Meine Appaloosa Geschichte :Ein Traum wird wahr Teil 2

Geschrieben von appyflash am 30. August 2016 | Abgelegt unter Allgemein

Mitte Juli fuhren wir mit unseren Pferden Whiskey, Lou und Scamp zum  Ausgangspunkt des diesjährigen Chief Joseph Trail Ride  in Zortman, nahe Roy, Montana.

Der ApHC führt seit 52  Jahren diesen Ritt durch, der entlang der Fluchtroute der Nez Perce aus dem Jahr 1877  verläuft.

Alle Teilnehmer sind Mitglieder im ApHC, alle teilnehmenden Pferde Appaloosa, mit Ausnahme der Pferdeder Team Mitglieder wie Tierarzt, Hufschmied, und Packtiere.

Die ca . 1300 Meilen lange Fluchtroute wird in dreizehn Etappen unterteilt und in aufeinanderfoldenden Jahren geritten.

Dieses Jahr wurde der Ritt zum 4. Mal Am Bear Paw Mountain Battlefield  südlich von Chinook  Montana , beendet.

Anne Mischel hat alle 52Jahre-teils geritten- miterlebt und wurde dafür besonders geehrt.

In der Anfangszeit wurde in Zelten übernachtet , inzwischen haben fast alle Teilnehmer Wohn- Pferde Anhänger, die von großen Geländewagen gezogen werden.

Ein Tanzboden wird aufgebaut, die mobile Küche aufgestellt, Port a Potties und große Wannen verteilt – nein -nicht zum Baden, sondern als Pferde Tränken.

Seile werden gespannt, an denen die Pferde angebunden werden können.

Eine kleine Stadt mitten im High Desert  wird aufgebaut, jeden Morgen abgebaut und zum nächsten Lager Ort gebracht— normalerweise.

Samstags gibt es üblicherweise ein Cookout, Potluck, jeder nennt es etwas anders, aber es wird etwas mitgebracht,

oder zubereitet, und alles wird geteilt.

Bobby und Suzie bringen aus Florida traditionell Alligator mit, der von vielen bereits freudig erwartet wird.

Dr Rustebakke, der Tierarzt, hat auch immer was Spezielles dabei, diesmal waren es “Rocky Mountain Oysters”, die er braten wollte.

Rocky Mountain Oysters

Rocky Mountain Oysters

Er wurde dann aber zu einem Notfall gerufen und ich durfte dieses mir fremde Gericht zubereiten.. ( zu deutsch: Bullen Hoden braten)

Am Sonntag konnte dann jeder so reiten , wie er wollte.

Ausritt vom Basecamp

Ausritt vom Basecamp

Der Landbesitzer hatte gr0ßzügig zugestimmt und sich sogar bereit erklärt , uns am Montag zu begleiten.

Wir ritten ca 2 Stunden , etwa 15 km,

Sonntag Abend gab es das erste gemeinsame Abendessen , einige wichtige Punkte wurden besprochen und Dr. Hill erklärte die Bedeutung von genügend Wasserzufuhr anhand von einfachen Bildern, die jeder verstehen konnte.

Marcos Domingues spielte zum Tanz auf  und so klang der Abend mit

Blitzlicht Show,  gefolgt von heftigen Regengüssen, aus.

Blitzlicht Donner Show ( Foto von Karen Bumgarner

Blitzlicht Donner Show ( Foto von Karen Bumgarner

Picket Line ( Foto von Karen Bumgarner)

Picket Line ( Foto von Karen Bumgarner)

Diese Regengüsse verhinderten, daß die Trailer am Montag morgen weiterziehen konnten, und so machten wir , geführt von Rancher Travis, einen Rundritt, der, anders als erwartet, nicht 2 Stunden, sondern 5,5 Stunden dauerte und 20,38 km lang war .

Teils folgten wir der Fluchtroute, kehrten dann aber um, ohne am Cow Creek, oder Spencer Ridge vorbei zu kommen.

Das übliche Montags Morgen Rodeo fand statt, ein Pferd riss sich in der Mittagspause los und wurde mit einem Lasso wieder eingefangen. Bilanz des ersten Tages, eine gebrochene Rippe,( der Reiter aus Texas war aber bis zum Schluss mit geritten), ein gebrochenes Handgelenk, und einige unfreiwillige Abstiege ohne Verletzungen.

Monday Morning

Monday Morning

Mittagspause

Wir boten dem Ehepaar aus Texas an, ihre Pferde am Dienstag morgen als Handpferd mitzunehmen, damit sie sich an die große Gruppe gewöhnen könnten. Denn Trish wollte  ihren  Mann ins Krankenhaus zur Untersuchung bringen und den Trailer wieder aus dem ” Termination ” Camp abholen, damit er nicht weiter im Zelt schlafen muss.

Ponying downhill, ( Foto von Debbra Matthews)

Ponying downhill, ( Foto von Debbra Matthews)

In der Nacht gab es dann wieder Gewitter– mit Hagel in Mentos Grösse.. die Pferde blieben ertsaunlich ruhig und entspannt.

Wie passend– der Donner grummelte in den Bergen, Blitzlichter leuchteten am Horizont auf.

Chief Josephs Name in Nez Perce bedeutet: Donner, der in den Bergen grollt.

Unsere Pferde sind ja Handpferd erfahren, allerdings ihre nicht gewohnt als Handpferd mit zu laufen, wie sich herausstellte.

Der versprochene ” einfache” Rundritt  war dann auch deutlich schwieriger als erwartet. zumindest zweimal auf dem Hin und Rückweg  mussten wir tiefe Täler durchqueren, der Abstieg war matschig und rutschig, der klebrige Lehm übertrifft Emder Kleiboden um einiges, was Klebrigkeit und Gewicht angeht.

Aber wir würden mit einer wunderbaren Aussicht über den Missouri belohnt.

Blick auf den Missouri ( Foto von Debbra Matthews)

Blick auf den Missouri ( Foto von Debbra Matthews)

Unterwegs fotografierte Mark Bedor für sein neues Buch und interviewte Teilnehmer, auch mich, über ihre Beweggründe, an diesem Ritt teilzunehmen.In seinem neuen Buch wird der Chief Joseph Trail Ritt, kurz Joe, wohl ein Kapitel bekommen.

Am Abend nach dem Abend Essen berichtete Otis Hafllfmoon von den Nez Perce über die mit dem Ritt verbundene Geschichte und räumte einige Missverständnisse aus.

Zum Beispiel , daß nur aufgrund vom Einsatz des Telegrafen eine weitere Armee unter General Miles die fliehenden Nez Perce aufhalten konnte. In wahrheit gab es damals noch keine Telegrafen, Scouts anderer Indianerstämme hatten die Nachhricht über den Aufenthalt weitergegeben.

Otis mahnte jedoch zum Frieden, denn es sei nicht an uns zu urteilen. Jeder Mensch war  und ist auch ein Kind seiner Zeit, und Soldaten müssen Befehle befolgen, auch wenn sie ihnen nicht gefallen. Beeindruckend.

Mittwoch morgen nach dem Frühstück packten wir dann alles ein, zerstreuten die Pferdeäpfel und liegengebliebenes Heu, um die Inspekteure des BLM ( Bureau of Landmanagement) zufrieden zu stimmen, auf deren Land wir geritten waren und das Camp aufgestellt hatten.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Chief Joseph Trail Ride verliessen die Pferde das Camp in Trailern und alle reisten gemeinsam zum neuen Lager Platz am Benson Lake.

Abreise aus dem Basecamp

Abreise aus dem Basecamp

Die Karawane zieht weiter- Transporter soweit das Auge reicht

Die Karawane zieht weiter- Transporter soweit das Auge reicht

Wunderschön gelegen, mitten in der Prärie an einem See voller Blutegel.

Lager am Benson Lake ( Foto von Debbra Matthews)

Lager am Benson Lake ( Foto von Debbra Matthews)

Nach der Ankunft konnte jeder reiten, wie er wollte.

Jon und die Kinder gingen auf einen Rundritt mit Trab und Galopp, wir ritten ohne Sattel ums Camp herum.

Rosa und Bonny bauten ihre Stände auf.

Das Geld aus den Verlosungen wird verwendet, um weiteren Nez Perce Kindern zu  helfen, den Bezug zu den Pferden zu bekommen und optimaler weise am CJTR teilnehmen zu können.

In diesem Jahr hatten 7 Kinder diese Gelegenheit bekommen.

Kellens Beadwork, Breastcollar

Kellens Beadwork, Breastcollar

Am Donnertag morgen ritten dann etwa 150 Reiter los .

laut Gps 15,75 meilen

laut Runtastic 22, 5 km in 5 Stunden, inklusive einer langen Mittagspause an einem kleinen See.

entlang der Barney Olsen Road zum Mc Kann Butte

entlang der Barney Olsen Road zum Mc Kann Butte

Diese Etappe war leider nicht so schön zu reiten, immer nur entlang einer Schotterstrasse, der Barnie Ohlsen Rd.

21.7. Mittagspause im Schatten der Pferde

Am Ziel begrüßte Seymor Youngdog die Reiter, die ihn von vorherigen Ritten kannten, und sich freuten, daß er es doch noch geschafft hatte zu kommen.

Abends war dann ” Awards Night”, es wurden Anerkennungen, Urkunden verliehen für 5, 10, 13, 26,39 und 52 malige Teilnahme am Ritt, auch 9 Pferde wurden ausgezeichnet, die in 10 aufeinanderfolgenden Jahren teilgenommen hatten.

Lucy Samules und ihr Pferd wurden geehrt für 13/10 Jahre Teilnahme

Lucy Samules und ihr Pferd wurden geehrt für 13/10 Jahre Teilnahme

!3 Jahre Teilnahme

!3 Jahre Teilnahme

Am Freitag , dem letzten Tag, legten wir unseren Pferden den Brustschmuck an und begaben uns auf die letzte Etappe zum Bear Paw   Battlefield südlich von Chinook, Montana.

22 km in 5 Stunden.

22.7 letzter Tag

22.7 letzter Tag

Mark Bogar vor dem Pelikan See

Mark Bogar vor dem Pelikan See

Geführt von der Rancherin, die auf Drängen ihrer 13 jährigen Tochter Brittany am Donnerstag im Camp erschienen war.

So mussten wir nicht auf der Schotterstrasse bleiben, sondern konnten eine sehr schöne Strecke über Privatgrund zurücklegen.

Vorbei an einigen Rindern, deren Knochen und Seen mit Pelikanen näherten wir uns dem Ziel.

An der Gedenkstätte  angekommen umrundeten alle Reiter die auf Halbmast geflaggte Fahne und ritten dann ins Camp.

Bear Paw Battlefield

Bear Paw Battlefield

Silja at Flagpole

Silja at Flagpole

Die Nez  Perce bereiteten sich auf die Zeremonie vor und wir gingen mit unseren Stühlen hinüber um der Feier beizuwohnen.

Beeindruckend, wie die festlich gekleideten Pferde und Reiter  jeglichen Alters um die Gedenkstätte ritten.

Karte der Fluchtstrecke

Karte der Fluchtstrecke

Kellen leading into the Battlefield

Kellen leading into the Battlefield

Rosa Yearout ( by Reggie Polfer)

Rosa Yearout ( by Reggie Polfer)

Eine Trommelgruppe spielte und Gebete wurden gesprochen . Emmet  Taylor jun.und Otis Halfmoon begleiteten die Zeremonie mit bewegenden Worten, Veteranen jeglichen Hintergrundes wurden geehrt und um Vergebung gebeten.

Otis Halfmoons weise Worte:  ”Wir leben alle unter einem Himmel, kehren alle in eine Erde zurück, Also sind wir ein Volk.

Bestehende Unterschiede verschwinden langsam, aber , wie in einem guten gemischten Salat ,brauchen wir uns alle, damit   was Gutes enttstehen kann.”

Suzie und ich machten dann noch einen Spaziergang um das Battlefield, markante Punkte waren dezent markiert.

Standort von Chief Josephs Hütte

Standort von Chief Josephs Hütte

Bear Paw Batlle Field   Thunder rolling in the mountains

Bear Paw Batlle Field Thunder rolling in the mountains

Was für ein schöner Ort. Wie tragisch das Schicksal, das in vielen Büchern nachzulesen ist.

Noch heute liegen die Gebeine der gefallenen Nez Perce in  dieser Erde, so kurz vor ihrem Ziel.

Nach dem Abendessen gab es  ein Abschlussgebet und dann wurde Abschied gefeiert.

Selbstverständlich wurden die Pferde zwischendurch nicht vergessen, getränkt und gefüttert, nahmen sie teil.

Pause

Pause

Am Samstag Morgen luden wir dann unsere Pferde auf und fuhren nach Billings, wo ich am nächsten Tag mein Flugzeug nach Deutschland besteigen sollte.

Der Abschied war nicht so traurig, denn ein Wiedersehen ist fest geplant.

Schliesslich will Bobby auch noch mal Tinker reiten.

Da hatten wir dann auch wieder Internet Empfang

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