



Wanderreittagebuch von Dolores
Samstag 26.06.2010
Treffpunkt Dachsegg bei Rüti, Vollmond, im Heu geschlafen.
Sonntag 27.06.2010
Morgenessen bei Sonnenschein im Gartenrestaurant, das erste Mal die Pferde parat gemacht. Es geht los! Nach Vorderthal, viel zu heiß. Dolores hat alle Heiligen im Himmel gesehen, zum Glück haben wir einen Bauernhof gefunden und wir konnten den Kopf ins kalte Wasser tauchen und reichlich trinken. Am Abend Pferde auf der Weide bei einer sehr netten Familie, im Heu geschlafen, am Lagerfeuer Würste gebraten. Am Morgen bei der Familie Frühstück auf der Terrasse.
Montag 28.06.2010
Nach Richisau im Klöntal über die Schwialppass (Schwein Alp Pass 1560 m ü. M.), sehr heiß und ziemlich steil, zum Glück haben die Pferde einen Schweif, wo man sich halten und den Berg hinaufziehen lassen kann. In Richisau konnten die Pferde auf einer fetten, wunderschönen Weide die Nacht verbringen. Bergrestaurant über die Straße, Z’nacht gegessen, vorher im Bach geduscht (brrr…kalt!) und Wäsche gewaschen.
Dienstag 29.06.2010
Am Klöntalersee vorbei, sehr schöne Landschaft, wir wollten dort baden, aber es hatte überall giftige Pflanzen (Katzenschwanz). Bei Schwändi vorbei (keine Weide gefunden), aber im Thon haben wir beim Brunnen in der Mitte des Dorfes einen guten Tipp erhalten (dem älteren sehr netten Mann vielen Dank!) und wir haben doch noch was gefunden. Leider war die einzige Gaststätte im Dorf geschlossen (Ferien), aber nach dem Einkaufen haben wir uns schmackhafte Spaghetti gekocht. Im Heu geschlafen (Caro und Adrian immer im Zelt in der Nähe der Pferde). Nati hat uns besucht, Haribo’s Süßigkeiten für uns und Kurzfutter für die Pferde mitgenommen, vielen Dank!
Mittwoch 30.06.2010
Durch das Sernftal geritten bis nach Elm (zum Glück ein gemütlicher Wanderritt). Bei Vreni und Ruedi mit 3 hübschen Töchtern übernachtet. Die Familie hat selber 2 Pferde und 2 Ponys. Wieder im Heu geschlafen, im Garten der Familie Ravioli gekocht und nachher mit der ganzen Familie einen gemütlichen Abend verbracht (inkl. Aprikosenwähe mit Rahm und einem feeeeeinen Kaffee). Vielen Dank Vreni und Ruedi!
Donnerstag 01.07.2010
Der strengste Tag über den Foopass (eher ein Fauxpas?). Ich habe die Stunden nicht gezählt, die wir gebraucht haben, um über den Pass zu laufen. Eine Ewigkeit! Viel Wasser überall, viel Dreck, Gummistiefel wären geeigneter gewesen. Der Pass ist 2223 m ü. M. Hut ab vor den Pferden, ohne sie hätten wir es nie geschafft. Auf dem Weg hinunter haben wir einen Halt bei einer Alp gemacht, dort waren junge Leute mit Baby und 3 Hunden und 3-4 Maultieren. Sie hatten auf der Alp Schafe und Ziegen. Richtung Weisstannen hat uns ein Berggewitter überrascht, jetzt weiß ich wie es in den Bergen sein kann: Donner, Blitze, ein bisschen Hagel und viel, viel, viel, viel Wasser. Der erste Bauernhof wollte uns nicht aufnehmen, beim Massenlager bei der Alp Siez sind wir herzlich aufgenommen worden. Endlich eine richtige warme Dusche. Ein richtiger Z’nacht, mit Salat, Käsehörnli (Nudelgericht) und Dessert und für die Dolores endlich Weißwein, kalt und fein. Wir wussten nicht mehr wie aufstehen, kugelrund waren unsere Bäuche. Geschlafen wie die Götter im Massenlager. Die Pferde haben es auch genossen, der Regen hat den Schweiß ausgewaschen und sie erfrischt. Unsere nassen Sachen konnten wir im Heizungsraum aufhängen. Lieber Wirt Ueli, lieber Bauer, vielen herzlichen Dank!
Freitag 02.07.2010
Es geht Richtung Mels, alles hinunter, ein Stück sind wir geritten und nachher gelaufen. Wieder sehr heiss! Aber zum Glück nicht soooo weit, am Nachmittag um ca. 14.00 h waren wir schon am Ziel beim Talhof in Mels. Yuppie!!! Geschafft! Wir haben 4 Kantonen besucht: Zürich, Schwyz, Glarus und St. Gallen.
Wir möchten danken:
- Den Pferden, diesen wunderbaren Wesen, für mich so geheimnisvoll und lieb. Danke Nadia, die bist die Nummer 1. Wir lieben Dich alle! Danke Xaloc, Reina, Nando, Lupo und Flair.
- Den lieben Leuten, die uns aufgenommen haben, den Pferden eine Weide angeboten haben, Heu und manchmal Kraftfutter. Und für Dolores, Antonia und Lilo die Möglichkeit im Heu zu schlafen.
- Den lieben Leuten, die uns Tipps und Ratschläge gegeben haben, freundlich und hilfsbereit.
- Den lieben Leuten, die uns aus den Fenstern, Gärten, Autos, Postautos, Velos, Motorrädern, Wiesen, was auch immer, angelächelt, gewunken und fotografiert haben.
- Adrian, unserem Gaucho, der manchmal, oder sogar sehr oft, Geduld gebraucht hat, um uns Reitanfängerinnen herum. Danke für die Hilfe beim Aufsteigen!
- Und last but not least Caro, was soll man hier noch sagen? Schön, dass es Dich gibt! Da lasse ich unsere Herzen sprechen und das Herz bringt Gefühle und nicht Worte.
Wir wünschen allen noch viel Spass, Erfolg, Gesundheit und auf ein baldiges Wiedersehen in Herlisberg.
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