Archiv für die Kategorie So trainiere ich mein Pferd

26.03.2013 Wir wünschen ihnen viele offene Ohren, Türen und Herzen!

Geschrieben von Journey Europe am 26. März 2013 | Abgelegt unter Allgemein, So trainiere ich mein Pferd

Journey Europe auf dem Schöllerhof in Rexingen

Am Dienstag Nachmittag, 19. März, kamen sie also an: drei nette, aufmerksame und sehr anhängliche Jungs mit ihren zwei Ladies, Karen und Olivia. Das Gepäck wurde ihnen von der vorherigen Gastgeberin Krystina Laskowski zu uns gefahren, um die Pferde zu schonen. Sympathie herrschte eigentlich sofort auf allen Seiten und während einem Aufenthalt von drei Nächten und zwei Tagen bauten wir in vielen Gesprächen, die teils bis tief in die Nacht dauerten ein nahezu freundschaftliches Verhältnis auf. Die drei Pferde Lapo, Clyde und Lollipop genossen ebenso den ausgiebigen Stop auf unserem Hof und ließen sich mit viel Heu, Kraftfutter und Erdbeerjoghurt (!) verwöhnen. horb

Karen und Olivia beindruckten uns durch ihre offene Art, durch ihre Klarheit und Bescheidenheit in Ihrer Aussage zum Schutz und zu den Lebensbedingungen von Pferden. Es wurde immer wieder von ihnen betont, dass nicht SIE die Heldinnen in dieser Story seien, sondern in jedem Fall diese Pferde, die sich auf eine neue Aufgabe so wundervoll eingelassen haben. Nicht vergessen wurden natürlich die HeldInnen im Hintergrund, die den Cowgirls den Weg durch das ihnen unbekannte Land zu ihnen unbekannten Menschen ebneten und planten.
Es war ein sehr emotionaler Moment, den fünf Abenteurern am Morgen des 22. März nachzusehen,
wie sie von unserem Hof ritten, doch war klar, wir würden uns wiedersehen, machten wir doch ebenso einen Gepäcktransport zum nächsten Stop, um den Pferden die Sache auf der fast dreißig Kilometer langen Strecke ein wenig zu erleichtern.
Nachdem man sich also am Abend nochmals sah und gemeinsam mit den ” Betreuern” vom nächsten Stop (Regina mit Mann) und den Ladies einen netten Abend in einer nahegelegenen tollen Lokalität verbracht hatte stand der endgültige Abschied an. Nicht, ohne dass Karen mir und meinem Mann das Versprechen abnahm, “really promised” nach Santa Fe zu kommen und von dort aus die Rocky Mountains in Angriff zu nehmen.
Glücklicherweise hatten wir unsere überaus müden Jungs dabei, und Paul und Philipp haben es dann verhindert, dass meine Abschiedstränen allzu öffentlich wurden.
Wir sind in Gedanken bei den fünf Seelen auf ihrer Reise durch Europa. Wir wünschen ihnen viele offene Ohren, Türen und Herzen!
Familie Birgit und Andreas Kreidler, Horb-Rexingen
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Ein Haflinger geht zur Schule Pt. 10 – Jubiläum ;)

Geschrieben von Allegra am 15. Februar 2013 | Abgelegt unter Allgemein, So trainiere ich mein Pferd, Turbulenter Pferde-Alltag

Wow, der 10. Beitrag, wer hätte gedacht, dass ich das so lang verfolge ;) . Nur ein Scherz am Rande, das Schreiben macht mir wirklich Spaß und die Möglichkeit, dass es jemand liest, den es interessiert ist mir ausreichend Genugtuung bislang. Dennoch würde ich mich über Kommentare und einen Austausch freuen. Auch kontroverse Beiträge sind natürlich willkommen, wenn ihr etwas anders seht als ich. Aber am allermeisten würden mir ein paar Kommentare auch bestätigen, dass meinen Blog jemand verfolgt. Gibt doch schon so viele gute ungelesen Pferdeblogs im www.

Mein Zottelbär und ich sind weiterhin fleißig am Trainieren.Ich bin sehr froh, dass meine Trainerin Barbara uns auch im neuen Stall betreuen wird. Sie hat uns schon so viel weitergeholfen, als Adel und ich erst als Team zusammenfinden mussten. Und da was wir jetzt säen, werden wir später ernten können, deshalb legen wir Wert auf ein solides Fundament in der Grundausbildung. Da gefiel mir der Artikel in der neuen Cavallo über die Dehnung gleich besonders gut. Unser Hauptaugenmerk liegt momentan auf dem Galopp. Nachdem wir die meiste Zeit das “Wild durch die Halle galoppieren” schon gut im Griff haben muss er jetzt lernen sich im Galopp zu entspannen und auf treibende Hilfen zu warten. Die meiste Zeit sage ich deshalb, weil ich letzte Woche am Freitag meinen ersten Sturz von Adel hinter mir habe. Er war sehr übermütig und letzten Endes lief es darauf hinaus, dass er im Galopp auf dem Zirkel in eine andere Richtung abbog als ich gedacht hatte. Ich landete an der Bande, bleib zum Glück unverletzt, aber zur Sicherheit habe ich meinen Helm nach 10 Jahren Dienst und diesem Sturz ausgetauscht ;) .

Tja und nicht nur mein Pferd muss lernen, sondern auch ich. Leider fällt es mir durch meine frühere Reitausbildung manchmal schwer die Hand stehen zu lassen, viel zu viel Augenmerk wurde auf ablockern und durchstellen gelegt.  Viel schöner ist es allerdings, wenn sich das Pferd fein und freiwillig an die Hand dehnt, auf den Schenkel hört, sich mit Gewichtshilfen dirigieren lässt und Biegung leicht annehmen kann. Und dieses Reitgefühl durfte ich ausgerechnet mit meinem 4 jährigen Haflinger erleben. Denn Haflinger habe ich kennengelernt als maulige, steife, oftmals wilde Schulpferde, die prinzipiell nie taten, was man von ihnen wollte. Aber jetzt wo ich es schreibe:

Noch ein Jubiläum – am 01.03. wird Adel 5 Jahre alt :)

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Ein Haflinger geht zur Schule Pt.6 – Winter- und Longearbeit

Geschrieben von Allegra am 15. Dezember 2012 | Abgelegt unter Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, So trainiere ich mein Pferd

Lange hat es gedauert, bis ich hier wieder in die Tasten klopfen kann. Allerdings geschah das Nicht-Zeit-finden nicht aus Ruhe und Besinnlichkeit, die meine Stunden füllten, sondern im Gegenteil, aus Hektik und Stress heraus. Das Schneechaos hier tat natürlich sein Übriges. Allerdings bedeutet diese Wetterlage auch etwas positiv, denn bei geschlossener Schneedecke steht dem ganztäglichen Koppelvergnügen für Herrn Haflinger nichts im Wege.
Durch die lange Aufwärm- und Trockenreitzeit jetzt in den kalten Tagen werden natürlich die intensiven Trainingseinheiten entsprechend kürzer, aber wir sind trotz allem auf einem guten Weg, auch wenn ich noch intensiv an der Verbesserung unserer Schwächen arbeite. Durch Übungen wie Reiten in Außenstellung, Arbeit an den Übergängen, ideenreiche Hufschlagfiguren und Kombinationen derer, Tempiwechsel und Trab am zweiten Hufschlag kann ich mittlerweile eine Verbesserung im Raumgriff der Grundgangarten und der Geraderichtung feststellen. Zirkelverkleinern und -vergößern schulen das Gleichgewicht (auch beim Reiter) und fördern die erwünschte Längsbiegung. Besonders wichtig ist mir zu betonen, dass gerade bei jungen Pferden Pausen wichtig für Psyche und Körper sind. Nach jeder gelungen Übung legen wir eine Schrittpause am langen Zügel ein.

Im Moment arbeite ich auch viel an der Longe, allerdings longiere ich unausgebunden. Viel besser als ein ausgebundenes, “in Haltung gebrachtes” Pferd gefällt mir nämlich eines, das sich freiwillig über den Rücken nach unten dehnt. So erkennt man auch sehr gut, was das Pferd löst. Hafi löst sich wunderbar über frisches vorwärtsgaloppieren. Geht er Anfangs noch ohne viel Schwung und Elastizität tritt er nach einem fleißigen Galopp gut unter und dehnt sich zufrieden. Zirkel verkleinern und vergrößern und Tempiwechsel bereichern die Longearbeit in jeder Gangart. Tritt man mit kürzer gefasster Longe näher an das Pferd heran sind auch kleinere Wendungen umzusetzen und auch mal eine Runde Ganze-Bahn, aber das kommt auf die Bahnlänge und die eigene Kondition an. Longieren muss also nicht unbedingt immer starres im Kreis laufen mit festgebundenen Pferdeköpfen sein. Vielleicht versuche ich mich auch mal an der Doppellonge.

Auch an kleinen Spielen haben wir uns versucht, zB ein Stangenlabyrinth durchschreiten, indem das Pferd einem Target Stick (in meinem Fall eine Gerte) folgt. Allerdings hatte das zur Folge, dass mein immer hungriges Pferd die Gerte nun mit Leckerlies verknüpft und dauernd versucht hineinzubeißen.

Natürlich nütze ich die lange Dunkelheit auch zum Studium der Fachliteratur (was oft die Zeit für mein echtes Studium einschränkt) und habe für mich wieder einige Erkenntnisse gewonnen. Es gibt viele, sehr viele Pferdemenschen. Manche schreiben Bücher, industrialisieren, vermarkten IHRE Idee vom Umgang mit dem Pferd. Doch wer sagt uns, dass sie Recht haben? Was denkt das Pferd wirklich? Und sind wir nicht alle, die jeden Tag mit ihren Pferden arbeiten, Pferdemenschen? Ich glaube man muss sich seinen eigenen Weg ein bisschen zusammenschustern. Überall das nehmen, was sich und seinem eigenen Pferd am meisten liegt und hat man mehrere Pferde, muss man sich ein paar Wege zusammenschustern.

Mit diesen Worten schließe ich den Blog heute fotolos und wünsche allen noch ein paar ruhige Tage vor den Festtagen und natürlich auch Ihren Pferden ;) .

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Ein Haflinger geht zur Schule Pt. 4 – Über die menschliche Hektik und die Losgelassenheit beim Reiten

Geschrieben von Allegra am 20. November 2012 | Abgelegt unter Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, So trainiere ich mein Pferd

Immer öfter erwische ich mich, wie ich in der dunklen Jahreszeit Gedanken nachhänge, die mich von Einem zum Anderen führen und mir schließlich doch eine interessante Erkenntnis bescheren. Komisch, im Sommer nimmt man sich für sowas kaum Zeit. Zumindest ich nicht. Was hier weiter interessiert, sind natürlich Gedanken zum Thema Pferdeausbildung. Ich denke, jeder Reiter, Pferdefreund und -narr kennt es. Der hektische Alltag nimmt überhand, Familie, Freunde, Arbeit und andere Hobbys fordern ihren Platz im Alltag ein und man erwischt sich dabei, nur noch von einer Tätigkeit zur nächsten zu Hetzen. Mir geht es da nicht anders. Ich stehe auf, würge mein Frühstück hinunter, lerne bis es mit der Abfahrt zur Arbeit knapp wird, gehe arbeiten, quäle mich durch den Feierabendverkehr, esse schnell zu Abend, fahre zum Pferd, habe daheim viel zu tun, bin in Gedanken schon wieder beim Lernen, möchte noch dies und das tun, ein Freund ruft an usw. Muss denn immer alles so durchgeplant und vollgestopft sein? Und schon wenn darüber nachdenke, was ich noch alles auslassen könnte, um mir endlich ein bisschen Freizeit zu schaufeln, erwische ich mich dabei, wie ich überlege, was ich der Zeit nicht alles erledigen könnte. Ein bisschen verrückt ist das schon, aber wir Menschen sind halt Getriebene. Im Idealfall ist ein Pferd das nicht. Doch erwarten wir nicht alle von unseren Pferden, dass sie losgelassen und entspannt sind, wenn wir mit ihnen arbeiten? Sind wir das denn selbst? Es soll wirklich nicht zu philosophisch sein, aber wir als Reiter schulden unseren Pferden auch, dass wir, bevor wir aufgestiegen sind, unseren Ballast abwerfen und ebenso losgelassen und entspannt sind, wie wir es von unseren Pferden wünschen. Genauso verhält es sich mit dem Leistungsdruck. Wer ist nicht tagsüber damit konfrontiert Leistung zu bringen, unter Druck zu Arbeiten und Stress zu ertragen. Nichts desto trotz müssen wir das alles bei uns behalten und nicht diesen Druck mitnehmen zu unserem Partner Pferd. Mein Pferd zeigt mir jedenfalls deutlich, wenn ich gestresst bin, denn dann ist die Losgelassenheit ein Wunschtraum, bis ich mich entspanne. Ein bisschen mehr Ruhe finden, das ist mein Vorsatz!

Ansonsten konnten wir diese Woche viele Fortschritte machen. Am Sonntag hatte ich die Gelegenheit bei einer tollen Dressurtrainerin unterricht zu erhalten und unser “Ausbrechen aus der Tour” gehört nun der Geschichte an. Der Schlüssel liegt in der Längsbiegung, die mein Pferd nur unzureichend angenommen hatte. Es hat mich sehr glücklich und stolz gemacht, dass wir alle geforderten Übungen, obwohl wir zB noch nie ein Trab-Halt geritten sind, sofort umsetzen konnten. Anfängerglück? ;) . Nicht ganz, denn auch heute hat es super funktioniert. Mein Fokus in der Winterarbeit liegt jedenfalls klar beim Gymnastizieren und dem Verfeinern meiner Hilfen sowie der Verbesserung meines Sitzes. Leider fällt es mir noch schwer, den Haflingertrab nach 15 Jahren Warmblutreiterei (und zwischendurch Isländer) auszusitzen. Aber kommt Zeit kommt Rat. Ich übe auch das wieder auf kurzen Abschnitten. Mal sehen ob ich auch so lernfähig bin wie mein Pferd, oder ob er mir etwas voraus hat ;)

Ob das Bild zum Text passt? Glaub schon, zumindest sieht man darauf ein zufriedenes Pferd, das ist immer gut, oder? ;) .

Liebe Grüße ich + der Hafibär

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Ein Haflinger geht in die Schule. Eine Einleitung.

Geschrieben von Allegra am 31. Oktober 2012 | Abgelegt unter Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, So trainiere ich mein Pferd, Turbulenter Pferde-Alltag

Was gibt es Schöneres als ein Fohlen zu kaufen, es großzuziehen, ihm beim großwerden zuzusehen und sich, nach viel zu schnell vergehenden Jahren, plötzlich auf dem Rücken des Pferdes wieder zu finden, das gestern noch ein Fohlen war… oder sind es wirklich schon 4 Jahre?? Ein großer Moment und wer das schon erlebt hat, wird mir beipflichten. Für mich war es das zweite Mal.

Unser erstes Fohlen bekamen wir, da war ich 11 Jahre alt. Es war ein Koppelunfall zwischen dem stallimmanenten Hengst und der Stute meiner Schwägerin. Man muss betonen, dass dieser Hengst seine Gene an diesem einen Tag wohl sehr fleißig weiter gegeben hat, denn im März  des darauffolgenden Jahres kamen gleich vier Fohlen zur Welt. Lange Rede kurzer Sinn, der kleine Zwerg entwickelte sich bald zu einem stattlichen Hengst mit der ein oder anderen Marotte und tanzte, besonders mir, ganz schnell auf der Nase rum.

Nichts desto trotz wurde aus ihm ein tolles Reitpferd, ohne Vorgeschichte!

Nachdem wir dann ein paar Jahre später den Traum vom eigenen Offenstall am Haus verwirklichen konnten mussten wir natürlich ein zweites Pferd kaufen. Dieses sollte mir dann verdeutlichen wie wichtig dieses “ohne Vorgeschichte” sein kann. Mein Traumpferd, für das ich sogar mein Moped, mit dem ich jeden Tag zum Bahnhof gefahren war, verkauft hatte und mein gesamtes Erspartes von der Bank holte, entpuppte sich als… sagen wir mal sehr individuell und verhaltenskreativ. Die Jahre vergingen und es wurde besser, aber dieses schöne Gefühl, mit einem Pferd bei (fast) Null anzufangen lies mich nie los.

Also beschloss ich 2008 das Siegerhengstfohlen des Haflinger Bundeschampionats “Adel verpflichtet” zu kaufen. Ein wirklich wunderschönes Fohlen, ein Modell, mit Temperament und Ausstrahlung. Ich hatte ihn sofort ins Herz geschlossen und so kam er zu uns.

Am zweiten Tag hatte er mich gleich getreten und er war wirklich ein kleiner Sturkopf und konnte wirklich wütend werden. Aber dann war er wieder so ein süßer Schmusebär das man ihm nicht böse sein konnte, das ist bis heute so geblieben. Als 2 jähriger stellte sich dann heraus, dass der Kleine ein Sommerekzem hat. Ich kämpfte wie eine Löwin damit der Kleine bleiben kann, mein Vater stand nicht so ganz dahinter, immerhin sollte diese Erkrankung immensen Aufwand bedeuten und löschte auch seinen Traum von der Zucht aus. Egal ich setzte mich durch. Wir kastrierten ihn 3 jährig und liesen ihm noch ein Jahr bis zu seinem “Schuleintritt”. Er entwickelte sich gut, hatte als 3 jähriger bereits ein Stockmaß von 1,50 m und benahm sich gut. Einzig das Sommerekzem machte uns beiden zu schaffen, noch nie hatte ich mit soetwas zu tun gehabt. Doch mit der Zeit wuchs auch das Wissen und wir sind nun stolz darauf dieses Jahr eine schöne Mähne mit in den Winter zu nehmen!

Im April ging es dieses Jahr los. Mein kleines Fohlen sollte zum Beritt. Zwar hätte ich mir das schon zugetraut, allerdings liesen die Bedingungen (Studium, Arbeit) dies nicht zu, also gab ich ihn schweren Herzens aus der Hand. Die Basics lernte er bei der amtierenden Vizelandesmeisterin der ländlichen Reiter, die mit ihrer Haflingerstute reihenweise auch in der LM die Warmblüter auf die Plätze verweist. Ja, das wollte ich auch. Schnell hatte ich ein Vorbild und ich freute mich auf den Herbst.

Im September kam er nach Hause, das heißt nicht ganz. Er kam in einen nahegelegenen Reitstall, wegen Halle und Trainingsmöglichkeiten und weil bei uns zu Hause die Mückenplage so groß ist, dass er im Sommer kein schönes Leben hätte. Der Start war turbulent. Zuerst sprang er beim Freilaufenlassen aus dem Reitplatz, galoppierte einen Hang hinauf, und wieder runter, stürzte am Asphalt und zog sich Prellungen und Abschürfungen zu. Er hatte sichtlich Schmerzen und wollte sich ungern bewegen. Als seine Verletzungen abgeheilt waren brach ich mir leider auf einem Schulpferd beim Ausreiten den Finger und wir bekamen eine längere Pause auferlegt.

Ab Montag darf ich wieder reiten und ich freu mir alle Gliedmaßen aus! Drückt mir die Daumen, aber unsere Fortschritte, Auf und Abs und was wir sonst so erleben werdet ihr hier lesen können :)

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Der Herbert scharrt mit den Hufen- nur noch 3 Wochen bis zum ersten Start diese Saison!

Geschrieben von NaNa am 24. März 2012 | Abgelegt unter Allgemein, So trainiere ich mein Pferd

Herbertchen scharrt schon mit den Hufen und wartet auf den ersten Distanzritt dieses Jahres. Wir beginnen die Distanz-Saison Mitte April im Saarland. Ich bin schon sehr gespannt darauf, denn auf dieser Strecke waren wir noch nicht. Derzeit bin ich dabei, mein Equipement noch etwas aufzustocken. Für Herbert gab es eine neue Distanztrense (Foto folgt), bei der das Gebiss ruhiger im Maul liegt als bei der alten Trense. Für mich gab es nach einem langen Regenritt letzte Woche, nachdem ich total durchgeweicht war, eine neue Regenjacke. Mal schauen, ob 20.000 mm Wassersäule endlich den Durchbruch in Sachen Regenkleidung bringen. Außerdem habe ich Herberts Hufschuhe neu besohlen und generalüberholen lassen. Ich hoffe, dass wir dann diese Saison damit wieder gut fahren. Nächstes Wochenende gibt es dann vorne wieder Hufeisen drauf.

Die letzten Wochenenden haben wir fleißig trainiert. Wir waren jedes Wochenende ca. 25-30km unterwegs. Mal mit Sulky, mal im Sattel, mal auf Sandwegen und riesengroßen Sanddünen, mal auf Schotterpisten. Ein Highlight war sicher eine ewig lange Felstreppe, die wir runtergekletter sind. Jetzt kann uns nichts mehr schocken! Was ich aber unbedingt vor dem Sommer noch angehen will, ist das Bach-Problem. Denn Herbert will keine Bäche durchqueren. Wir haben aber schon einen geeigneten Übungsbach ausgemacht, wo wir dieses Problem demnächst angehen werden.

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Auch ein Weg von 1.000 Meilen, beginnt stets mit dem ersten Schritt!

Geschrieben von Paint'n'Pug am 8. Februar 2012 | Abgelegt unter Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, So trainiere ich mein Pferd

anja blue schneeStellt euch vor,

ein Pferd zum spazieren Reiten wolltet ihr kaufen. Ein Jungpferd sollte es sein, weil ihr “es selber machen” wolltet. Und ein Paint, weil ihr von dieser Rasse fasziniert seid. Eins mit viel weiß, weil ihr der Meinung seid, das “Chrome” einem Pferd gut steht.

Ihr haltet Ausschau, nach einem bezahlbarem Pferd und werdet fündig. Gesehen, verliebt, gekauft.

Ein dreijähriger Paint Wallach wird es, ungeritten, an Freizeitreiter abzugeben.

Freizeitreiter, ja, da findet ihr euch wieder.

Die Reise, unser Weg mit dem Ziel einer Freundschaft fürs Leben, beginnt, vor nun 9 Jahren.

Seither ist viel passiert.

Das “Ausreitpferd” wird zwar noch immer ausgeritten, hat aber inzwischen auch schon 2 EM Medaillen gewonnen, ist mehrfach Deutscher Meister und Westfalenmeister.

Trotzdem ist er das geblieben was er sein sollte: Ein Freizeitpferd. Ein Kumpel fürs Leben.

Das geht nicht, meint ihr?

Ich denke es geht sehr wohl. Sportlicher Ehrgeiz und Freundschaft schließen sich nicht aus.

Oft werde ich gefragt, wie ich das mache und frage mich dann selber wie wir das hinbekommen haben.

Das Geheimnis heißt wohl: Respekt, Zeit, Ruhe, Konsequenz.

Das fürs erste, mehr von meinen sportlichen Freizeitkumpeln, neben Paint “Blue” sind das auch noch Araberdame “Faya” und Mops (Pug) Cedrik, demnächst, wenn ihr mögt.

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Reiterleben ist hart…! Höhen und Tiefen bei der Winterarbeit.

Geschrieben von NaNa am 23. Januar 2012 | Abgelegt unter Allgemein, So trainiere ich mein Pferd

Da wiegt man sich in Sicherheit, Herbert schien in letzter Zeit recht brav und dann kommt so ein Tag. Was geht vor im Schädel eines Vollblüters? Da legt sich von der einen auf die andere Sekunde ein Hebel im Kopf um und man sitzt auf einer kurz vor der Explosion stehenden Bombe. Bummelte man gerade noch gemütlich und ohne Aufreger durch eine belebte Ortschaft, so sorgen wenige Minuten später im Wald Baumstämme am Wegesrand für größte Empörungen auf Seiten Herberts.  Furchtbar!

Heute war mal wieder so ein besonders ätzender Tag. Nach 5 Tagen Pause (wegen Sturm, habe keine Lust auf herabfallende Äste im Wald) war Herbert kaum zu bremsen. Zweimal hat er versucht, fiese Tricks anzuwenden, nämlich vom langsamen Trab in den Pass zu gehen, sich dabei komplett festzumachen und dann losschießen…da habe ich als zart besaitete Person natürlich einen halben Herzinfarkt bekommen. Also erstmal gekniffen, abgestiegen und geführt bis sich die Gemüter beider Parteien wieder beruhigt haben. Darin sehe ich auch keine Schaden oder Befleckung meiner Reiterehre. Für mich und Herbert hat es sich als hilfreich erwiesen, aus derart “aufgewiegelten” Situationen (passieren ab und an auch am Boden) komplett rauszugehen, so ist sichergestellt, dass beide Parteien nichts machen, was sie später mit klarem Kopf bereuen würden. Naja, nach einer Weile musste ich natürlich wieder rauf aufs Pferd und wir haben uns dann auch wieder zusammengerauft. Viel gescheut hat er immer noch. Er stand einfach zu viel die letzten Tage. Dann waren heute überall im Wald Holzfäller unterwegs, argh! Die sorgen natürlich für große Erheiterung.

Dieses immer noch hochtrainierte Pferd im Winter und bei Sauwetter zu bespaßen, ist wirklich eine schwierige Aufgabe! Dafür gibt es aber auch immer wieder herrliche Ausritte, auf dem man mit Herbert durch die Wälder schwebt, Kilometer um Kilometer schmilzt dahin, das Pferd wird nicht müde und läuft und läuft und läuft :)

Also, optimistisch bleiben, morgen gleich wieder rauf aufs Pferd, da haben wir bestimmt wieder einen schönen Tag zusammen!

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Jahresabschluss bei der Nikolaus-Distanz

Geschrieben von NaNa am 27. November 2011 | Abgelegt unter Allgemein, So trainiere ich mein Pferd

Nikolaus Distanz 2011

Nikolaus Distanz 2011

Gestern haben wir die Distanzsaison mit dem Nikolausritt nun endgültig verabschiedet. Gemütlich ritten wir die 48km lange Strecke nach Karte in netter Begleitung. Sonst war an dem Tag nicht sehr viel gemütlich, da wir morgens 115km zum Veranstaltungsort und abends dann wieder 100km zuück nach Hause fuhren (anderer Zielort, Ritt ging von A nach B). So waren wir von 5.30 Uhr bis 21.30 Uhr unterwegs- puh.
Herbert war sehr anständig, hat sich nicht wirklich anstrengen müssen (das zeigten seine sehr niedrigen Pulswerte, sonst hat er recht hohe Laufwerte), hat sehr gut gefressen und gesoffen, so macht es auch mal Spaß. Auch wenn das viele Schritt reiten geht schon in den Rücken geht- das kriege ich sonst im Renntrab nicht so mit ;) Jetzt muss ich noch meine GPS Navigation optimieren- an sich war ich mit dem Foretrex sehr zufrieden, aber aus unerfindlichen Gründen fehlten ihm die letzten 15km, obwohl die Datei mit der Strecke, die ich importiert hatte, an sich fehlerfrei war- keine Ahnung, was das war. Aber 30km hat es mich hervorragend navigiert. Am besten funktioniert es, wenn man GPS und Karte parallel nutzt, so hat man eine Stütze, falls von den beiden Optionen eine ausfallen sollte. Teilweise war es z.B. schwierig sich an der Karte zu orientieren, als es z.B: kilometerlang an einer Bahnstrecke entlang ging, da kann man leicht verpassen, wann man von dieser weg abbiegen muss, sofern es keine Orientierungspunkte gibt.
Jetzt muss noch das stinkende Auto ausgeräumt werden, Herbert residiert wieder bei seinen Damen auf der Wiese. Ab 1.12. geht dann leider wieder die Stall-Zeit los, bis dahin genießen die 4 noch ihre Freiheit.

Super Pulswerte!

Super Pulswerte!

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Bergtraining im wahrsten Sinne des Wortes

Geschrieben von NaNa am 23. November 2011 | Abgelegt unter Allgemein, So trainiere ich mein Pferd

…und Vorbereitungen für den Nikolaus-Distanzritt standen diese Woche für Herbert und mich auf dem Plan. Am Samstag findet dieser Ritt statt, mit dem wir dann definitiv unsere Saison beenden wollen. Es ist ein Kartenritt, also absolutes Neuland für uns, daher gehe ich davon aus, dass wir langsam unterwegs sind. Sollte sich die Wegfindung einfach gestalten, nehme ich an, was Herbert anbietet. Er steht noch sehr gut im Training, da er wohl nicht so schnell abtrainiert werden möchte, wie ich mir das vorgestellt hatte. Jedenfalls hat er einige Male deutlich zu verstehen gegeben, dass er noch längst nicht auf den “Wintermodus” heruntergefahren hat.
Am Montag waren wir dann zu einem Konditionscheck noch einmal im Pfälzer Wald. Eigentlich sollte es eine relativ gemütliche, ca. 2h lange Tour mit überwiegend Schritt und leichten Steigungen werden- im Endeffekt war es eine echte Knochentour. Auf 12,5km haben wir über 600 Meter Anstieg gehabt *puh* und für diese kurze Distanz 2h15min benötigt. Ich habe fast 5km Pfade mit ausschließlich Felsgeröll erwischt und habe viel geführt. Ein Lob an dieser Stelle an den treuen Herbert, der sich zwar sicher öfters fragt, was er da gerade macht, aber das entscheidende ist, dass er definitiv immer mitmacht und sein Bestes versucht! Auf dem Gipfel des Oehrenfelsens auf 591 Meter Höhe (viel höher ist der Pfälzer Wald dann auch nicht mehr) rettete uns ein ortskundiger Wanderer, der uns einen nicht markierten Pfad bergab zeigte- sonst hätten wir uns wohl vom Gipfel runterbeamen müssen, denn ich weiß wirklich nicht, ob wir die extrem steilen Felspfade bergab gemeistert hätten. Aber es ging ja wieder einmal alles gut aus. Viel Spaß hat mit unterwegs außerdem mein neues Garmin Foretrex 301 gemacht- ein GPS fürs Handgelenk mit den wichtigsten Funktionen. Es findet extrem schnell Empfang und ist auch bei vielen Tempowechsel super genau. Echt klasse!
Morgen bekommt Herbertchen dann noch Klebeeisen an die Vorderhufe und dann richten wir auch schon wieder das Auto für den letzten Distanzritt des Jahres….!DSCF4326

Sicherheitshalber besorgt sich Herbert selbstständig Wegzehrung!

Sicherheitshalber besorgt sich Herbert selbstständig Wegzehrung!

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