
Warum reisen wir auf ehemaligen Schlachtpferden quer durch Europa?
Die kürzeste Antwort die mir einfällt ist diese: Wir wollen die Aufmerksamkeit der Menschen die wir unterwegs antreffen auf die Not der Pferde weltweit aufmerksam machen und mit ihnen Wege zu einer Verbesserung der Situation erarbeiten.
Für die längere Antwort-Version muss ich ein bisschen weiter ausholen:
Wir sind zwei amerikanische Cowgirls, Mutter Karen und Tochter Olivia, genau gesagt. Wir leben auf einer Ranch im Staat New Mexico mit 20 Pferden, 4 Hunden, meinem Mann und Olivia’s Schwester. Ich führe einen Reitstall, in welchem wir Touristen auf Ausritten über Naturpfade durch die Umgebung von Santa Fe führen. Beide Töchter helfen bei den Ausritten, dem Füttern der Pferde und allgemeinen Rancharbeiten. Es ist ein gutes Leben!
Im Winter des Jahres 2007 retteten wir unsere ersten Wildpferde. Wir fanden die Stute mit ihrem Fohlen, welche wir später Izzy und Popcorn nannten, von der Herde versprengt, hungrig und kalt in den Bergen.
Ihre Herde war wohl mit Jeeps und Helikoptern zusammengetrieben, in einem Korral gefangen und zu einem Schlachthof transportiert worden. Weil Izzy ein Fohlen hatte, war sie zurückgeblieben und hatte die Spur der Anderen schlussendlich verloren. Wenn wir Izzy und Popcorn nicht mitgenommen hätten, wären die Beiden bestimmt erfroren. Ich weinte an dem Tag an dem wir sie fanden und auch an dem Tag, an welchen sie in ein neues Zuhause umzogen. Dazwischen lagen 2 Jahre und auch wenn ich noch genau weiss, dass Izzy und Popcorn die ersten versprengten Mustangs waren, die wir fanden, so verlor ich doch im Verlauf der darauffolgenden Jahre den Überblick darüber, wieviele ihnen folgten. Heute bin ich es müde, die Symptome zu behandeln ohne eine Lösung für die Missstände zu finden
Unsere Reise ist deshalb mehr als ein Reit- Abenteuer, denn in ihrem Verlauf wollen wir Kontakte knüpfen und die Daten von zahlreichen grossherzigen Menschen in dieser Welt sammeln, welche ihre Leben der Pflege kranker und verletzter Tiere widmen.
Unser Ziel ist es, uns mit diesen Menschen darüber auszutauschen, wie man den Pferden am Besten helfen kann und unsere gemeinsam erarbeiteten Ideen und Inspirationen mit der Welt zu teilen, so dass wir die Umstände in welchen Pferde weltweit leben und sterben müssen verbessern können..
Indem wir nicht nur mit den traditionellen Medien, sondern auch mit den neuen “Sozialen Medien” arbeiten, wollen wir die Menschen auf einer Ebene der Liebe zum Tier erreichen und ihnen Lösungen anbieten, die sie in ihren Alltag und ihr soziales Leben einbinden können.
Unsere Reise ist ein Abenteuer, aber auch eine große Hoffnung. Wir werden langsam unterwegs sein und auf unserer Reise durch Europa immer wieder Zwischenhalt einlegen, um Menschen zu treffen, ihnen zuzuhören und ihre Geschichten, zusammen mit unserer, weiter zu tragen. Wir wissen, dass wir die Welt durch unseren Ritt durch Europa nicht verändern können, aber wir hoffen dass wir Eure Welt verändern, indem wir Euch unsere Geschichte erzählen.
Herzliche Grüße Eure Karen
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Heute ist die Truppe noch in Österreich bei Familie Hofer im Gestüt Wichenstein, ab Sonntag begrüßen wir sie in Deutschland! Wasserburg, unser Gastgeber ist der Reiterhof Lang. Wir werden weiter berichten!
Tags: Clyde, Dali, Journey Europe, Karen Hardy, Lapo, Olivia Hardy, Pferdefleisch, Pferdefleischskandal, Zeit für Pferde |
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