Archiv für die Kategorie Mit Pferden reisen

Athen-Kassel-Ritt 2017

Geschrieben von VFD_Sonja am 11. April 2017 | Abgelegt unter Allgemein, Mit Pferden reisen

The Athens-Kassel Ride 2017

The Athens-Kassel Ride 2017

Quer durch Europa, 7 Länder, 3000 km, 3 Monate, 4 Reiter, 5 Pferde! …. ein Ritt von Süd- nach Mitteleuropa unter der ideellen Schirmherrschaft der VFD.

(c) Ross Birrell
Unterhalb der Akropolis in Athen nach Kassel startete am 9. April der Ritt mit einer bunten Mischung von Pferden und Menschen. Das Team besteht aus Artvin – Kabardiner, Issyk Kul – Karabach, Calfino Sancho – Criollo, Hermes – Arravani und Pacco – Haflinger mit ihren Menschen Peter van der Gugten (CH), Zsolt Szabo (HU), Tina Boche (DE) und David Wewetzer (DE), die den Ritt durchführen.
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Meine Appaloosa Geschichte

Geschrieben von appyflash am 12. April 2016 | Abgelegt unter Mit Pferden reisen

eine Appaloosa Geschichte

1978 besuchte ich Studienfreunde meines Vaters in Houston, Texas.

Was für ein Erlebnis für jemanden aus einer Kleinstadt wie Emden.

Die Familie nahm mich mit auf eine Urlaubsreise von Houston  durch die Wüste bis nach Bandera, Texas.

Auf der Twin Elm Ranch in Bandera, Texas, begegnete ich zum ersten  Mal diesen für mich so ungewöhnlichen Pferden.

Dort wurden hauptsächlich Appaloosa für die geführten Schrittausritte in die Umgebung gehalten.

Diese Pferde wurden  für wenige Stunden am Tag mit “Stranger” geholt, ansonsten liefen sie im Herdenverband im Gebiet um die Ranch herum.

Stranger vertrug sich nicht mit den anderen Pferden , blieb deshalb auf der Ranch und musste bei den Ausritten immer als erstes Pferd gehen.

Wie stolz war ich, als ich nach ein paar Tagen Stranger reiten durfte. und dann auch noch mit einem Bosal. einer Zäumung, die ich im heimischen Ostfriesland noch nie gesehen hatte.

Mir gefielen diese bunten Pferde, deren Größe und außergewöhnliche Farbe. Bilder aus dieser Zeit habe ich leider nicht.

Wieder zu Hause in Deutschland las ich über diese Pferderasse,, was ich finden konnte. Das war damals  noch nicht sehr umfangreich, die ersten Westernpferde waren gerade erst in Europa angekommen .

Joker Cedar Autumn, der wunderschöne Hengst, der auf fast allen Rassetafeln damals abgebildet war, wurde mein Traumpferd.

Ein eigenes Pferd durfte ich nicht haben, aber träumen –das ging.

Ich ritt weiter  die Oldenburger, Hannoveraner, Trakehner und gelegentlich Norweger Ponys.

Einen Appaloosa sah ich life nicht; und meine Freunde vom Reitstall fanden das Interesse für diese Pferde äußerst befremdlich, da wir doch viel schönere Pferde im Stall haben, schön einfarbig und groß.

Im Sommer 1979 bewarb ich mich für ein Austauschjahr in den  USA.

Mein Traumziel: Texas, Montana oder Wyoming.

Gelandet bin ich in Toledo, Ohio (Ich vermute heute, weil ich angab, Heu Allergiker zu sein) und musste erstmal lernen, mitten in einer Industriestadt zu wohnen und mit 1200  Mitschülern in einem Jahrgang zur Schule zu gehen.

Pferde gab es in der Stadt nicht , auch leider keine 4 H Clubs.

Erst nach einem halben Jahr bekam ich die Gelegenheit in einem Reitstall Anfänger Unterricht geben zu können und dafür selber Unterricht zu bekommen.

Und zwischen all den Vollblütern und einfarbigen Quarter Horses gab es dann ROCKY.

Einen braunen Appaloosa mit Schabracke und großen Punkten. Er gehörte Privat Leuten und ich durfte ihn reiten. nur dreimal, weil meine Gastfamilie mich dann nicht mehr zum Stall fahren wollte, und , außer Schulbussen , der öffentliche Nahverkehr in den USA ja –außer in Großstädten – eher unterentwickelt ist.

Aber der Eindruck, den Rocky hinterließ, unterstrich meinen ersten , sehr guten Eindruck von dieser besonderen Pferderasse.

Nach Ende meines Austauschjahres erlaubten mir meine Eltern,  ein Pferd zu halten.

In der Zeitschrift ” Pferdemarkt” wurden gelegentlich Appaloosa angeboten, also suchte ich dort ; während meine Freundinnen die Lokalzeitung durchforsteten.

Natürlich wollte ich kein einfarbiges Warmblut, oder einen Norweger, es sollte schon eine bunte , gerittene Stute sein.

In Wyk auf Föhr gab es eine tragende Appaloosa Stute namens Princess, aber es war unmöglich ohne Auto an einem Wochenende dorthin zu kommen um sie auszuprobieren, ganz abgesehen von einem Transport nach Emden ohne Auto und Anhänger und Führerschein.

Ausserdem durfte ich EIN Pferd halten, nicht zwei, also suchte ich weiter.

Bei einem Pferdehändler fand ich dann ,

TIMMY

Timmy Februar 1981  Timmy- ein Jahr später

Klein, einfarbig braun, nicht eingeritten, aber im Preislimit.

Er war alles, was ich NICHT wollte: einfarbig braun, nicht eingeritten, voller Läuse und Würmer, mit völlig verklebtem Fell, aber dieser Blick…

Timmy begleitete mich über 30 Jahre,

Timmy und  ich 1983

Timmy und ich 1983

Als er so 20 wurde, sollte ein Nachwuchspferd her.

Diesmal nun aber wirklich ein Appaloosa, Timmy sollte ihn mit erziehen.

Ich suchte in ganz Deutschland nach einem bunten Hengstabsetzter oder Jährling. Angeboten wurden mir koppende Jährlinge, 4 Monate alte abgesetzte Fohlen für 5 stellige Summen ( okay,  waren noch DM, aber trotzdem weit mehr als ich bezahlen wollte) oder eben Stuten. Einmal war ich mit Züchtern verabredet, hatte meine Wünsche am Telefon geäußert, bin 3 Stunden dorthin gefahren , um vor Ort zu erfahren, daß die Jungpferde leider nicht vor Ort seien, sondern im Aufzucht Betrieb ca 300 km entfernt.

Das war doch sehr frustrierend.

Schliesslich las ich auf der ApHC Schau in Aachen eine Anzeige von einem Jährling und einem Zwei Jährigen , gar nicht weit weg von uns.

Die Pferde wuchsen in einer Jungpferdeherde mit einer Stute zur Erziehung auf, so wie ich es mir vorgestellt hatte.

Sehr brave, junge Pferde in einer natürlichen Umgebung, und ich entschied mich für Sammy Freckles Flash.

Cante 2005

Flash zog bei uns ein, er lernte schnell und begleitete uns – noch als Hengst – als Handpferd.

Bei einem Kinderbodenkurs fehlte uns ein Pferd, also versuchten wir es mit dem zweijährigen Jung-Hengst, der sich artig wie ein altes Schulpferd durch die Aufgaben leiten ließ. Traumhaft—so hatte ich mir das vorgestellt.

Zweijährig brachte ich ihn zurück zum Züchter, um dort noch ein paar Monate mit den Jungs herumzutollen, kastriert zu werden und dann wieder zurück zu kommen.

Ich war so stolz auf meinen Appaloosa, ich wollte ihn gern auf Turnieren zeigen.

Was lag näher als eine Vorstellung in der Heritage Class, die doch die  bemerkenswerte Geschichte der Pferde  zum Ausdruck bringen kann.

Auf der Suche nach Menschen , die mir bei der Erstellung der indianischen Ausrüstung helfen konnten, bekam ich Kontakt  zu einer Gruppe von Hobbyisten der Indianistik.

Diese Menschen teilen  meine Faszination von der Geschichte der Appaloosa Pferde und ihrer Züchter, der Nez Perce Indianer.

Auch sie möchten mit ihren Auftritten die Nez Perce Indianer ehren und an ihre traurige Geschichte erinnern.

Über einige Jahre hörte ich immer wieder von  „ dem Indianer „ aus Wildeshausen, der doch auch so ein “Appaloosa Verrückter “sei.

2002 lernte ich ihn und seine Frau kennen.

Mia Mahto führte seit vielen Jahren immer um den 21.September, den Todestag von Chief Joseph , einen Chief Joseph Memorial Trail Ritt

durch , und als Flash 4 Jahre alt war, nahmen wir das erste Mal daran teil.

Chief 09

Um eine lange Geschichte kurz zu machen. Flash und ich kamen am Boden wunderbar miteinander aus, beim Reiten aber nicht.

Wenig später hatte ich eine Appaloosa Stute, die zwar etwas speziell war. Ich musste sie zum Reiten regelrecht einfangen, Verladen war anfangs ein großes Problem, später sah es nur spektakulär aus.  Bequem war sie auch nicht, aber sehr schnell.

Wir kamen gut miteinander aus, und erlebten viele schöne Stunden , vor allem auf Wanderritten.

Birdy war schon etwas älter, und hatte  diverse gesundheitliche Probleme, man riet mir, sie nicht mehr zu reiten.

Ich schwankte zwischen Import eines geeigneten, bequemen Pferdes und der Idee , Birdy ein Fohlen bekommen zu lassen.

Ihre drei Stutfohlen, die sie vor der Zeit bei mir bekommen hatte , schienen charakterlich nicht so schwierig zu sein wie sie.

Daher nahm ich Kontakt mit Züchtern von Foundation Appaloosa ,Bill Wicklund und Rosa Yearout, aus den USA, auf, deren Pferde teils auch den Indian Shuffle ( eine Art Tölt) vererben.

Erst  kürzlich erfuhr ich , dass Mia Mahto Rosa Yearout vor vielen Jahren  persönlich auf einem Powwow kennen gelernt hatte.

Ein anderer meiner Appaloosa Freunde hatte vor wenigen Jahren einige Wochen auf ihrer Ranch verbracht .

Rosa Yearout ist zur Zeit die Älteste des Nez Perce Stammes, und bemüht sich um die Rückzüchtung der Appaloosa,

so wie sie einst Chief Joseph begleiteten.

Dazu wurden  alte Foundation Linien mit Achal Tekkiner Pferden gekreuzt, um die Ausdauer und Eleganz wieder zurückzubringen, die seinerzeit ein sogeschätztes Merkmal war.

Diese Nez Perce Pferde  sind  noch sehr selten. aber dazu komme ich später noch mal.

Schliesslich entschied ich mich, selber zu züchten, aber eine künstliche Besamung mit einem Hengst aus USA  kam aufgrund von Birdys schwierigem Charakter nicht in Frage.

Bill Wicklund half mir bei der Auswahl des am besten geeigneten Hengstes für meine Stute, in dem er die Pedigrees studierte und riet mir zu

Geronimos Pathfinder

Bereits als feststand, daß Birdy trächtig war, stand fest, daß das Fohlen Tonweya heißen würde ( Lakota Wort für Scout ,Pfadfinder)

Birdy brachte dann am 17.5.2009 ein braunes Hengstfohlen mit Spitzendeckchen zur Welt, direkt in meine Hände.

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Timmy und Tonweya

Timmy  Mai 2011

Timmys letzter Tag Mai 2011

Birdy musste ich im Sommer 2012 leider über die Regenbogenbrücke schicken.

Zum Glück hatte ich ja noch Tonweya.

Tonweya hatte von Geburt an einen Kehlkopfdefekt, ob er ein ausdauerndes Reitpferd werden könnte, war noch nicht absehbar.

Ich bereitete Tonweya vom Boden aus auf vieles vor, nahm ihn oft als Handpferd mit

Birdy und Tonweya 2010

Birdy und Tonweya 2010

Mit 2  wurde er kastriert,

aber zum Einreiten brachte ich ihn in in den Fehnstall, weil meine Freunde ihn für zu gefährlich hielten, um es selber zu machen.

Der Fehnstall ist ein Dressur- und Ausbildungsstall, in dem auch Tinker gehandelt werden, so daß es dort auch immer wieder zu Kundenverker kommt, und gegebenenfalls auch ein Reiter für Tonweya gefunden werden könnte.

Aber seit dem April 2013 reite ich meinen selbstgezogenen Appaloosa, der zwar keinen Indian Shuffle hat, aber ansonsten ein wahres Traumpferd für mich wurde.

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Tonweya und ich  nehmen an Lehrgängen teil, reiten aus, machen Wanderritte, Nachtritte ,waren schon auf Neuwerk,auch Pony Express Reiter sind wir schon gewesen.  Am Wichtigsten aber ist, daß ich mit Tonweya ein Traumpferd habe, mit welchem ich alles machen kann, was mir als Reiter Spaß macht. Wir treffen uns einfach mal mit Freunden und Hunden zum gemeinsamen Ausritt, oder machen Bodenarbeit

Das einzige, was wir nicht machen, ist an Turnieren teilzunehmen..

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Nun kam es letztes Jahr durch ein  Missverständnis über Facebook zum Kontakt zu einem Menschen ,der mir anbot, am Chief Joseph Ritt in den USA teilzunehmen.

was für ein Angebot. Ich hielt Rücksprache mit Bill und Merry Wicklund, die mir versicherten, daß der Herr durchaus existiert und sein Angebot ernst zu nehmen sei.

Seit etwa einem Jahr nun schreiben wir uns über Facebook und haben die meisten Details der Reise geklärt.

Mit seiner Frau habe ich telefonisch weitere Details besprochen und nun nähert sich die Abreise.

Als Höhepunkt für einen Appaloosa Freund  wie mich( man nennt uns auch Appaholics), darf ich diesen Sommer am Chief Joseph Trail Ride 2016 in Montana teilnehmen, der dieses Jahr dort endet, wo  Chief Joseph am 5.10.1877 kapitulierte und seine berühmte Rede gehalten hat.

Handy Silja 152

Darüber möchte ich gern berichten, wenn es interessiert.

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Abenteuer Alpenritt

Geschrieben von VFD_Sonja am 21. September 2014 | Abgelegt unter Allgemein, Mit Pferden reisen

Nach monatelanger Vorbereitung hieß es am 09.09.2014 für vier VFDler packen für das große Abenteuer.

Packen für das große Abenteuer

Am 10.09. erfolgte die Anfahrt, um am 11.09.2014 zu starten.

2013 feierte die VFD ihren 40. Geburtstag. Die Rekener Charta wirbt um Unterstützung für die Erhaltung, Pflege und besondere Wertschätzung der Pferde und für das Grundrecht von Mensch und Pferd auf einen freien Zugang zur Natur. Durch Zustimmung vieler Pferdefreunde und möglichst auch politischer Entscheidungsträger sollen diese Positionen in Deutschland, Europa und weltweit unterstützt werden. Die Charta sollte als politisches Signal verstanden werden.

VFD ganz nach dem Motto Reiten.Fahren.Grenzenlos

VFD ganz nach dem Motto Reiten.Fahren.Grenzenlos

Sbrinz-Route

Alpenblick

David Wewetzer ritt an einem Tag 29,5km in 8h durch eine tolle Bergwelt mit Peter van der Gugten, Hanspeter Hartmann, Martina Markgraf, Henrike Bläsig-Lang, Günter Wamser uva.

Hanspeter und Henrike

Hanspeter und Henrike

Sbrinz Route = Weg der Säumer über glatten Fels

Sbrinz Route = Weg der Säumer über glatten Fels

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4 VFD’ler beim großen Abenteuer

Geschrieben von VFD_Sonja am 30. August 2014 | Abgelegt unter Allgemein, Mit Pferden reisen

4 VFD’ler beim großen Abenteuer

Vom 11.-20. September sind 4 VFD Mitglieder unter der Leitung
von VFD’ler Peter van der Gugten auf großer Tour.
Sie reiten vom Vierwaldstätter See in der Schweiz über 4 Alpenpässe bis
nach Italien. Einmal quer über die Alpen – ein unvergleichliches
Erlebnis, ein An-die-Grenzen-gehen, atemberaubende Natur und
unberechenbare Naturgewalten. Das Abenteuer beginnt…..

Jack von Henrike beim Training in der Pfalz

Jack von Henrike beim Training in der Pfalz

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Reiten Grenzenlos: Schweiz-Deutschland: Wutacher-Charta Ritt 2014

Geschrieben von VFD_Sonja am 11. Juni 2014 | Abgelegt unter Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, Mit Pferden reisen

16 Reiter aus der Schweiz und Deutschland trafen sich am 29.5 in Schwaningen am Fusse des Schwarzwaldes, um gemeinsam vier Tage das Wanderreiten zu geniessen. Um 10 Uhr war Abritt in zwei Gruppen geführt von Bianca und Peter aus der Schweiz.

Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Über die obere Alp führte der Weg durch das romantische Steinatal hinauf nach Holzschlag zur VFD-Wanderreitstation Stallegg wo wir von Martin herzlich begrüsst wurden. Seine neuen Paddocks und das gute Essen liessen uns das regnerische Wetter schnell vergessen und das abendliche Lagerfeuer war der krönende Abschluss der ersten Tagesetappe.

Am nächsten Tag ging es Richtung Schluchsee nach Faulenfürst über luftige Höhen und durch dunkle Tannenwälder, immer mal wieder malerischen Flüsschen und Bächen folgend, gelangten wir zum Aussichtspunkt auf dem Riesenbühl. Von dort war es dann nur noch ein kurzer Ritt bis wir in Lenzkirch in der Wanderreitstation Rogg Unterschlupf fanden. Die 16 Pferde waren bald versorgt und wir genossen die Möglichkeit zu Duschen und den Abend am Wirtshaustisch ausklingen zu lassen.

Der dritte Tag brachte dann endlich den versprochenen Sonnenschein. Auf verschlungenen und sehr abwechslungsreichen Wegen ritten wir nach Osten der Wutach entlang, bis wir vor Titiseeneustadt die Gutach überquerten und Richtung Norden durch den Fürstenwald ritten. Nach einer Mittagsrast auf einer Waldlichtung bei strahlendem Sonnenschein, lud kurz vor dem Ziel der Kirnbergsee zum Baden ein. Der Girenhof, die VFD-Wanderreitstation bei Waldhof, bot uns Erfrischung und Unterkunft für Ross und Reiter in Schweizer Qualität. Beim Abendessen wurde von einer 2er Combo Unterhaltung geboten und die Reiter konnten die gemütlichen Zimmer beziehen.

Leider schon der letzte Tag der Tour über 120 km. Nach einem gemütlichen und reichhaltigen Frühstück verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und führten unsere Pferde Richtung Süden, wieder der Wutach entgegen. Die Wege schlängelten sich durch Wälder, über Weideflächen und Höhen und luden immer wieder zum Trab und auch Galopp ein. Schon der zweite Tag bei gutem Wetter erlaubte ein Picknick an der Wutach und gestärkt machten sich die zwei Gruppen auf die letzte Etappe zurück zum Hängerparkplatz in Schwaningen.

Reiten Grenzenlos: Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Reiten Grenzenlos: Schweiz-Deutschland: Wutacher-ChartaRitt 2014

Ein toller Ritt mit viel Abwechslung, schönen Wegen und gemütlichen Unterkünften ging seinem Ende entgegen. Die Teilnehmer rundum zufrieden und erholt, fuhren ihrer Heimat in zwei verschiedenen Länder wieder entgegen. Alle hatten schöne Tage mit Ihren Pferden erlebt und grenzüberschreitend Erfahrungen ausgetauscht.

Bilder und Text: Peter van der Gugten

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Sauerlandstafette

Geschrieben von VFD_Sonja am 5. Juni 2014 | Abgelegt unter Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, Mit Pferden reisen

Vom Sauerland ins Münsterland
Sommer, Sonne, den Bürostress endlich hinter sich lassen und Urlaub machen…Mitte August
2013 ist es endlich wieder so weit: Die Pferde werden gesattelt und los geht’s. 250 km liegen
vor uns… die VFD feiert ihr 40jähriges Bestehen in Reken … ein Grund unser Wanderritt-Ziel
diesmal ins Münsterland zu legen.
Hier einige Tagebuchauszüge vom Wanderritt der SauerlandReiter Susi, Miri und Ropi:
21. August 2013, 15:32 Uhr, Listertal, südlichster Zipfel des Märkischen Kreises
Giaccomo und Vino stehen gestriegelt, gesattelt und bepackt an der Anbindung und warten
sehnsüchtig auf ihre zwei Ladies, die einfach mal wieder nicht fertig werden…. Naja, ein
letzter WC-Gang muss sein und dann los… nee warte mal, wo ist mein Hut… und wo ist
Marita… die soll doch noch Fotos vom Abritt machen! Weitere 15 Minuten später sind wir
endlich die Dorfstraße in Berlinghausen rauf und im Wald verschwunden. Unsere erste
Etappe führt uns entlang der Listertalsperre zum Biggesee und dann durch endlose Wälder
ins 30km entfernte Repetal, wo wir bei Freunden auf einem Ferienhof übernachten. Hier
sind wir immer willkommen, besonders in der Ferienzeit, wenn viele Kinder auf dem Hof
Urlaub machen …
22. August 2013, Petmecke – Wildewiese, ca. 30km
…wir sind im herrlichen Sonnenschein unterwegs. Von weitem können wir die Freilichtbühne
Elspe sehen. Hier finden im Sommer immer die Karl-May-Festspiele statt. Mitten im Ort
machen wir eine kurze Pause, um kühle Getränke zu holen und lustige Fragen der
Einheimischen zu beantworten: „… nein, wir haben uns nicht verlaufen.“ Und „… nein, wir
sind nicht die Cowboys (-girls) von der Freilichtbühne.“….“Ja, wir wissen, dass Karneval
vorbei ist.“ Aber im Grunde sind alle nur neugierig und möchten gerne erklärt haben, wie
dass so bei einem Wanderritt abläuft. Wir erzählen dann, dass wir Urlaub zu Pferd machen
und auch nebenbei für die VFD unterwegs sind. Erklären die Charta, die wir dabei haben und
auf der sie sich gerne verewigen können. … Etwas später, wir sind wieder im Wald
unterwegs, habe ich das blöde Gefühl, dass irgendwie die Wanderkarte nicht mit den Wegen
übereinstimmt. Wir verlassen uns auf meinen Orientierungssinn und biegen ab und siehe da,
am Wegesrand steht ein riesiges Info-Schild: Waldbesitzer, Bauern, Grundstückseigentümer
und andere Menschen haben im Zuge der „Flurbereinigung Elspe“ kurzerhand Grenzen und
Wege komplett neu eingeteilt. Aber wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel und für eine
neue Wanderkarte ist es jetzt eh zu spät… kaum eine Stunde später trauen wir unseren
Augen kaum… da stehen oben auf dem Berg riesige Zelte, Kinder machen eine
Wasserschlacht und … ja da steht es wirklich, in riesigen bunten Buchstaben, fast 5m hoch…
HOLLYWOOD …
23. August 2013, Wildewiese – Balve
Wir starten heute auf 600 Höhenmetern in Wildewiese und reiten erst mal nur bergab, bis
wir den Sorpesee erreichen. Diese Gelegenheit lassen wir natürlich nicht ungenutzt und
gönnen unseren Pferden eine kleine Abkühlung im Wasser. Erfrischt schaffen wir die
restlichen Kilometer bis zum Schloss Wocklum in Balve, weithin bekannt durch das jährlich
stattfindende „Balve Optimum“. Hier im traditionellen Turnierstall für Dressur und Springen werden wir aufs herzlichste empfangen. Neugierig schauen uns alle zu, wie wir Packtaschen
und schwere Westernsättel von den Pferden heben. Schnell sind wir tief im Gespräch über
Pferde, Reiten, Wetter und vieles mehr…
24. August 2013, Balve – Schloss Höllinghofen
….mittlerweile sind wir wieder irgendwo im Wald unterwegs, als uns plötzlich lautes
Männergeschrei aus unseren Gedanken reißt. Unsere Pferde spitzen die Ohren, Musik? Der
Wald wird lichter, auf einmal finden wir uns zwischen Männer in karierten Röcken wieder,
die mit Äxten auf Strohballen werfen, Baumstämme durch die Luft wirbeln und leckeren,
dunklen Gerstensaft trinken…Schotten? Schottland? So weit wollten wir heute doch gar
nicht, eigentlich müsste hier doch Hövel sein? Ist es auch. Aber heute finden hier Highland
Games statt. Toll, erst mal Pause machen und etwas gegen den Durst tun. Nichts ahnend
sind wir auf einmal die Attraktion. Männer, die eher einem Kleiderschrank gleichen aber ihre
Röcke außen tragen, lassen die Baumstämme fallen und werden zu Pferdeflüsterern…
25.August 2013, Schloss Höllinghofen – Unna Hemmerde
Nach einer erholsamen Nacht mit leichtem Regen verlassen wir nur ungern diesen tollen
Hof. Unsere heutige Wegstrecke ist nicht so lang, daher lassen wir uns Zeit und schauen in
aller Ruhe erst einmal diesen Aktivstall an. Es gibt einen riesigen Laufstall, halb offen, halb
zu, mit automatischer Fütterung und Beschäftigungsecken. Für Pferdebesitzer, die nicht
regelmäßig genügend Zeit mit ihren Pferden verbringen können, ist dies sicherlich eine super
Alternative um ihr Pferd artgerecht einzustellen. Kurz nach elf machen wir uns dann auf. Die
Sonne scheint auch schon wieder und die Berge bleiben nun endgültig hinter uns. Wir freuen
uns schon auf heute Abend, denn dann stößt Ropi mit seiner Cindy zu uns. Nach
Sonnenuntergang sitzen wir nun zu dritt draußen auf einer Bank, trinken ein Bierchen und
zählen die Sternschnuppen, die in dieser Nacht wirklich zu Hunderten unterwegs sind…
26.08.2013, Unna Hemmerde – Werne
Heute liegen knapp 40 km vor uns – quer durch den Kohlenpott. Wir kreuzen Autobahnen,
durchqueren mehrere Orte und stehen plötzlich in einer Sackgasse, zumindest für unsere
Pferde. Die Links-Rechts-Schikanen für schnelle Radfahrer sind so eng, dass wir mit den
beiden großen Pferden das Risiko nicht eingehen wollen. Also zurück und nächsten Abzweig
versuchen. Etwas weiter im Ort halten wir Ausschau nach einer Essgelegenheit und sehen
auch schon weiter vorn einen Drive In. Wir wechseln die Straßenseite und parken unsere
Pferde auf dem angrenzenden Parkplatz. Der Wirt bringt erst einmal Wasser für die Pferde,
der Nachbar kommt und stellt Tische und Stühle um, damit wir bei den Pferden sitzen
können. Kinder kommen heran und kraulen unsere Pferde, wir bestellen etwas zu Essen.
Kurze Zeit später kommen Frau und Tochter des Wirtes vorbei, setzen sich zu uns und
erzählen, dass sie auch Pferde haben, fragen wo wir her kommen und wo es noch hin geht.
Wir erzählen von unserem Ritt und von der VFD. Unterschriften für die Charta kommen
zusammen. Es werden jede Menge Fotos gemacht… Und alle genießen eine lange
Mittagspause. Später unterwegs treffen wir immer wieder auf neue nette Leute, mit denen
wir ins Gespräch kommen. Die Begeisterung für Wanderreiter ist enorm und regelmäßig
werden unsere Pferde gelobt, die so brav und unerschrocken im dicksten Autoverkehr
stehen. Am frühen Abend kommen wir dann in Werne an. Für unsere Pferde sind auch hier
schon Boxen und Futter hergerichtet. Wir holen unsere Autos und Anhänger nach und sitzen bis spät in die Nacht noch draußen und schauen einem strahlenden Halbmond beim
Aufgehen zu…
27.08.2013, Werne – Olfen
…gleicher Ort, gleiche Stelle: Wir treffen uns zum Frühstück. Unsere Pferde gucken, schon
voller Erwartung auf den neuen Tag, über ihre Boxentüren dem Sonnenaufgang zu. Während
Miri die Pferde fertig macht, packen wir die Anhänger und verschaffen uns einen Überblick
über die vor uns liegende Etappe. Nachdem wir am vorigen Tag zu fast 98% Teerstraße
hatten, freuen wir uns heute auf die grünen Wälder mit ihren saftigen Lichtungen, die
unsere Pferde besonders mögen… Zur Kaffeezeit in Selm steuern wir das Stadtzentrum mit
seinen Einkaufsmöglichkeiten an. Im dortigen Supermarkt mit Bäckerei holen wir Möhren für
unsere Vierbeiner und Kaffee und Kuchen für uns. So sitzen wir nun mitten auf einem
Parkplatz und lassen es uns im Schatten gut gehen, während erstaunte Kunden mit ihren
Einkaufswagen fast gegen eine Laterne fahren, weil sie die Augen nicht von uns wenden
können… Kurz vor unserer nächsten Übernachtungsstation treffen wir auf einige andere
Wanderreiter, die das gleiche Ziel und dasselbe Quartier für die nächste Nacht haben – es
sind alte Bekannte von Ropi. In Rönhagen angekommen, werden wir gemeinsam mit ca. 25
weiteren Wanderreitern, die auch nach Reken wollen, freundlich vom Bürgermeister
empfangen und erhalten alle einen kleinen Olfen-Esel.
28.8.2013, Olfen – Merfeld
Unsere vorletzte Etappe führt uns an den Halterner Seen vorbei in die Uphuser Mark
Richtung Silbersee. Ziel ist eine Bauernschaft in der Nähe von Merfeld. Die wunderschöne
Landschaft mit den kühlen Wäldern erleichtert uns das Vorankommen. Ganz in der Nähe der
Dülmener Wildpferdebahn übernachten wir auf dem Islandgestüt Borgarstadur. Auch hier
werden wir herzlich von einer Bande Mädels begrüßt. Während wir unsere Pferde versorgen
schauen wir den Ferienkindern bei der Generalprobe für die Quadrille am nächsten Tag zu.
Alte Erinnerungen an eigene erste Reiterferien auf einem Ponyhof schleichen sich in unsere
Gedanken. Abends sitzen wir noch lange mit den Mädels zusammen und erzählen uns
spannende Pferdegeschichten.
29.8.2013, Merfeld – Reken
Das Ende unserer Reise rückt immer näher. Ein kurzer gemütlicher Ritt von ca. 3 Stunden
führt uns zu unserem Ziel, das Reitzentrum Reken. Dort angekommen werden wir auf dem
Platz von Hans-Peter Hartmann begrüßt. Wir überreichen unsere Charta mit allen unterwegs
gesammelten Unterschriften und erzählen Einiges von unserer Reise.
30.8. – 1.9.2013, Reken
Wir genießen die Feier zum 40jährigen Jubiläum der VFD und treffen auch hier auf alte
Bekannte.
So endet unsere spannende Reise vom Sauerland ins Münsterland. Wir möchten uns auf
diesem Weg bei all den netten Menschen bedanken, die sich Zeit für uns genommen und uns bei unserem Ritt unterstützt haben. Nun stecken wir schon wieder mitten in den Planungen für unseren nächsten Wanderritt im kommenden Sommer 2014 zur 20. Eurocheval in Offenburg. Auf das wir uns dort alle wiedersehen. Bis dahin einen allzeit guten Ritt.
Eure SauerlandReiter
Ein Bericht von Susanne und Miriam Schürholz.

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

Auf dem Weg nach Reken durchs Sauerland (Schloß Wocklum).

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Sieben Stafettenreiter bringen die Rekener Charta nach Rosendahl

Geschrieben von VFD_Sonja am 24. August 2013 | Abgelegt unter Allgemein, Aus dem Leben mit Pferden, Mit Pferden reisen, Pferdeliebe zum Beruf gemacht

Foto: Birgit Landwehr

Anabel und Klaus Balkenhol und Beatrix Schulte Wien hoffen auf die Signalwirkung der Rekener Charta für ein freies Reiten in Europa.Foto: Birgit Landwehr

Bei bestem Reitwetter trafen sieben Wanderreiter aus Olfen, Haltern, Dülmen, Coesfeld, Billerbeck, Rosendahl und Heek in Klaus Balkenhols Trainingsstall in Rosendahl-Höven ein.

Gemeinsam mit seiner Tochter Anabel und Beatrix Schulte Wien vom Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) in Dülmen unterschrieb der erfolgreiche Dressurreiter und –trainer die Rekener Charta. Zur Ausbildung junger Pferde wünscht er sich ein gutes Reitwegenetz. Das Reiten im Gelände schult die Balance, kräftigt die Muskeln und macht gelassener gegenüber unbekannten Situationen, gerade auch im Turniersport auf gehobener und höchster Ebene. Die Charta war am Vortag in Herten vom Bürgermeister unterschrieben worden, am Wochenende macht sie Station in Bielefeld und Warendorf.

Stafettenreiter Nähe Kloster Gerleve

Stafettenreiter Nähe Kloster Gerleve

Interessiert fragte Balkenhol nach der Münsterlandreitroute, der Planung und Durchführung von Mehrtagesritten, der Ausstattung einer Wanderreitstation und dem Umgang mit dem Jakobskreuzkraut.

Zur großen Freude der Mitglieder des Kreisverbandes Coesfeld/Borken der Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland e.V. (VFD) bot er anschließend eine Führung durch seine Anlage. Im Offenstall begrüßten sie das uralte Beistellpony von Balkenhols Dressurchampion „Goldstern“, der 1992 und 1996 olympisches Gold holte und bis zu seinem Tod in Höven das Pensionärsdasein bei seinem Reiter genoss.

Die jungen Dressurpferde bekommen in Höven eine grundsolide und immer dem Entwicklungstand der Pferde angemessene Ausbildung. Stockt diese, kommen Experten wie Beatrix Schulte Wien, Linda Tellington Jones oder Peter Kreinberg zur Beratung und Behandlung.

Deutsche, englische und amerikanische Dressurreiter sind oft und gern gesehene Gäste und bereiten sich unter Balkenhols Anleitung im Münsterland auf die großen Dressurturniere in Europa und Übersee vor. –bil-

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Europäisches Kulturgut Pferd

Geschrieben von VFD_Sonja am 6. August 2013 | Abgelegt unter Allgemein, Mit Pferden reisen

Stafettenübergabe von den Fjordpferdreitern aus dem Westerwald an den Lahn-Dill-Bergland

Stafettenübergabe von den Fjordpferdreitern aus dem Westerwald an den Lahn-Dill-Bergland

Freizeitpferde im Landesgestüt Dillenburg

Dillenburg Bei minus 9 Grad, eisiger, böhmischer Wind, gefrorene Böden startete eine von vielen berittenen Stafetten aus Europa in Tschechien und nahm ihren Weg über Bayern nach Baden Württemberg. Dabei führen Sie Grußbotschaften und eine Charta. Unterwegs sammeln die Stafetten weitere Unterschriften ein. Initiiert haben die Charta die Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland e.V. (VFD) und die internationalen „ The Long Riders Guild“. Die Rekener Charta wirbt um Unterstützung für die Erhaltung, Pflege und besondere Wertschätzung der Pferde. Auf der viertägigen Feier der VFD vom 29.8. bis 1.9.2013 in Freizeitreitzentrum in Reken werden die Unterschriften zusammengeführt und die Rekener Charta offiziell verkündet. Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa.

Fjordpferde im historischen Reithaus auf dem Landgestüt Dillenburg

Fjordpferde im historischen Reithaus auf dem Landgestüt Dillenburg

Die „hessische“ Stafette (Lorsch-Wiesbaden-Schlangenbad-Niedermeilingen-Villmar-Löhnberg-Westerwald) wurde am Samstagnachmittag, 03.08.2013 von den Reitern der Interessengemeinschaft Fjordpferde (Regionalgruppe Rheinland-Pfalz) und von „Westerwald-Taunus zu Pferd“ mit den Grußbotschaften per Pferd nach Dillenburg geführt. Norbert Samel vom Bezirksverband „Alter Dillkreis“ empfing die Reiter auf dem Gestüt. Aufgrund von einem Gewitter wurde die Charta an Sabine Kost aus dem Lahn-Dill-Bergland im Reithaus übergeben. Das Reithaus hat eine über 220jährige Geschichte. Damals war es die einzige Reithalle auf dem über 100 Hengste zählenden Gestüt. Weder 40 Jahre noch 220 Jahre sind im Vergleich zu der Geschichte des Pferdes Sekunden. Vor Millionen von Jahren gab es schon Pferde in Europa. Seit nunmehr rund 5.000 Jahren steht das Pferd im Dienst des Menschen. Die Entwicklungsgeschichte des Pferdes war und ist eng verbunden mit der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Das Pferd, des Menschen treuer Freund, hat die heutige Kultur ermöglicht. Es half den Ackerboden zu bestellen, zog Pflug und Egge, Wagen und Kutschen, zog mit den Menschen in den Krieg. Ziel und Zweck der Stafetten-Ritte ist es auf die Jahrhunderte alte Bedeutung des Pferdes hinzuweisen.

Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa

Es ist die eine Charta aller Reiter und Fahrer in Europa

Von Dillenburg geht die Stafette bis nach Vöhl am Edersee (Nationalpark Kellerwald-Edersee). Um von dort unter Führung von Arno Klöser nach Reken geleitet zu werden.

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Pferd und Umwelt

Geschrieben von VFD_Sonja am 20. Juli 2013 | Abgelegt unter Allgemein, Mit Pferden reisen

Trotz Einführung der Pferdesteuer in einigen hessischen Gemeinden hat die Staatsministerin Lucia Puttrich erkannt, wie wichtig das Kulturgut Pferd ist.
Die 1.Vorsitzende des VFD-Landesverbandes Hessen, Birgit Ungar, konnte aufgrund der guten Zusammenarbeit bei den Neuerungen zum Hessischen Waldgesetz Staatsministerin Lucia Puttrich vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz davon überzeugen, die Rekener Charta zu unterzeichnen.

Vor 10 Jahren gab es in Deutschland noch 5,5 Mio. Hektar Grünland, durch das Anlegen von mehr Äckern (zum Bsp. für den Mais- und Raps-Anbau) sind es inzwischen deutlich unter 5 Mio. Hektar. Über ein Fünftel von dieser Fläche wird für Pferde genutzt, denn es gibt inzwischen grob geschätzt um die 1,2 Mio. Pferde, Ponys und Esel in Deutschland. Jedes Tier braucht für sein jährliches Raufutter an Weide und Heuwiesen etwa 1 Hektar Fläche.

Grünlandflächen sind nicht nur prägende Elemente in der Agrarlandschaft mit hohem ästhetischem Naturwert, sondern haben eine hohe Bedeutung für zahlreiche Artengruppen wie auch für den Boden-, Wasser- und Klimaschutz.

Übergabe der Rekener Charta von den Wiesbadener Reitern (in rot) an die Schlangenbader Reiter mit (von rechts) Albert Schwan (VFD), Wolfgang Gores (Hess. Sportdezernent), Frau Steuer (Jagdverein Wiesbaden), Birgit Ungar (VFD) und Staatsministerin Lucia Puttrich (Kellerskopf/ Wiesbaden)

Übergabe der Rekener Charta von den Wiesbadener Reitern (in rot) an die Schlangenbader Reiter mit (von rechts) Albert Schwan (VFD), Wolfgang Gores (Hess. Sportdezernent), Frau Steuer (Jagdverein Wiesbaden), Birgit Ungar (VFD) und Staatsministerin Lucia Puttrich

Weitere Infos zum Theam Pferd und Umwelt:

http://www.vfdnet.de/index.php/4698-pferde-und-naturschutz

http://blumenwiesen.bund-rlp.de/fileadmin/bundgruppen/Blumenwiesen/Beitraege/Pferde_als_Landschaftspfleger_und_Naturschuetzer.pdf

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Freude – Freunde – Charta

Geschrieben von VFD_Sonja am 14. Juli 2013 | Abgelegt unter Allgemein, Mit Pferden reisen

Stafettenübergabe von der Pfalz - an den Hunsrück in Bad Sobernheim

Stafettenübergabe von der Pfalz - an den Hunsrück in Bad Sobernheim

Bad Sobernheim, Marktplatz Der Stafettenritt von der Schweizer Grenze führte durch den Nordschwarzwald und über das Rheintal ins Elsass. Dort übernahm Julia Gossen und Begleitung die Stafette. Sie waren nach sieben Tagen und 360 gerittenen Kilometern in Bad Sobernheim angekommen. Sie hielten an mehreren Stationen an, um Unterschriften für die „Rekener Charta“ zu sammeln. Diese wirbt um Unterstützung für Pflege und Wertschätzung der Pferde und das Grundrecht von Mensch und Pferd auf freien Zugang zur Natur.

Auf dem Marktplatz fand die Übergabe der Stafette an den Pferdehof Unterhell in Weiler statt. Elisabeth Öhler (Beigeordnete), Soonwaldfee Kathrin Behrenz und SooNahe-Vorsitzender Rainer Lauf unterschrieben im Namen der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim die Charta und unterstützen diese damit.

Durch die Stafetten werden nicht nur für die Charta geworben. Es werden Freundschaften geknüpft und vertieft. Und die Teilnehmer haben ganz viel Freude. Was man auch immer wieder auf den Fotos sieht. https://www.dropbox.com/sc/tcst1f6dtw9aayz/0Us8f_mwI2

Wer möchte der nachfolgenden Generationen das Zusammenleben mit Pferden ermöglichen?

Wer möchte auch an einer Stafette teilnehmen?

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