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15.03.2013 „Just bread and cheese“! in Wilhelmsdorf am Bodensee

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 15. März 2013

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Journey Europe – eine Rettungsreise für drei Schlachtpferde aus Italien

Besuch auf dem „Riedwiesen-Hof“ in Pfrungen

(von Stefanie Schmid)

Es war Mittwoch der 06. März 2013. Die Sonne spendete der Natur, den Menschen und Tieren ihre Frühlingswärme – und ich erwartete in Spannung einen außergewöhnlichen Besuch. Gegen 14.30 Uhr klingelte es viel früher als erwartet an meiner Haustüre.

Karen und Olivia waren mit ihren drei „Jungs“ (die geretteten Schlachtpferde) angekommen! Da die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen waren, musste jetzt alles sehr schnell gehen. Denn ich musste die Pferde mit Wassereimern versorgen, da die Selbsttränke dem harten Winter zum Opfer gefallen war. Dann noch Heu in den seit Monaten unbenutzten Offenstall schaffen, um schließlich die zufriedenen Blicke der drei so unterschiedlichen Wallache zu betrachten…

Auch die beiden „Cow-Girls“ waren hungrig und durstig! So zeigte ich ihnen sogleich das Gästezimmer, welches sie für die nächsten zwei Tage bewohnen konnten.

Nachdem sich die beiden Pferde-Närrinnen frisch gemacht haben, gab es erst einmal eine kleine Brotzeit! „Just bread and cheese“, waren die meist benutzten Worte von Karen, als ich wiederholt fragte, was sie gerne essen würden.

Vor dem Abendessen blieb ihnen genügend Zeit „anzukommen“ und sich von der Etappe zu erholen.

Nachdem wir in gemütlicher Runde gespeist hatten, ergaben sich bei einem kühlen Bier fröhliche, aber auch nachdenkliche Gespräche, die sich nicht nur um Pferde drehten.

Wir waren total beeindruckt von der offenen, natürlichen und ehrlichen Wesensart der Reiterdamen aus New-Mexico. Ein junger Mitbewohner des Hauses hätte am liebsten auf unserem Tinker Aron die beiden begleitet – und das ohne jede Reitkenntnis!

Am Pausentag nutzten Karen und Olivia die Zeit, um mit ihren „Jungs“ auf dem Reitplatz zu trainieren, wobei auch ein paar Fotos entstanden sind. Doch leider war der „Photograph“ nicht anwesend, als Lapo, Dali und Clyde sich nach dem Training austoben und wälzen durften. Diese Freiheit genossen sie sichtlich, da sich jeder von ihnen mindestens drei Mal in den von der Sonne angewärmten Sand warf und sich behaglich hin und her wälzte.

Ich war mehr als erstaunt, welch eine Menge Energie in dem noch sehr schmächtigen Clyde steckte und wie viel Lebensfreude er versprühte. Als Karen die Pferde wieder in den Stall führen wollte, fiel uns auf, dass Lapo sehr verspannt wirkte und immer wieder zum Pinkeln ansetzte, ohne dass er Erleichterung erzielen konnte.

Während ihres Aufenthaltes in Fronreute am Tag zuvor, erhielt Karen von den Gastgebern die Tel. Nr. eines ortsansässigen Tierarztes (Dr. Rainer Futterer), den sie sogleich anrief, worauf ich ihm die die Symptome schilderte.

Er kam auch gleich in aller Frühe am nächsten Morgen, untersuchte Lapo und stellte fest, dass der Wallach an Übersäuerung litt. Es solle, wenn überhaupt, nur Hafer zusätzlich gegeben werden.

Für die Untersuchung verlangte er keinen Cent – es sei ja für eine gute Sache. Nur die Anfahrt wurde berechnet, dies war aber nur eine kleine Summe. Anschließend wurde noch ein gemeinsames Frühstück eingenommen, wobei es trotz der Aufbruchsstimmung wieder lustig zuging. Ich durfte den beiden ein Unterwegs-Vesper richten und hörte wieder die bekannten Worte: „Just bread and cheese“!

Als Karen und Olivia sich und die Wallache gerichtet hatten, verabschiedeten wir uns mit einer herzlichen Umarmung, dann saßen sie auf, winkten vergnügt und ritten in Richtung Spiesshof.

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15.03.2013 So geht es weiter … Journey Europe

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 15. März 2013

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TIME                 14/15/16. March   Spaichingen

TIME                16/17. March Villingendorf

TIME                 17 -19  March Winzeln

TIME                19/20/21/22/23. March  Horb am Neckar

weitere Infos auf www.zeitfuerpferde.de

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15.03.2013 Dali ist glücklich !!

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 15. März 2013

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Während seine Freunde  Richtung Spaichingen weiterreiten , konzentiert sich Dali auf das KÜSSEN !

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15.03.2013 Neue Freunde und Abschied !!

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 15. März 2013

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Franz , ganz Gentleman. begleitet Karen und Olivia ..

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15.03.2013 einige schöne Impressionen möchte wir euch nicht vorenthalten.

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 15. März 2013

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Olivia  – Franz und Karen  beim Begrüßungsdrink !!!

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15.03.2013 Journey Europe geht weiter , Gäste auf der Quarter Horse Ranch in Gutmadingen

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 15. März 2013

bye bye

Wenn das nicht nach american Party aussieht?
Die nächste Station für Karen, Oliva, Lapo, Clyde und den Neuling Lollipop war die Quarter Horse Ranch in Gutmadingen. Hier begrüßten sie Gisela und Franz Szanyi. Wie man unschwer erkennen kann , Gisela’s Cafe verwandelte sich in einen amerikanischen Saloon , so wirklich Western-Stil.

Gerne hätten wir hier gerne mitgefeiert.

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14.03.2013 Für ein altes Pferd ein Stück Pferdehimmel!!

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 13. März 2013

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Unser Abenteuer begann als wir am Sonntag gegen 10 uhr morgens einen Anruf von Anne erhielten….. „wir reiten jetzt los! Treffpunkt ca 12 Uhr am Dornsberg zwischen Engen und Aach!“
Auch unser Trupp, aus insgesamt 5 Reiterinnen machte sich bereit, wir ritten ab.
Um ca 12 Uhr kam uns dann ein Reitertrupp entgegen…. es waren Anne, eine Freundin, Karen und Olivia.  Annes Mann kam mit Kuchen und Kaffee mitten in den Wald, wir lernten uns kennen. Sofort war ich begeistert von Karens und Olivias Ausstrahlung, das freundliche Wesen.
Eines unserer Pferde hatte ein Problem, so kam Karen sofort mit ihrer „Apotheke“ und half uns. Ich rief meinen Mann Walter an, er solle bitte das Pferd abholen. Lapo, das Packpferd, wurde dann von der Last des Gepäcks befreit und Walter nahm es samt unserem Pferd mit zurück auf den Hewenhof.
Wir ritten zusammen durch den schönen Hegau, zum Hohenhewen, unserem Hof. Dort angekommen versorgten wir zuerst die Pferde, dann gingen wir (ganz unspektakulär) Kaffee trinken und Kuchen essen. Leider ging es Olivia nicht so gut und sie ging nach dem Essen sofort ins Bett und schlief durch bis zum nächsten Morgen. Karen und wir führten interessante Gespräche, saßen bis spät in die Nacht zusammen.
Am Montag gingen Karen und ich einkaufen. Auf der Rückfahrt klingelte mein Telefon, es war eine unserer Einstellerinnen die Probleme mit ihrem Pferd hatte, schon 2 x heruntergefallen war, und nun nicht mehr auf dem Pferd reiten wollte. (Man muss dazu sagen, dass sie Lollypop als rohes Pferd mit einem Schenkungsvertrag von uns bekommen hatte, im Gegenzug musste er einfach 1,5 Jahre hier auf dem Hof bleiben) Ein paar Monate zuvor sagte ich zu ihr, ich würde ihr für Lollypop 500 € geben, also das Geld das sie für das Einreiten gezahlt hatte, und sie dann aus dem Kauf-/Schenkungsvertrag heraus lassen. Ich übersetzte Karen das Telefongespräch. Als wir zurück auf dem Hof waren wollte sie Lollypop sehen. Auch Olivia kam dazu und die Beiden schauten ihn sich genau an. Beim Abendessen unterhielten wir uns über Lollypop und ich erzählte ihr „seine Story“. Ich fragte sie, ob sie ihn eintauschen wolle, Dali war mir schon beim ersten Mal, als ich ihn sah, aufgefallen, er war so süß, brav, alt (ich liebe alte Pferde, vor allem weil sie so gute Lehrer und Freunde für meine beiden Töchter sind), ruhig, eher rangniedrig im Vergleich zu den Anderen…. etc. … da wir am nächsten Tag gemeinsam ein Stück reiten-  sollte überlegte Karen kurz und sagte dann, sie wolle Lollypop reiten und ich könne Dali reiten. Ich freute mich sehr, war gespannt wie Dali wohl zu reiten ist.
Am Dienstag morgen versorgten wir die Pferde, frühstückten ausführlich. Karen packte alle Taschen wieder zusammen, sie hat hier mindestens 6 Maschinen Wäsche gewaschen und getrocknet, alles musste wieder neu verstaut werden. Dann holte sie Lollypop aus seinem Offenstall/Herde und Olivia machte „stretching“ mit ihm. Wir sattelten die Pferde und nun startete der Trupp bestehend aus Karen mit Lollypop, Olivia mit Clyde und Handpferd Lapo, Thomas und seine Isländerstute Skjalda und mir mit Dali. Ich war sehr aufgeregt ob alles klappen würde.
Gedanke wie: Wie stellt sich Lollypop an? Wird alles gutgehen? Wir ist Dali zu reiten? ,schossen mit durch den Kopf. Dali stellte sich sofort als absoluter Schatz heraus. Manchmal wollte er zwar umdrehen, er läuft ja auch lieber hinterher als voraus aber nie hatte ich das Gefühl, dass er irgendeinen Mist machen würde.
Wir ritten durch den Wald und Lollypop hatte absolut keine Lust, man konnte es seinem Gesicht deutlich ansehen. Immerhin war er die letzten Monate bei seiner ehemaligen Besitzerin damit durchgekommen den Kopf zu schütteln damit sie Angst bekam und dann abstieg oder erst gar nicht aufstieg. Naja da hatte sich Lollypop wohl getäuscht, Karen war eindeutig der Meinung dass er mit auf den Ritt gehen solle und sie tragen solle. Nach einigen kurzen Differenzen wurde es aber immer besser. Er schüttelte zwar immer noch den Kopf aber hatte dann wohl irgendwann verstanden, dass er damit nicht weiterkommen würde. Karen hatte sichtlich Spaß an der Arbeit mit Lollypop. Als wir einen Hügel erklommen hatten fragte ich sie, ob sie meinen würde, dass Dali auch meine kleine Tochter Lucy (7) oder meine große Tochter Laura (10) brav durchs Gelände tragen würde. Karen sagte nur „sure“. Irgendwann sprachen wir nochmal darüber wie Olivia die Sache sehen würde und Karen sagte mir, dass sie uns Olivia sich beraten hätten und einstimmig der Meinung sind, dass Dali es bei uns sehr gut haben wird, sie kennen unseren Hof, alle Pferde die sie gesehen haben sind gut genährt, glücklich und gesund. Wir könnten tauschen. Oh ich war/bin soooooo happy. Dali ist so ein phantastisches Pferd.
Nachdem wir dann kurz vor Leipferdingen waren, musste ich meinen Mann anrufen damit er uns abholen kommen konnte. Leider war es schon 12 Uhr und meine Kinder kamen bald von der Arbeit. Ich bat ihn den Pass von Lollypop mitzubringen.
Karen, Olivia, Thomas und ich machten eine Pause. Wir sattelten die Pferde ab und um, dann kam auch schon unser Land Rover mit dem Trailer. Wir verluden Skjalda und Dali.
Der Abschied von Karen und Oliva war sehr herzlich aber auch so schmerzvoll. Ich habe die Beiden sehr lieb gewonnen. Sie sind so tolle Menschen mit einer fantastischen Ausstrahlung, Leidenschaft und Ehrlichkeit. Ich hoffe, wir sehen uns wieder. Es war so eine schöne Zeit in der wir so viel Neues gelernt haben. Wir umarmten und Drückten uns. Die Verabschiedung von Dali fiel vor allem Olivia schwer aber sie weiß, sie kann ihn jederzeit besuchen. Ich freue mich für Lollypop!
Lollypop hat eine tolle Aufgabe, er kann endlich ein fantastisches Pferd werden, die Welt sehen und mit Karen und Oliva hat er einfach wundervolle Besitzer gefunden. Er ist erst 4 Jahre alt, ein Appaloosa x Warmblut Mix, sein Vater lebt seit vielen Jahren hier auf dem Hof. Lollypop hat das ganze Leben noch vor sich, für ihn sind die 1800 km eine gute Herausforderung. Für uns ist Dali einfach der viel bessere Part, er ist ein guter Lehrer, ein älteres Pferd mit Erfahrung, ein absolut dankbarer Schatz. Wir haben hier immer viele Kinder auf dem Hof. Dali kann uns helfen, die Kinder gesund und munter durchs Gelände zu tragen. Ich weiß er wird sich hier sehr wohl fühlen, hier kann er alt werden ohne jemals wieder den Hof verlassen zu müssen. In einer Herde mit vielen anderen Pferden und Ponys darf er nun leben.
Ich halte Euch alle gerne auf dem Laufenden wie es hier mit Dali weitergeht.
Liebe Grüße und Danke für Alles
Steffi

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13.03.2013 Was für eine tolle Veränderung für Journey Europe

von Journey Europe, Kategorie Allgemein am 13. März 2013

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Was für eine tolle Veränderung für Journey Europe
Geschrieben  Karen Hary

Vor einem Monat fanden Olivia und ich uns in der schwierigen Lage, drei Pferde für unsere Reise auswählen zu müssen. Wir wussten, dass viele der Pferde die wir uns ansahen in Fabriken landen und zu Salami oder anderen Produkten verarbeitet würden, die dann wissentlich oder unwissentlich von  Europäern konsumiert würden. Nach langem Überlegen entschieden wir uns schlussendlich für Dalì, Lapo und Clyde. Jeder von den dreien brachte etwas Spezielles in die Gruppe ein und bereicherte unsere Story. Dalì war mit seinen 19 Jahren der Senior des Trupps, aber auch derjenige mit  stärkstem Herzen und bester Lunge!  Von Natur aus freundlich und den Menschen zugetan war er der spontane Liebling für uns und jeden, dem wir unterwegs begegneten.

Lapo hingegen, ist mehr ein „liebenswerter Bengel“, er sieht blendend aus aber hat nicht gerade die besten Umgangsformen. Obwohl er gross und stark ist, haben Jahre der Unterbeschäftigung und Überfütterung doch seine Gesundheit unterminiert.

Clyde schlussendlich, ist Olivia’s Spezialprojekt. Sein Zustand war noch vor einem Monat so erbärmlich, dass ich mir beim Gedanken daran, ihn über eine lange Distanz zu reiten, ernsthaft Sorgen machte.

Olivia war jedoch sicher, dass er mit etwas Zeit, viel gutem Futter und langsamer, beständiger Bewegung, schnell wieder fit sein würde. Ich freue mich zu sagen, dass sie offensichtlich recht hatte, denn Clyde’s Zustand hat sich radikal verbessert.

Während des letzten Monats hatten sich die „Jungs“, wie wir sie nennen, zu einer regelrechten kleinen Familie zusammengefunden. Clyde hat dabei die Rolle des Anführers übernommen, mit Lapo als Vize. Dabei geschah es immer öfter, dass Dalì zum fünften Rad am Wagen wurde. Aber trotz der Tatsache, dass Clyde und Lapo das “ dynamische Duo” wurden, pflegten die drei doch eine enge und freundschaftliche Beziehung. Und als  Lapo letzte Woche die Rolle des Packpferdes übernahm, hatte ich die Gelegenheit, lange Stunden mit Dalì verbringen zu können. Dabei lernte ich den älteren, aber rüstigen Herrn sehr schätzen. Nach einer langen Woche zu Pferd waren wir froh, einen Rasttag auf dem Hewenhof Pferdehof von Steffi Klotz und Walter Wiesheu einlegen zu können. Einmal mehr wurden wir freundlich empfangen und grosszügig bewirtet, und mit einer warmen Dusche und einem weichen Bett verwöhnt. Der  Hewenhof ist für Pferde und Menschen gleichermassen ein wunderbarer Ort. Die Pferde leben in einer Herde zusammen, haben freien Zugang zur Weide und genügend Schutz vor der Witterung. Die Herde setzt sich aus Pferden verschiedenster Altersgruppen zusammen; von 6 Monaten bis 30 Jahren sind alle möglichen Farben, Rassen und Grössen vertreten.

Ich ging zwischen diesen glücklichen Pferden umher und wurde überall mit freundlichem Interesse begrüsst : mit nach vorn gerichteten Ohren kamen sie zu mir und beschnobberten mich total angstfrei.

Dies ist das Leben, welches ich allen Pferden wünschen möchte und es gibt mir Hoffnung zu sehen, dass so etwas möglich ist und hier in Deutschland aktiv gelebt wird.

Etwas was ich in meinem Leben gelernt habe ist die Tatsache, dass man alle sich bietenden Gelegenheiten ernsthaft erwägen soll. Einige meiner erinnerungswürdigsten Erfahrungen begannen als Witz oder als schräge Idee. Als deshalb Steffi halb im Scherz fragte, ob wir nicht vielleicht gewillt wären, ihr Dalî zu überlassen, dachte ich ernsthaft darüber nach.  Olivia und ich besprachen die Vor- oder Nachteile die sich für Dalì ergeben würden, wenn er mitkäme oder zurückbliebe. Gleichzeitig diskutierten wir die Veränderung, die so ein „Rosstausch“ für unsere kleine Herde und unsere Story mit sich bringen würde. Denn Dalì war ja gewissermassen unser Botschafter für ältere Pferde und seine Stimme zu verlieren, das konnten wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nach längerer Diskussion kamen wir jedoch zu dem Beschluss, dass es wohl unmöglich sein würde, ein besseres Umfeld für Dali zu finden, in welchem er seine „Goldenen Jahre“ verbringen könnte. Wir schliefen dann eine Nacht lang über diesen Entschluss und fragten Steffi am darauffolgenden Morgen während des Frühstücks, ob sie wohl  für ein paar Stunden Dalì reiten wolle, während ich Lollipop, das Pferd welches Steffi uns im Tausch angeboten hatte, übernehmen würde.

Steffi verliebte sich dann auch gleich in unseren Jungen, und erklärte uns während des Ritts sie hoffe, dass Dalì einer ihrer Töchter dabei helfen könne, nach einem unglücklichen Reitunfall wieder Vertrauen zu fassen. Olivia strahlte beim Gedankan daran, dass Dalì nun von einem kleinen Mädchen geliebt werden würde. Und damit war klar, dass Dalì schon hier sein Zuhause für den Rest seines Lebens gefunden hatte und es irgendwie einfach unser Job gewesen war, ihn von Italien in ein kleines Dorf in Deutschland zu bringen. Lollipop ist eine etwas grössere Version von Clyde und damit haben wir ein fast gleich aussehendes Paar Füchse im Team. Er ist vier Jahre alt, sehr lebhaft, etwas zerstreut, aber hat einen sanften Blick und ein angenehmes Temperament. Obwohl er noch jung ist, hat er doch einen starken Charakter und fügt sich leicht in unsere kleine Herde ein. Wir werden bald mehr Informationen über ihn schreiben und natürlich figuriert er auch in unserem nächsten Fitness-Bericht . Aber heute Abend sind wir einfach dankbar, wenn auch ein Wenig traurig, sagen zu müssen, dass Dalì schon sein neues Zuhause gefunden hat. Wir werden ihn bestimmt vermissen, aber ich bin froh, dass ein neues Leben auf ihn wartet; ein Leben in dem er die Liebe eines kleinen Mädchens erleben darf: für ein altes Pferd doch schon einmal ein Stück Pferdehimmel.

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