fein wäre da vielleicht das Motto gewesen. Aber die friesische Freiheit oder die Energie der Reitergemeinschaft wurde unterschätzt. Innerhalb weniger Tage waren aus einer Etappe vier geworden, mit über 35 beteiligten Reitern und Fahrern aus der Region. Ein mehrtägiger Stafettenritt von der Nordsee bis zum Emsland war entstanden. Immer mit der Rekener Charta im Gepäck wurden fleißig Unterschriften gesammelt und die Gemeinschaft und Freiheit mit den Pferden in der Natur genossen.

Herzlicher Empfang vor dem Moormerländer Rathaus wo Bürgermeister Anton Lücht die Charta unterschrieb

Herzlicher Empfang vor dem Moormerländer Rathaus wo Bürgermeister Anton Lücht die Charta unterschrieb

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Stafette aus dem Sauerland

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein am 25. August 2013

In Börlinghausen (Meinerzhagen) startete letzte Woche eine Stafette zur 40 Jahrfeier nach Reken. Artenvielfalt ist eines der Themen der VFD. Artgerechte Pferdehaltung und Natur lassen sich wunderbar miteinander vereinbaren. Der Verband, die VFD, setzt sich für Naturschutz und Artenvielfalt ein. Naturschutz durch Nutzung. Diese Stafette mit der Rekener Charta im Gepäck, aus einem Ort mit wilden Orchideen, ist nur eine von vielen Stafetten die sich für die Erhaltung unserer Umwelt einsetzen.

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

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Sieben Stafettenreiter bringen die Rekener Charta nach Rosendahl

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, Mit Pferden reisen, Pferdeliebe zum Beruf gemacht am 24. August 2013

Foto: Birgit Landwehr

Anabel und Klaus Balkenhol und Beatrix Schulte Wien hoffen auf die Signalwirkung der Rekener Charta für ein freies Reiten in Europa.Foto: Birgit Landwehr

Bei bestem Reitwetter trafen sieben Wanderreiter aus Olfen, Haltern, Dülmen, Coesfeld, Billerbeck, Rosendahl und Heek in Klaus Balkenhols Trainingsstall in Rosendahl-Höven ein.

Gemeinsam mit seiner Tochter Anabel und Beatrix Schulte Wien vom Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) in Dülmen unterschrieb der erfolgreiche Dressurreiter und –trainer die Rekener Charta. Zur Ausbildung junger Pferde wünscht er sich ein gutes Reitwegenetz. Das Reiten im Gelände schult die Balance, kräftigt die Muskeln und macht gelassener gegenüber unbekannten Situationen, gerade auch im Turniersport auf gehobener und höchster Ebene. Die Charta war am Vortag in Herten vom Bürgermeister unterschrieben worden, am Wochenende macht sie Station in Bielefeld und Warendorf.

Stafettenreiter Nähe Kloster Gerleve

Stafettenreiter Nähe Kloster Gerleve

Interessiert fragte Balkenhol nach der Münsterlandreitroute, der Planung und Durchführung von Mehrtagesritten, der Ausstattung einer Wanderreitstation und dem Umgang mit dem Jakobskreuzkraut.

Zur großen Freude der Mitglieder des Kreisverbandes Coesfeld/Borken der Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland e.V. (VFD) bot er anschließend eine Führung durch seine Anlage. Im Offenstall begrüßten sie das uralte Beistellpony von Balkenhols Dressurchampion „Goldstern“, der 1992 und 1996 olympisches Gold holte und bis zu seinem Tod in Höven das Pensionärsdasein bei seinem Reiter genoss.

Die jungen Dressurpferde bekommen in Höven eine grundsolide und immer dem Entwicklungstand der Pferde angemessene Ausbildung. Stockt diese, kommen Experten wie Beatrix Schulte Wien, Linda Tellington Jones oder Peter Kreinberg zur Beratung und Behandlung.

Deutsche, englische und amerikanische Dressurreiter sind oft und gern gesehene Gäste und bereiten sich unter Balkenhols Anleitung im Münsterland auf die großen Dressurturniere in Europa und Übersee vor. –bil-

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Europäisches Kulturgut Pferd

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Mit Pferden reisen am 6. August 2013

Stafettenübergabe von den Fjordpferdreitern aus dem Westerwald an den Lahn-Dill-Bergland

Stafettenübergabe von den Fjordpferdreitern aus dem Westerwald an den Lahn-Dill-Bergland

Freizeitpferde im Landesgestüt Dillenburg

Dillenburg Bei minus 9 Grad, eisiger, böhmischer Wind, gefrorene Böden startete eine von vielen berittenen Stafetten aus Europa in Tschechien und nahm ihren Weg über Bayern nach Baden Württemberg. Dabei führen Sie Grußbotschaften und eine Charta. Unterwegs sammeln die Stafetten weitere Unterschriften ein. Initiiert haben die Charta die Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland e.V. (VFD) und die internationalen „ The Long Riders Guild“. Die Rekener Charta wirbt um Unterstützung für die Erhaltung, Pflege und besondere Wertschätzung der Pferde. Auf der viertägigen Feier der VFD vom 29.8. bis 1.9.2013 in Freizeitreitzentrum in Reken werden die Unterschriften zusammengeführt und die Rekener Charta offiziell verkündet. Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa.

Fjordpferde im historischen Reithaus auf dem Landgestüt Dillenburg

Fjordpferde im historischen Reithaus auf dem Landgestüt Dillenburg

Die „hessische“ Stafette (Lorsch-Wiesbaden-Schlangenbad-Niedermeilingen-Villmar-Löhnberg-Westerwald) wurde am Samstagnachmittag, 03.08.2013 von den Reitern der Interessengemeinschaft Fjordpferde (Regionalgruppe Rheinland-Pfalz) und von „Westerwald-Taunus zu Pferd“ mit den Grußbotschaften per Pferd nach Dillenburg geführt. Norbert Samel vom Bezirksverband „Alter Dillkreis“ empfing die Reiter auf dem Gestüt. Aufgrund von einem Gewitter wurde die Charta an Sabine Kost aus dem Lahn-Dill-Bergland im Reithaus übergeben. Das Reithaus hat eine über 220jährige Geschichte. Damals war es die einzige Reithalle auf dem über 100 Hengste zählenden Gestüt. Weder 40 Jahre noch 220 Jahre sind im Vergleich zu der Geschichte des Pferdes Sekunden. Vor Millionen von Jahren gab es schon Pferde in Europa. Seit nunmehr rund 5.000 Jahren steht das Pferd im Dienst des Menschen. Die Entwicklungsgeschichte des Pferdes war und ist eng verbunden mit der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Das Pferd, des Menschen treuer Freund, hat die heutige Kultur ermöglicht. Es half den Ackerboden zu bestellen, zog Pflug und Egge, Wagen und Kutschen, zog mit den Menschen in den Krieg. Ziel und Zweck der Stafetten-Ritte ist es auf die Jahrhunderte alte Bedeutung des Pferdes hinzuweisen.

Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa

Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa

Von Dillenburg geht die Stafette bis nach Vöhl am Edersee (Nationalpark Kellerwald-Edersee). Um von dort unter Führung von Arno Klöser nach Reken geleitet zu werden.

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Pferd und Umwelt

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Mit Pferden reisen am 20. Juli 2013

Trotz Einführung der Pferdesteuer in einigen hessischen Gemeinden hat die Staatsministerin Lucia Puttrich erkannt, wie wichtig das Kulturgut Pferd ist.
Die 1.Vorsitzende des VFD-Landesverbandes Hessen, Birgit Ungar, konnte aufgrund der guten Zusammenarbeit bei den Neuerungen zum Hessischen Waldgesetz Staatsministerin Lucia Puttrich vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz davon überzeugen, die Rekener Charta zu unterzeichnen.

Vor 10 Jahren gab es in Deutschland noch 5,5 Mio. Hektar Grünland, durch das Anlegen von mehr Äckern (zum Bsp. für den Mais- und Raps-Anbau) sind es inzwischen deutlich unter 5 Mio. Hektar. Über ein Fünftel von dieser Fläche wird für Pferde genutzt, denn es gibt inzwischen grob geschätzt um die 1,2 Mio. Pferde, Ponys und Esel in Deutschland. Jedes Tier braucht für sein jährliches Raufutter an Weide und Heuwiesen etwa 1 Hektar Fläche.

Grünlandflächen sind nicht nur prägende Elemente in der Agrarlandschaft mit hohem ästhetischem Naturwert, sondern haben eine hohe Bedeutung für zahlreiche Artengruppen wie auch für den Boden-, Wasser- und Klimaschutz.

Übergabe der Rekener Charta von den Wiesbadener Reitern (in rot) an die Schlangenbader Reiter mit (von rechts) Albert Schwan (VFD), Wolfgang Gores (Hess. Sportdezernent), Frau Steuer (Jagdverein Wiesbaden), Birgit Ungar (VFD) und Staatsministerin Lucia Puttrich (Kellerskopf/ Wiesbaden)

Übergabe der Rekener Charta von den Wiesbadener Reitern (in rot) an die Schlangenbader Reiter mit (von rechts) Albert Schwan (VFD), Wolfgang Gores (Hess. Sportdezernent), Frau Steuer (Jagdverein Wiesbaden), Birgit Ungar (VFD) und Staatsministerin Lucia Puttrich

Weitere Infos zum Theam Pferd und Umwelt:

http://www.vfdnet.de/index.php/4698-pferde-und-naturschutz

http://blumenwiesen.bund-rlp.de/fileadmin/bundgruppen/Blumenwiesen/Beitraege/Pferde_als_Landschaftspfleger_und_Naturschuetzer.pdf

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Freude – Freunde – Charta

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Mit Pferden reisen am 14. Juli 2013

Stafettenübergabe von der Pfalz - an den Hunsrück in Bad Sobernheim

Stafettenübergabe von der Pfalz - an den Hunsrück in Bad Sobernheim

Bad Sobernheim, Marktplatz Der Stafettenritt von der Schweizer Grenze führte durch den Nordschwarzwald und über das Rheintal ins Elsass. Dort übernahm Julia Gossen und Begleitung die Stafette. Sie waren nach sieben Tagen und 360 gerittenen Kilometern in Bad Sobernheim angekommen. Sie hielten an mehreren Stationen an, um Unterschriften für die „Rekener Charta“ zu sammeln. Diese wirbt um Unterstützung für Pflege und Wertschätzung der Pferde und das Grundrecht von Mensch und Pferd auf freien Zugang zur Natur.

Auf dem Marktplatz fand die Übergabe der Stafette an den Pferdehof Unterhell in Weiler statt. Elisabeth Öhler (Beigeordnete), Soonwaldfee Kathrin Behrenz und SooNahe-Vorsitzender Rainer Lauf unterschrieben im Namen der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim die Charta und unterstützen diese damit.

Durch die Stafetten werden nicht nur für die Charta geworben. Es werden Freundschaften geknüpft und vertieft. Und die Teilnehmer haben ganz viel Freude. Was man auch immer wieder auf den Fotos sieht. https://www.dropbox.com/sc/tcst1f6dtw9aayz/0Us8f_mwI2

Wer möchte der nachfolgenden Generationen das Zusammenleben mit Pferden ermöglichen?

Wer möchte auch an einer Stafette teilnehmen?

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Stafettenstart in Berviller-en-Moselle, Frankreich

von VFD_Sonja, Kategorie Allgemein, Mit Pferden reisen am 3. Juli 2013

Bürgermeisterin Christine Thiel überreicht die Grußbotschaft

Bürgermeisterin Christine Thiel überreicht die Grußbotschaft

Vor der Mairie, das ist französisch und heißt Bürgermeisteramt, in Berviller erhielten Stafettenreiter von der Bürgermeisterin von Berviller –en-Moselle, Mme Christine Thiel, ein französisches Grußwort, das dann seinen weiten Weg bis nach Reken antrat.

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