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Alt 31.03.2017, 22:41   #1 (permalink)
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Beiträge: 13
Unglücklich Angst vor dem einsprühen

Hallo,

ich bin neu hier und habe mich hier angemeldet, weil ich ein Problem mit meinem Pferd habe.

Die Stute ist 12 Jahre alt und kommt direkt vom Züchter, wurde letztes Jahr ausgemustert aus der Zucht weil sie im Sommer ein Exem entwickelt hat. Mähne und Schweif waren nicht kahl aber doch voller abgebrochener Haare und da ich nicht wollte das der Züchter sie zum Metzger gibt habe ich sie gekauft.

Ronja ist eine ganz liebe, aber sie hat einen enormen Dickkopf. Typisch Hafi halt. Wenn sie nein sagt meint sie das auch und kann richtig wiedersetzlich sein. Leider mag sie jegliche Form der Exembehandlung gar nicht und ich komme da nicht weiter weil sie das einfach nicht zulässt. Ich kann weder eine Decke auflegen noch einsprühen noch eincremen oder wachen denn sobald ich mit irgendwas ankomme kriegt sie angst und will weg. da ich sie nicht weglasse weil sie das ja haben muss geht sie gegen mich, soll heißen sie tritt und schlägt dann. Das macht sie aber auch nur dann. sonst ist sie eine ganz liebe.

nun musste ich sie die letzten Tage ja mehrmals eincremen oder enspühen und inzwischen ist sie so angespannt das ich nicht mehr weiß was ich tun soll. anstatt sich daran zu gewöhnen und zu merken das es ihr gut tut wird es immer schlimmer. habt ihr eine Idee? Leckerli nimmt sie dann auch nicht mehr,
AnneBonnie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2017, 13:25   #2 (permalink)
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Benutzerbild von Pintopower
 
Registriert seit: 26.02.2010
Beiträge: 7.124
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Hallo @AnneBonnie@ und herzlich Willkommen erst mal!

Aus der Ferne ist das "Problem" schwer zu beurteilen. Wenn die Stute letztes Jahr ausgemustert wurde gehe ich mal davon aus, dass Du sie schon ein paar Monate in Besitz hast und auch entsprechend vertraut mit ihr bist.
Nun wäre es erst einmal interessant zu wissen, wie Du überhaupt auf sie zugehst, soll heißen: Hast Du ein entsprechend überzeugendes Auftreten, oder bist Du eher zurückhaltend, zögerlich oder gar ängstlich?
Haflinger sind übrigens nicht sturer als andere Pferde auch, sie brauchen nur etwas mehr Zeit zum Überlegen. Auch die Blonden sind erziehbar
Vermutlich hat sie diese Angst ja auch nicht einfach so entwickelt, also setzt sie sich evtl nicht ganz unberechtigt zur Wehr.
Ich gehe solche Probleme folgendermaßen an:
Zuerst einmal binde ich ein Pferd nicht an, es darf also durchaus die Möglichkeit haben, sich mir zu entziehen, allerdings sollte die Räumlichkeit nicht allzu groß sein, damit sie auch lernt, dass sie sich gar nicht entziehen muss. Ein Heunetz in Reichweite wäre empfehlenswert und ein sicheres Auftreten unerläßlich. Selbstbewußt, geduldig und ruhig atmend auf´s Pferd zugehen und erst mal mit einer Hand da kraulen, wo´s gut tut, während die andere Hand den bösen Feind näher ans Pferd bringt. Geräusche überdecke ich immer mit einem mehr oder weniger lauten, langgezogenen "Sch"
Ich kann Dir natürlich nicht sagen, wie das mit Deinem Pferd klappt. Ich kenne es ja nicht und kann auch nicht beurteilen wie es reagiert. Ich mache nur immer wieder die Erfahrung, dass die wenigsten Pferde gefährlich werden, wenn sie merken, dass sie nicht mit Gewalt irgendwo fixiert und gezwungen werden, sondern die freie Wahl haben, auch mal ein paar Schritte zur Seite zu gehen.
__________________
Die inneren Eigenschaften und Werte eines Pferdes fordern dem Menschen die beste der menschlichen Eigenschaften ab: " Die Toleranz "


Geändert von Pintopower (01.04.2017 um 13:28 Uhr)
Pintopower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2017, 15:43   #3 (permalink)
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Beiträge: 13
Unglücklich

Hallo und danke für die schnelle antwort. sie ist ein schatz und geht an allem vorbei gibt brav die Hufen und läuft nett an der longe. Satteln ist gut und ausreiten auch. Sie zieht aberauch ihre grenzen und wenn sie nicht will dann ist sie sehr dickköpfig. Ich gehe nicht vorsihctig mit ihr um aber freundlcih und lobe für gute sachen aber ich habe klare grenzen und wenn sie respektlos wird gibt es auch mal einen Klapps aber nur wenn ich weiss das es nicht aus unsicherheit oder falschen hilfen passiert.

Sie lässt sich aber leider schobn nicht mehr anfassen wenn ich die sprühflasche oder die Salbe ind er Hand habe und hängt sich am Anbinder eher auf als zuzuhören und zu bemerken das es ihr nicht weh tut. So bald ich etwas in der Hand habe und es keine bürste oder sattel oder halfter oder so ist, rennt sie weg oder versucht zumindest wegzulaufen und wenn das nicht geht, rennt sie mich rum oder haut mir den Kopf ins gesicht oder droht mit der hinterhand.
Ich nehne den Druck dann weg und stelle sie wieder dahin wo sie stehen soll und beginne erneut. Bisher alber ohne irgend einen erfolg zu haben. Sie sagt nein und wird richtig biestig wenn ich dann weiter mache.
Ich denke sie wird das beim Züchter nicht kennengelernt haben und daher finde ich es schade, dass sie sich so garnicht damit auseinandersetzt und merkt, dass das nicht wehtut. Ich kann nach wie vor alles abrufen, was sie beim Züchter schon konnte nur scheint sie bei mir nciht dazulernenzuwollen.
AnneBonnie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2017, 15:50   #4 (permalink)
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Hab Geduld mit ihr. Nicht alle Tiere lassen sich so einfach überall anfassen und schon gar nicht einsprühen! Ich weiß wovon ich rede, meine Stute lässt den Tierarzt nicht näher als einen Meter an sich heran - keine Chance, auch nicht mit drei Leuten, die sie zu halten versuchen!

Lässt sie sich putzen? Kraulen? Dann geh nicht gleich mit Deinen Salben und schon gar nicht mit der Sprühflasche auf sie los. Sondern fange einfach vorsichtig an zu putzen, versuch das ganze positiv für sie zu belegen, lobe sie, wenn sie brav ist, und verteile ruhig auch Leckerlis. Es muss für sie einfach schön sein, wenn Du sie putzt! Dabei kannst Du ganz vorsichtig in die Nähe der Stellen kommen, ganz leicht mal mit der Hand streicheln und gleich wieder toll loben. Dann lässt Du sie ein bisschen in Ruhe und frei und gehst dann wieder hin. Steck die Salbe in die Jacke und trag sie nicht sichtbar vor Dir her. Putz immer wieder ein bisschen an ihr rum und versuche dabei, einen Klecks Salbe auf die Stellen zu tun, langsam und mit ruhigen Bewegungen. Und loben, loben, loben! Du wirst sehen, es geht von Tag zu Tag besser. Stell die Sprühflasche weg, um diese Jahreszeit muss man weder einsprühen noch waschen. Zur Not reicht auch ein nasser Lappen! Ich hab auch eine mit Hautproblemen, wenn die Fliegen kommen, aber die hab ich noch nie angesprüht. Da trag ich die Mittel mit einem Schwämmchen auf. Man muss einfach kreativ sein und sich ins Pferd hineinversetzen, dann wird das schon.
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2017, 21:02   #5 (permalink)
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Und wie gesagt, anbinden und festhalten nutzt nix. Sie muss das freiwillig machen, ganz zwanglos. Gib ihr das Gefühl, dass sie abhauen kann, wenn sie möchte, nur eben nicht allzu weit. Die meisten Pferde flüchten gar nicht wirklich, sondern gehen nur ein paar Schritte zur Seite, bis sie merken, dass da gar nichts Schlimmes passiert und man sich mit dem Ungeheuer auch auseinandersetzen kann.
Du kannst Dir auch eine Sprühflasche mit Wasser füllen, wenn Du der Meinung bist, dass sie das lernen sollte und einfach belanglos im Stall mal in die Ecke, mal in die andere sprühen ohne Dein Pferd überhaupt zu beachten. Mach sie neugierig, schmier Honig drauf oder füll Karottensaft rein, und versuch riechen und ablecken schmackhaft zu machen. Wie @Schecki@ sagt, sei kreativ und halte sie von nichts fern. Das muss alles ganz locker vonstatten gehen, so als ob Du von ihr selber erst mal gar nicht willst.
Du musst ja evtl auch mal ein Spray zur Wundversorgung benutzen, dann ist es immer gut, wenn sie das kennt.
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Pintopower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2017, 12:01   #6 (permalink)
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Schau dir mal die Methoden von Linda Tellington-Jones an. Deine Stute ist die optimale Kandidatin für diese Art von Bodenarbeit. Dort lernt sie hinzuschauen, lernt sich auch mit fremden Dingen auseinander zu setzen und sich nicht davon ängstigen zu lassen. Nach dem Buch kann man schön selbständig arbeiten und es festigt die Bindung zwischen Pferd und Besitzer. Die Massagen sind gut einem Pferd beizubringen, dass auch ungewöhnliche Berührungen schön sein können und sie lernen sich überall anfassen zu lassen.
Ich denke es würde euch beiden gut tun und viel Freude manchen.
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Highlanderin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2017, 12:27   #7 (permalink)
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Mein Alter mochte einsprühen am Anfang auch gar nicht! Der hätte auch am liebsten die Biege gemacht wenn er die Flasche auch nur gesehen hat.

Zuerst hab ich ihm dann begreiflich gemacht, dass nur weil die Flasche da ist, das nicht bedeutet, dass das irgendeine Handlung für ihn bedeutet.
Ich hab sie ihm bei jeder Gelegenheit in Sichtweite gestellt, irgendwann habe ich ihn dann daran schnuppern lassen und nach einiger Zeit ihn mit der Flasche überall berührt.

Als das alles ging, ohne das er panisch wurde, habe ich auf der Wiese das einsprühen geübt.
Heißt, mitten auf die Wiese, mit der Sprühflasche im Gepäck, Pferd an Halfter und Strick. Dann habe ich ganz langsam Schrittchen für Schrittchen mit Sprühen angefangen und ihn einfach um mich rum laufen lassen, ich habe ihm weder Richtung, noch Tempo vorgegeben... ich hab ihn einfach machen lassen. Das einzige was ich beeinflusst habe war, dass er nicht komplett weg und sich mir entziehen konnte. (Das solltest du allerdings nur machen, wenn du sicher bist, dass sie dich nicht am Strick über die Weide schleift!)

Er findet das einsprühen nach wie vor nicht wunderbar und er freut sich auch nicht wenn ich mit der Flasche komme, aber ich kann ihn mal eben zwischendurch einsprühen ohne das er wegrennt oder gar panisch wird!

Aber du kennst dein Pony und kannst sicher die Erfolgschancen besser einschätzen. Ich würde auch nichts erzwingen, was nicht unbedingt sein muss. Es gibt ja mittlerweile alle oder viele Fliegenabwehr Mittel in Gelform inkl. Schwämmchen!
Für die Kopfregion habe ich sogar so einen Roller....sieht aus wie ein Deoroller, nur eben mit Fliegenzeugs drin!
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Geändert von Annili (03.04.2017 um 12:41 Uhr)
Annili ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2017, 17:26   #8 (permalink)
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Ich benutze bei meinen Pferden überhaupt keine Fliegenmittel und muss deshalb auch nicht sprühen. Ich habe eine allergische Husterin und eine, die ebenfalls mit Husten, aber auch mit Hautproblemen reagiert und die Insekten bei uns überhaupt nicht verträgt. Da kommt bei mir keine Fliegenabwehr-Chemie dran, ich will die Allergien nicht noch schlimmer machen. Fliegendecke mit Halsteil und bei der mit den Hautdefekten zusätzlich mit Bauchlatz heißt mein Rezept. Die kaputten und aufgescheuerten Hautstellen creme ich mit der Hand ein oder sowas wie Ballistol animal oder andere Hautlotions mit einem Schwamm oder einem Kosmetiktuch aus dem Sammelspender. Das kann man hinterher beruhigt wegschmeißen und hat nicht ständig irgendwelche verschmierten oder nassen Schwämme rumliegen.

Geändert von Schecki (03.04.2017 um 17:28 Uhr)
Schecki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2017, 21:18   #9 (permalink)
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Mit einer Decke komme ich nicht einmal in ihre Nähe, da brauche ich nicht an auflegen zu denken. Außerdem haben wir andere Pferde auf dem Hof, die an der Decke rupfen. Deshalb herrscht bei uns Deckenverbot.
AnneBonnie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2017, 07:38   #10 (permalink)
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Es muss ja nicht unbedingt die Chemiekeule aus dem Handel sein.
Es gibt ja mittlerweile auch genug Rezepte im WWW um sich selbst was an zumischen!

Welche Decken nutzt du Schecki? (Sorry wenn du es an anderer Stelle schon gesagt hast)

Ich hatte für meinen Alten auch mal eine gekauft, allerdings auf Probe eine die nicht all zu viel gekostet hat....die saß überhaupt nicht und nach 2 Wochen hatte ich den ersten Riss drin.
Wegen der schlechten Passform hab ich dann natürlich Angst, dass sich so ein Stechvieh unter die Decke macht, und das brauchen wir ja nicht
Da hatte ich dann ehrliche gesagt auch erstmal keine Lust mehr auf Fliegendecken!!
__________________
Annili ist offline   Mit Zitat antworten
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